Das sind die deutschen Nationalspielerinnen mit den meisten Länderspielen.
Die deutsche Fußball-Frauen-Nationalmannschaft gehört zu den erfolgreichsten Teams der Welt und hat zahlreiche herausragende Spielerinnen hervorgebracht. Einige von ihnen haben nicht nur mit ihrer Leistung auf dem Feld überzeugt, sondern auch durch ihre beeindruckende Anzahl an Länderspielen Geschichte geschrieben. Im Folgenden werden die fünf Spielerinnen mit den meisten Länderspielen vorgestellt, ihre Erfolge im DFB-Trikot sowie ihre Vereinskarrieren beleuchtet.
Birgit Prinz ist eine lebende Legende des deutschen Frauenfußballs. Mit 214 Länderspielen steht sie an der Spitze der Rekordspielerinnen der deutschen Nationalmannschaft. Die Stürmerin war bekannt für ihre Schnelligkeit, ihre phänomenale Ballkontrolle und ihren Torinstinkt. Mit 128 Treffern im DFB-Trikot ist sie zudem Rekordtorschützin der Nationalmannschaft.
Prinz gewann mit der deutschen Mannschaft zwei Weltmeisterschaften (2003 und 2007) sowie fünf Europameisterschaften. Sie wurde dreimal zur Weltfußballerin des Jahres gewählt und prägte eine Ära des Frauenfußballs.
Birgit Prinz spielte unter anderem für den 1. FFC Frankfurt, wo sie zahlreiche nationale und internationale Titel gewann, darunter mehrere deutsche Meisterschaften und UEFA Women’s Champions League-Titel.
Kerstin Stegemann war einst Nationalmannschaftskollegin von Prinz. Die Defensivspielerin stand 191 Mal für die DFB-Auswahl auf dem Feld. Stegemann konnte sowohl in der Abwehr als auch im Mittelfeld eingesetzt werden. Nachdem sie ihre Karriere 2010 beim FSV Gütersloh beendet hat, feierte sie 2012 im Finale des Westfalenpokals ein Kurzcomeback im Trikot von Germania Hauenhorst.
Stegemann wurde zusammen mit Prinz zweimal Weltmeister und holte vier Titel bei Europameisterschaften. Zudem wurde sie 2007 in das All-Star-Team der Weltmeisterschaft gewählt.
Auf Vereinsebene hat Stegemann eine deutsche Meisterschaft mit dem FCR Duisburg vorzuweisen. Die meisten Ligaspiele absolvierte Stegemann für den FFC Heike Rheine. Außerdem spielte sie für den FFC Flaesheim-Hillen, die SG Wattenscheid 09 und den Herforder SV.
Ariane Hingst war eine vielseitige Spielerin, die sowohl in der Verteidigung als auch im Mittelfeld eingesetzt wurde. Mit 174 Länderspielen gehört sie zu den beständigsten Spielerinnen in der Geschichte der deutschen Nationalmannschaft.
Hingst war an den Weltmeistertiteln der Jahre 2003 und 2007 sowie an vier EM-Titeln beteiligt. Sie spielte eine Schlüsselrolle in der Defensive und war ein wichtiger Bestandteil des Teams.
Auf Vereinsebene war Hingst unter anderem für den 1. FFC Turbine Potsdam und den schwedischen Klub Djurgården aktiv, wo sie ebenfalls zahlreiche Erfolge feierte. Darunter zwei deutsche Meisterschaften und vier DFB-Pokalsiege.
Rang vier in dieser Rangliste geht mit 158 Länderspielen an Anja Mittag. Die Stürmerin absolvierte ihre Länderspiele alle zwischen 2004 und 2017. Mit der DFB-Auswahl gewann sie Gold bei den Olympischen Spielen 2016, wurde 2007 Weltmeisterin und dreimal Europameisterin. Insgesamt erzielte sie für Deutschland 50 Tore.
Auch auf Vereinsebene räumte Mittag richtig ab. Insgesamt holte sie mit ihren Klubs sechs deutsche Meisterschaften, dreimal den DFB-Pokal und als Krönen die Women’s Champions League 2010 mit Turbine Potsdam.
Am Ende der Top-Fünf steht Bettina Wiegmann, die mit 154 Länderspielen ebenfalls noch die 150er-Marke knacken konnte. Die Mittelfeldspielerin feierte ihre Premiere im Nationaltrikot bereits 1989 und spielte bis 2003 mit dem Adler auf der Brust. Dabei gelangen ihr 51 Tore. Zu ihren Erfolgen zählen der WM-Titel 2003, Bronze bei den Olympischen Spielen 2000 sowie vier EM-Titel.
Wiegmann spielte beinahe ihre gesamte Karriere für Grün-Weiß Brauweiler, zu dessen Mannschaft sie auch gehörte, die 1997 die einzige deutsche Meisterschaft holte. Zudem kann sie drei Pokalsiege und zwei Siege im DFB-Supercup vorweisen.
Silvia Neid ist eine der prägendsten Figuren des deutschen Frauenfußballs, sowohl als Spielerin als auch später als Trainerin. Mit 111 Länderspielen ist sie zwar nicht unter den absoluten Top 5, dennoch gehört sie zu den Spielerinnen mit den meisten Einsätzen.
Neid gewann seit ihrem Debüt im Jahr 1982 eine Weltmeisterschaft und zwei Europameisterschaften. Sie war Teil des Teams, das den Frauenfußball in Deutschland revolutionierte. Ihre Leistungen brachten ihr später eine ebenso erfolgreiche Trainerkarriere ein, die von ihrem Weltmeistertitel 2015 gekrönt wurde.
Neid spielte für den KBC Duisburg und den SSG Bergisch Gladbach, bevor sie ihre Karriere beendete und sich dem Coaching widmete. Auf Vereinsebene wurde sie siebenmal Deutscher Meister und sechsmal Pokalsieger.
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