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Olympia/Tennis
  1. TENNIS

Die größten Duelle in der Geschichte der US Open

Die US Open haben Tennisgeschichte geschrieben und einige der größten Duelle hervorgebracht. Hier sind die legendärsten Matches, die den Grand Slam in New York unvergesslich gemacht haben.

Wenn die US Open in Flushing Meadows beginnen, ist die gesamte Tenniswelt elektrisiert. Der letzte Grand Slam des Jahres steht seit jeher für Dramen, die weit über den Sport hinausreichen. Unter den grellen Lichtern von New York wurden Rivalitäten geschmiedet, Helden geboren und Mythen geschaffen. Ein Blick auf die größten Matches der Turniergeschichte zeigt, was dieses Turnier so einzigartig macht.

John McEnroe – Björn Borg (Finale 1980)

1980 war ein Jahr, in dem Tennis zur Bühne eines Generationendramas wurde. Im Finale traf der impulsive Rebell John McEnroe aus den USA auf den stoischen Schweden Björn Borg. Nur wenige Wochen nach ihrem epischen Duell in Wimbledon lieferten sie sich erneut ein Duell der Extreme: Emotion gegen Coolness, Power gegen Präzision. Borg schien nach dem vierten Satz die Oberhand zu haben, doch McEnroe hielt stand. Mit messerscharfen Rückhandschlägen und dem unerschütterlichen Glauben, den Champion stürzen zu können, gewann er seinen zweiten Titel in New York. Ein Klassiker, der bis heute das Bild der US Open prägt.

Pete Sampras – Andre Agassi (Viertelfinale 2001)

Gut zwei Jahrzehnte später, im Jahr 2001, standen sich mit Pete Sampras und Andre Agassi zwei amerikanische Ikonen gegenüber. Pete Sampras und Andre Agassi. Beide waren zu diesem Zeitpunkt bereits Legenden und kannten den Druck der großen Bühne. Doch dieses Viertelfinale war anders. Vier Sätze lang gab es keinen einzigen Aufschlagverlust, jeder Durchgang entschied sich im Tiebreak. Es war Tennis in seiner reinsten Form: zwei Rivalen, die keinen Millimeter nachgaben. Erst nach Mitternacht fiel die Entscheidung zugunsten von Sampras, während die Zuschauer im Arthur Ashe Stadium noch lange über das Gesehene raunten. Für viele US-Fans ist es bis heute das ultimative Match zweier Helden.

Venus Williams – Serena Williams (Viertelfinale 2008)

2008 war es ein Familienduell, das die Welt fesselte: Venus gegen Serena Williams. Die beiden Schwestern kannten sich besser als jeder andere, hatten unzählige Male gegeneinander gespielt, doch dieses Viertelfinale stach heraus. Venus, die damals als die schnellste Aufschlägerin im Damentennis galt, setzte Serena von Beginn an unter Druck. Doch Serena, die Kämpferin, drehte die Partie und siegte trotz der Dominanz ihrer älteren Schwester. Es war ein Match, das nicht nur sportlich, sondern auch emotional Geschichte schrieb. Ein Beweis, dass die Williams-Schwestern nicht nur Rivalinnen, sondern auch Symbole einer Ära sind.

Novak Djokovic – Roger Federer (Halbfinale 2011)

Drei Jahre später, im Jahr 2011, erschütterte Novak Djokovic die Tenniswelt mit einem epischen Sieg im Halbfinale gegen Roger Federer. Federer führte komfortabel und hatte sogar Matchbälle, als Djokovic mit einem sensationellen Return die Wende einleitete. John McEnroe sprach später von einem der größten Schläge aller Zeiten. Der Serbe gewann den fünften Satz und zog somit ins Finale ein. Dieses Match gilt als Paradebeispiel für Djokovics mentale Stärke und die Dramatik, die die US Open immer wieder hervorbringen.

Andy Murray – Novak Djokovic (Finale 2012)

2012 war dann das Jahr von Andy Murray. Der Schotte, der oft als ewiger Zweiter verspottet wurde, holte im längsten US-Open-Finale der Geschichte endlich seinen ersten Grand-Slam-Titel. Gegen Novak Djokovic führte er bereits mit zwei Sätzen, ehe der Serbe zurückschlug und das Match ausglich. Doch Murray biss sich durch, gewann den Entscheidungssatz und schrieb 76 Jahre nach Fred Perry britische Tennisgeschichte. Ein Triumph, der nicht nur seine Karriere, sondern auch das Selbstverständnis britischer Fans prägte.

Rafael Nadal – Dominic Thiem (Viertelfinale 2018)

Auch Rafael Nadal hat seinen Platz in dieser Galerie der Helden. Sein Viertelfinale gegen Dominic Thiem im Jahr 2018 war ein fast fünfstündiger Marathon. Der junge Österreicher spielte furchtlos, gewann den ersten Satz und zwang den Spanier in einen wahren Abnutzungskampf. Doch Nadal, der Meister der Comebacks, überstand jede Attacke. Erst im Tiebreak des fünften Satzes fiel die Entscheidung, mit Nadal als Sieger. Ein Spiel, das zeigte, wie viel Herz und Kampfgeist im Tennissport stecken.

Emma Raducanu – Leylah Fernandez (Finale 2021)

Und dann kam 2021: Emma Raducanu schrieb ein Märchen, das selbst die kühnsten Träumer nicht erwartet hatten. Mit gerade einmal 18 Jahren spielte sich die Britin aus der Qualifikation bis ins Finale vor und gewann es gegen Leylah Fernandez, ohne im gesamten Turnier einen einzigen Satz abzugeben. Raducanu, die mit einer Quote von 499:1 als Außenseiterin galt, wurde über Nacht zur Nationalheldin. Ihr Triumph war nicht nur ein sportliches Wunder, sondern auch ein globales Medienspektakel.

Die US Open sind mehr als nur ein Grand Slam. Sie sind ein Schauplatz, an dem Karrieren definiert, Rivalitäten verewigt und Legenden geboren werden. Sei es McEnroes Wut, Federers Eleganz, Djokovics Unerschütterlichkeit oder Raducanus Märchen. Die größten Matches in New York erzählen Geschichten, die weit über den Sport hinausgehen. Und genau deshalb fiebert die Tenniswelt jedes Jahr dem nächsten Kapitel entgegen.

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