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Fußball

Mit dem dritten Turnier um den Henri-Delaunay-Pokal begann die offizielle Fußball-Europameisterschaft.

Mit der dritten Europameisterschaft im Jahr 1968 begann eine neue Ära. Bis dahin spielten die Mannschaften offiziell um den Henri-Delaunay-Pokal, der nun von der UEFA als die eigentliche Europameisterschaft anerkannt wurde. Die Regeln blieben unverändert. Die 31 teilnehmenden Mannschaften traten in einer Gruppenphase und anschließend im K.O.-System gegeneinander an. Erst mit dem Halbfinale begann offiziell die Endrunde, die diesmal in Italien ausgetragen wurde.

Für Westdeutschland war die Teilnahme an der EM 1968 eine bittere Premiere. Die Mannschaft von Bundestrainer Helmut Schön musste in Albanien gewinnen, um die Gruppenphase zu überstehen. Doch in Tirana scheiterte das Team unglücklich und erreichte nur ein torloses Unentschieden. Damit war das Aus besiegelt und die deutsche Mannschaft vorzeitig und blamiert ausgeschieden. Auch die DDR konnte sich nicht für das Viertelfinale qualifizieren.

Da die Briten auf ihrem traditionellen Viererturnier bestanden, spielten England, Schottland, Wales und Nordirland in einer Gruppe. Am Ende setzten sich die favorisierten Engländer knapp durch. Diese Gruppe stellte einen absoluten Rekord in der Geschichte der Europameisterschaften auf: 130.711 Zuschauer sahen das Duell Schottland gegen England! In der Gruppe mit der Tschechoslowakei, Irland und der Türkei sah alles danach aus, als würde der einzige Qualifikationsplatz entweder an Titelverteidiger Spanien oder an die Tschechoslowakei gehen. Die Tschechoslowakei gewann ihre ersten drei Spiele zu Null und besiegte die Spanier in Prag durch einen Weitschuss von Alexander Horvath. Trotz einer 1:2-Niederlage in Madrid und einer Führung durch ein Eigentor im letzten Spiel gegen Irland verpasste die Tschechoslowakei die Qualifikation nach einer 1:2-Niederlage durch Fehler von Torhüter Kramerius und Verteidiger Popluhar - für Letzteren das traurige Ende seiner Karriere.

Das Viertelfinale

Das Viertelfinale wurde bereits im K.O.-System ausgetragen. In der Begegnung zwischen Weltmeister England und Europameister Spanien setzte sich Albion durch. Das Quartett für das Finalturnier komplettierten Jugoslawien (das Frankreich ausschaltete), Italien (das sich gegen Bulgarien durchsetzte) und die UdSSR (nach Spielen gegen Ungarn). 

Die Endrunde

Die Endrunde der Europameisterschaft 1968 fand vom 5. bis 10. Juni in drei italienischen Städten statt: Rom, Neapel und Florenz. Im ersten Halbfinale trafen Italien und die UdSSR aufeinander. Nach 120 Minuten stand es unentschieden und nach den damaligen Regeln entschied ein Münzwurf über den Finalisten. Das Glück war der Squadra Azzurra hold. Die interessanten Umstände, die zu dieser Entscheidung führten, können in den folgenden Fakten nachgelesen werden. Im anderen Halbfinale ebnete der jugoslawische Stürmer Dragan Dzajic mit seinem Treffer zum 1:0 fünf Minuten vor dem Abpfiff gegen drei englische Verteidiger und Torhüter Gordon Banks den Weg ins Finale. Weltmeister England musste sich nach einem 2:0-Sieg im Spiel um Platz drei gegen die UdSSR mit Bronze begnügen.

Das Finale

Das Endspiel zwischen Italien und Jugoslawien endete 1:1 nach Verlängerung. Die Italiener waren in der 39. Minute durch ein Tor von Dzajic in Rückstand geraten. Doch in der 81. Minute kam ihnen der Schweizer Schiedsrichter Gottfried Dienst zu Hilfe, als er die jugoslawische Mauer einrücken und Angelo Domenghini einen direkten Freistoß ausführen ließ, der zum Ausgleich führte. Der Schiedsrichter gab den Treffer, und am Spielstand änderte sich nichts mehr. Im Wiederholungsspiel des Finales sicherte sich die Heimmannschaft durch Tore von Luigi Riva und Pietro Anastasi den Sieg. Neben dem bekannten Torjäger Riva zählten Torhüter Dino Zoff (der den einzigen Gegentreffer hinnehmen musste), der erfahrene Verteidiger und Kapitän Giacinto Facchetti sowie Mittelfeldspieler Gianni Rivera (der das Finale verletzungsbedingt verpasste) zu den Stützen der Mannschaft von Trainer Ferruccio Valcareggi. Die Entscheidung, Routinier Sandro Mazzolla für das Wiederholungsspiel zu nominieren, erwies sich als kluger Schachzug.

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