Seit der Gründung der Premier League haben zahlreiche deutsche Profis auf der Insel gespielt. Manche von ihnen blieben unauffällig, viele andere hinterließen jedoch nachhaltige Spuren.
Als einer der ersten deutschen Mittelfeldmotoren in England prägte er vor allem seine Zeit bei Aston Villa: 99 Einsätze, 17 Vorlagen und der Ruf als kraftvoller Distanzschütze. Später lief er auch für West Ham und Everton auf. Mit seiner Dynamik und seinem linken Fuß setzte er Maßstäbe und wurde Anfang der 2000er zu einem festen Bestandteil der Liga.
Euro-96-Sieger und Spezialist für ruhende Bälle: Christian Ziege mischte die Premier League mit seinen Qualitäten als linker Wing-Back auf. Über Middlesbrough führte ihn sein Weg zu Liverpool und Tottenham: 92 Einsätze, 14 Tore und eine eindrucksvolle Karriere, die zeigte, wie vielseitig ein deutscher Verteidiger auftreten kann.
In Manchester ist Uwe Rösler bis heute ein Idol: 29 Premier-League-Tore für City, davon allein 15 in der Saison 1994/95, machten ihn zu einem der gefährlichsten Angreifer seiner Zeit. Seine spätere Phase bei Southampton blieb torlos, doch im Etihad-Umfeld ist er bis heute hoch angesehen.
Robert Huth war der erste Deutsche mit mehr als 300 Premier-League-Einsätzen und dreimaliger Champion. Zwei Titel mit Chelsea und der sensationelle Triumph in der Saison 2015/16 mit Leicester City machten ihn zu einer prägenden Figur. Der robuste Innenverteidiger verbrachte seine komplette Profikarriere in England und wurde zum Symbol für defensive Zuverlässigkeit.
Arsenals „Big Friendly Giant“ war eher Stratege als Sprinter. Mertesacker, Weltmeister von 2014, steuerte durch seine Antizipation und Ruhe wichtige Stabilität bei. Über Jahre hinweg war er ein Fixpunkt in der Defensive und führte die Gunners ab 2016 sogar als Kapitän aufs Feld.
„Poldi“ brachte Wucht und Technik in die Premier League. Für Arsenal erzielte er in seiner Debütsaison elf Tore, darunter wichtige Treffer in großen Spielen. Insgesamt erzielte er 19 Ligatore und hinterließ bei Fans und Mannschaftskollegen einen bleibenden Eindruck.
Als Nachfolger von David Seaman nahm Jens Lehmann eine Schlüsselrolle ein. In der legendären „Invincibles“-Saison 2003/04 stand er in allen Ligapartien im Tor und hielt 15-mal die Null. Er ist 61-facher Nationalspieler, kompromisslos und zuverlässig und hatte einen entscheidenden Anteil an Arsenals goldener Ära.
Mit mehr als 250 Einsätzen für Newcastle, Liverpool und Manchester City war Didi Hamann ein Meister des Rhythmus und der Balance. Legendär ist sein wuchtiges Volley-Tor für Liverpool in der Saison 2003/04, das zum Premier-League-Tor des Jahres gewählt wurde. Kaum ein deutscher Spieler prägte Liverpools Mittelfeld nachhaltiger.
72 Millionen Pfund machten Kai Havertz zum bis dahin teuersten deutschen Spieler aller Zeiten. Zwar blitzte sein Können bei Chelsea auf, doch erst bei Arsenal konnte er richtig überzeugen: 13 Ligatore in seiner ersten Saison machten ihn zu einem zentralen Faktor im Angriff.
Mit 25 Toren und 28 Assists sowie zwei Premier-League-Titeln war Leroy Sané einer der gefährlichsten Flügelspieler unter Pep Guardiola. In der Saison 2017/18 wurde er als PFA Young Player of the Year ausgezeichnet. Ein seltenes Kunststück für einen deutschen Profi.
2017 als unscheinbarer Neuzugang zu Brighton & Hove Albion gekommen, wurde Pascal Groß zum Herz des Vereins. Er absolvierte 228 Einsätze, erzielte 30 Tore und gab 45 Assists, zudem wurde er zweimal zum Spieler des Jahres gewählt. Seine Spielintelligenz brachte ihm 2023 sogar ein Debüt in der Nationalmannschaft ein.
Fünf Jahre lang war Rüdiger das emotionale Zentrum der Defensive des FC Chelsea. Er ist athletisch, energisch und unerschrocken und war 2021/22 im PFA Team of the Year vertreten. In dieser Zeit zählte er zu den gefürchtetsten Innenverteidigern der Liga.
Ballack brachte Weltklasseformat nach London mit: 17 Tore, 10 Assists und der Meistertitel in der Saison 2009/10. Er war variabel einsetzbar, stark in der Luft und ein konstanter Faktor in Chelseas Achse.
Pep Guardiola nannte ihn „einen der besten Spieler, mit denen ich je gearbeitet habe”. 188 Premier-League-Spiele, ein Titel als Kapitän, der entscheidende Doppelpack in der Saison 2021/22 und der historische Dreifachtriumph in der Saison 2022/23 zeigen dies eindrucksvoll. Gündogan ist einer der prägendsten ausländischen Mittelfeldspieler der Premier-League-Ära.
20 Tore in seiner ersten Saison bei den Spurs, FWA-Fußballer des Jahres 1995 und später mit neun Treffern noch einmal zurückgekehrt: Klinsmann war einer der ersten globalen Superstars der jungen Premier-League-Ära und stellte sofort eine Verbindung zwischen deutscher Klasse und englischer Begeisterung her.
Mit 19 Assists in der Saison 2015/16, fünfmal der Titel „Deutschlands Spieler des Jahres”, 184 Einsätzen und 33 Toren war Mesut Özil einer der elegantesten Spielmacher der Premier-League-Geschichte. Seine Passkunst und Übersicht definierten Arsenals Offensive über Jahre hinweg.
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