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Die Europa League – Der „kleine“ Europapokal

Alle Mannschaften in Europa träumen davon, zumindest einmal in der Champions League dabei zu sein. Die Königsklasse ist das ultimative Ziel im europäischen Klubfußball. Allerdings ist auch die Europa League ein Wettbewerb mit viel Tradition und Prestige. Zum ersten Mal wurde er in der Saison 1971/72 ausgetragen. Seitdem ist viel passiert.

Die Europa League hat eine lange und traditionsreiche Geschichte. Der Wettbewerb wurde in der Saison 1971/72 als dritter Europapokal neben dem der Landesmeister und der Pokalsieger eingeführt. Der Wettbewerb hörte damals noch auf den Namen UEFA Cup und wurde als Nachfolger des Messestädte-Pokals eingeführt. Dieser hatte jedoch keinen Bezug zur UEFA. Bei der ersten Austragung waren 64 Mannschaften dabei. Den Titel holten sich die Tottenham Hotspur. Erster Torschützenkönig wurde Ludwig Bründl von Eintracht Braunschweig mit zehn Treffern.

Die Anfänge

Im Messestädte-Pokal nahmen früher lediglich Klubs aus Handelsmessestädten teil. Die Platzierung in der heimischen Liga spielte dabei nur eine untergeordnete Rolle. Das änderte sich erst mit der Einführung des UEFA Cups. Dort durften Klubs aus allen Mitgliedsländern teilnehmen, die sich nicht bereits für den Landesmeister- oder Pokalsiegerwettbewerb qualifiziert haben. Von nun an war die Platzierung in der Liga dafür ausschlaggebend. Die erfolgreichsten Nationen Europas durften mit bis zu vier Mannschaften teilnehmen. 

Von der ersten Austragung bis zum Jahr 1984 konnten ausschließlich Klubs aus dem nördlicheren Europa den Titel gewinnen. Einzige Ausnahme war Juventus Turin, das 1977 für den ersten italienischen Gesamtsieg sorgte. Erster spanischer Verein, der den Wettbewerb gewinnen konnte, war Real Madrid in den Jahren 1985 und 1986. Ab 1989 begann die Dominanz der Italiener, die bis 1999 acht von elf möglichen Titeln holten.

Der Wandel des Spielmodus

In der Saison 1998/99 wurde zum letzten Mal der Europapokal der Pokalsieger ausgetragen. Nachdem die UEFA diesen Wettbewerb auf Eis gelegt hat, spielten die nationalen Pokalsieger ab der Saison 1999/2000 im UEFA Cup. Der Modus blieb dabei seit Einführung des Wettbewerbs unverändert. 64 Mannschaften traten im K.o.-System mit Hin- und Rückspiel gegeneinander an. Das änderte sich erst mit der Saison 2004/05, als eine Gruppenphase nach der Qualifikation mit 80 Mannschaften eingeführt wurde. Die 40 Sieger traten in acht Fünfergruppen jeweils einmal gegeneinander an. Die ersten Drei kamen zusammen mit den acht Dritten aus der Champions League in die nächste Runde. Dabei spielten die Gruppensieger gegen die Dritten und die Zweiten gegen die Absteiger aus der Königsklasse.

Eine weitere Änderung gab es in der Saison 2009/10. Die UEFA wollte den UEFA-Cup im Vergleich zur Champions League aufwerten und attraktiver machen. Daher wurde er in Europa League umbenannt, was auch grundlegende Veränderungen am Spielmodus mit sich brachte. Nach der Qualifikation und den Playoffs wurde eine Gruppenphase eingeführt, in der 48 Mannschaften in zwölf Vierergruppen teilnehmen konnten. Von nun an wurde mit Hin- und Rückspiel gespielt. Die beiden Gruppenersten qualifizierten sich für die nächste Runde, in der wiederum die acht Dritten der Champions League hinzukommen. Erster Titelträger der Europa League war Atletico Madrid, das sich im Finale im Hamburger Volksparkstadion mit 2:1 gegen den FC Fulham durchsetzen konnte. Die Cottagers beendeten im Halbfinale den Traum vom HSV vom Finale im eigenen Stadion durch ein 2:1 im Rückspiel, nachdem Spiel eins torlos endete.

Dieser Modus wurde bis 2021/22 beibehalten. Anschließend wurde die Gruppenphase auf 32 Mannschaften verkleinert und die Zwischenrunde eingeführt. In dieser spielen die acht Gruppenzweiten gegen die acht Dritten aus der Champions League um den Einzug ins Achtelfinale. Die Gruppensieger sind direkt qualifiziert. Bis zur Saison 1996/97 wurde auch das Finale mit Hin- und Rückspiel ausgetragen. Seitdem wird das Endspiel an einem zuvor bestimmten neutralen Ort gespielt.

Spanien dominiert

Seit Einführung des Wettbewerbs konnte Spanien 13 Mal die Trophäe gewinnen und damit öfter als jede andere Nation. Allein der FC Sevilla holte bei sechs Finalteilnahmen sechs Titel und ist damit Rekordsieger vor Inter, Juventus, Liverpool und Atletico mit je drei Titeln. England und Italien teilen sich mit jeweils neun Pokalsiegen auch den zweiten Platz vor Deutschland mit sieben. Zwei Titel gingen dabei nach Mönchengladbach und Frankfurt. Außerdem konnten sich Bayer Leverkusen, Bayern München und der FC Schalke schon in die Siegerliste eintragen. 

Rekordspieler der Europa League ist der Italiener Giuseppe Bergomi, der zwischen 1980 und 1998 96 Spiele in diesem Wettbewerb absolviert hat. Auf Rang zwei liegt der frühere Bremer, Schalker und Hamburger Frank Rost mit 85 Einsätzen. Bester Torschütze ist der Schwede Henrik Larsson mit 40 Treffern in 45 Spielen. Dahinter liegen gleichauf Klaas-Jan Huntelaar und Falcao mit je 30 Treffern. Erfolgreichste deutscher Torjäger in der Europa League ist Dieter Müller, der in 36 Einsätzen 29 Mal einnetzen konnte. Erfolgreichster Trainer ist Unai Emery mit drei Titeln mit dem FC Sevilla sowie einem Titel mit dem FC Villarreal. Giovanni Trapattoni folgt mit drei Titeln auf Rang zwei. 

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