Borussia Dortmund ist eines von 16 Gründungsmitgliedern der Bundesliga. Heute zählt der Klubs zu den erfolgreichsten Vereinen in Deutschland.
Borussia Dortmund ist einer der traditionsreichsten und erfolgreichsten Fußballvereine Deutschlands. Als Gründungsmitglied der Bundesliga prägte der Verein nicht nur die Anfangsjahre der höchsten deutschen Spielklasse, sondern entwickelte sich im Laufe der Jahrzehnte zu einer der renommiertesten Adressen des europäischen Fußballs.
Als am 24. August 1963 die Bundesliga erstmals an den Start ging, war Borussia Dortmund einer von 16 Vereinen, die die neue, einheitliche Eliteliga des deutschen Fußballs bildeten. Zu den Auswahlkriterien für die Gründungsmitglieder zählten sportliche Erfolge der letzten Jahre, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und infrastrukturelle Voraussetzungen. Mit mehreren deutschen Meisterschaften in den 1950er und frühen 1960er Jahren sowie einer großen Fangemeinde erfüllte der BVB diese Kriterien mühelos.
Die Teilnahme an der neuen Liga war für Borussia Dortmund ein wichtiger Schritt in eine neue Ära. Nach Jahrzehnten im regional geprägten Fußball sollte nun der nationale Wettbewerb im Zentrum stehen. Die Verantwortlichen des Vereins setzten große Hoffnungen in die Bundesliga, sowohl sportlich als auch wirtschaftlich.
Im Premierenjahr der Bundesliga trafen die 16 Gründungsvereine aufeinander. Für Borussia Dortmund begann die Saison mit einem 3:2-Heimsieg gegen Werder Bremen. Die Mannschaft zeigte im Laufe der Spielzeit eine solide Leistung und etablierte sich in der oberen Tabellenhälfte. Am Ende der Saison belegte der BVB den vierten Platz mit 39:21 Punkten und einem Torverhältnis von 73:48.
Die Offensive des BVB gehörte zu den stärksten der Liga. Herausragende Spieler wie Timo Konietzka, der am ersten Spieltag das allererste Tor der Bundesliga-Geschichte erzielte, und der spätere Weltmeister Lothar Emmerich prägten das Dortmunder Spiel. Trotz des starken Starts und ansprechender Leistungen reichte es am Ende nicht ganz für die Meisterschaft, die an den 1. FC Köln ging. Doch der Grundstein für eine vielversprechende Bundesliga-Zukunft war gelegt.
Nach dem erfolgreichen Start in der Bundesliga blieb Borussia Dortmund viele Jahre ein solider Erstligist. In den 1960er Jahren baute der Verein seine Rolle als Topklub weiter aus. 1965 gewann der BVB den DFB-Pokal und feierte 1966 einen historischen Triumph: Als erstes deutsches Team überhaupt sicherten sich die Schwarzgelben einen Titel im Europapokal. Im Europapokal der Pokalsieger setzten sie sich im Finale sensationell mit 2:1 gegen den FC Liverpool durch.
In den 1970er Jahren geriet der Verein jedoch in eine sportliche Krise. 1972 stieg Borussia Dortmund erstmals in die Zweitklassigkeit ab. Es folgten Jahre der Konsolidierung und des Neuaufbaus. Erst 1976 kehrte der Verein in die Bundesliga zurück. In den 1980er Jahren war der BVB vor allem im Tabellenmittelfeld zu finden und geriet zwischenzeitlich sogar in finanzielle Schwierigkeiten. 1986 verhinderte man nur knapp in der Relegation gegen Fortuna Köln den erneuten Abstieg.
Erst mit der Berufung von Ottmar Hitzfeld zum Trainer in den frühen 1990er Jahren begann eine neue, erfolgreiche Ära. Der Verein investierte gezielt in die Mannschaft und etablierte sich wieder dauerhaft in der oberen Tabellenregion. Es folgte die bislang erfolgreichste Zeit der Vereinsgeschichte.
Die 1990er Jahre gelten als goldene Dekade des BVB. 1995 und 1996 wurde Borussia Dortmund unter Trainer Ottmar Hitzfeld Deutscher Meister. Der absolute Höhepunkt folgte 1997, als der Verein die UEFA Champions League gewann. Im Finale von München bezwang Dortmund das favorisierte Juventus Turin mit 3:1. Spieler wie Matthias Sammer, Andreas Möller, Karl-Heinz Riedle und Lars Ricken, der mit einem Heber aus 25 Metern das entscheidende Tor erzielte, gingen in die Vereinsgeschichte ein.
Im gleichen Jahr holte Borussia Dortmund auch den Weltpokal durch einen Sieg gegen Cruzeiro Belo Horizonte. Abseits des Rasens investierte der Verein in das Stadion, den Signal Iduna Park (früher Westfalenstadion), der heute mit rund 81.000 Plätzen die größte Arena Deutschlands ist.
Die 2000er Jahre waren dagegen von einem wirtschaftlichen Tiefpunkt geprägt. Kurz nach dem Börsengang geriet der Verein in eine schwere Finanzkrise, die beinahe zur Insolvenz geführt hätte. Durch striktes Sparen, den Verkauf von Spielern und eine neue Managementstrategie konnte der BVB jedoch gerettet werden.
Mit der Verpflichtung von Jürgen Klopp als Trainer begann 2008 ein neues Kapitel. Klopp baute eine junge, hungrige Mannschaft auf, die sich durch attraktiven, schnellen Offensivfußball auszeichnete. 2011 und 2012 gewann der BVB die deutsche Meisterschaft, 2012 sogar das Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal. Im Champions-League-Finale 2013 scheiterte Dortmund erst in einem dramatischen Endspiel am FC Bayern München.
Zahlreiche Spieler aus dieser Ära wie Mario Götze, Marco Reus, Robert Lewandowski oder Mats Hummels wurden zu internationalen Stars. Die „gelbe Wand“, die berühmte Südtribüne des Signal Iduna Parks, wurde zum Symbol für die einzigartige Fankultur in Dortmund.
Heute ist Borussia Dortmund einer der bekanntesten und beliebtesten Fußballvereine Europas. Regelmäßig spielt der Klub in der UEFA Champions League und gehört in der Bundesliga stets zu den Titelanwärtern hinter dem FC Bayern München. Der BVB steht für modernen, offensiven Fußball und eine vorbildliche Jugendarbeit, aus der immer wieder vielversprechende Talente hervorgehen oder gefördert werden.
Der Signal Iduna Park ist Heimat für eine der leidenschaftlichsten Fanbasen der Welt. Dortmunds Identität basiert auf Bodenständigkeit, Gemeinschaft und dem engen Verhältnis zwischen Verein und Anhängerschaft. Wirtschaftlich ist der Verein heute solide aufgestellt und ein Vorbild in Sachen Fanbindung und Vermarktung.
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