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Die bedeutendsten deutschen Spieler in der Süper Lig

Immer wieder zog es deutsche Fußballer in die türkische Süper Lig: Manche von ihnen waren Stars im Spätherbst ihrer Karriere, andere Hoffnungsträger oder Kultfiguren. Einige von ihnen hinterließen bleibende Spuren und prägten ihre Klubs nachhaltig. Ein Überblick über die wichtigsten.

Leroy Sané – der jüngste Zugang mit riesigen Erwartungen

Mit seinem Wechsel zu Galatasaray hat Leroy Sané eines der größten Transfersignale in der jüngeren Geschichte des türkischen Fußballs gesetzt. Schon bei seiner Ankunft bereiteten ihm die Fans einen Empfang wie einem Superstar. Sané soll nicht nur sportlich glänzen, sondern auch das neue Gesicht des Vereins werden. Seine Rolle in der Süper Lig steht erst am Anfang, doch die Erwartungshaltung ist gewaltig.

Mario Gomez – Ein Jahr, ein Titel, ein Denkmal

Mario Gomez benötigte in der Saison 2015/16 nur wenige Monate, um die Liga im Sturm zu erobern. Mit 26 Treffern wurde er Torschützenkönig und führte Beşiktaş zur Meisterschaft. Der deutsche Nationalstürmer war in dieser Spielzeit das Gesicht der Süper Lig und avancierte schnell zum Fanliebling. Nach dieser außergewöhnlichen Saison kehrte er zwar in die Bundesliga zurück, doch sein Name bleibt in Istanbul unvergessen.

Mesut Özil – Hoffnungsträger, Aushängeschild, schwieriger Abschied

Als Mesut Özil 2021 zu Fenerbahçe wechselte, wurde er in Istanbul wie ein verlorener Sohn begrüßt. Doch sportlich blieb der Neustart wechselhaft: Neun Tore und drei Vorlagen stehen in 39 Einsätzen zu Buche. Die Suspendierung nach einem Konflikt mit dem Trainer überschattete seine Zeit bei Fenerbahçe. Sein letztes Profi-Jahr absolvierte er bei Başakşehir, wo er jedoch nur noch sporadisch spielte. Trotzdem gilt Özil weiterhin als einer der prominentesten Spieler, die jemals in die Süper Lig gewechselt sind.

Lukas Podolski – Publikumsliebling mit Wirkung

Lukas Podolski kam 2015 zu Galatasaray und fand dort sofort seinen Platz, sowohl sportlich als auch emotional. In zwei Jahren erzielte er 34 Tore und lieferte 18 Vorlagen. Er gewann 2016 den türkischen Pokal und wurde schnell zu einer Identifikationsfigur. Nach einem Abstecher nach Japan kehrte er zu Antalyaspor zurück, wo er allerdings nur noch sporadisch überzeugen konnte. Dennoch bleibt Podolski einer der beliebtesten deutschen Spieler in der Geschichte des türkischen Fußballs.

Marko Marin – ein Zwischenstopp ohne Glanz

Marko Marin hat in seiner Karriere viele Länder und Ligen gesehen. Ein Jahr lief er für Trabzonspor auf, ohne den großen Durchbruch zu schaffen. Seine Zeit am Schwarzen Meer verlief solide, aber ohne die Akzente, die er sich erhofft hatte.

Toni Schumacher – Kultfigur zwischen den Pfosten

Von 1988 bis 1991 hütete er das Tor von Fenerbahçe und entwickelte sich schnell zum Publikumsliebling. 105 Einsätze und 33 Spiele ohne Gegentor sind beeindruckende Zahlen für einen ausländischen Torhüter in dieser Ära. Auch ohne Titelgewinne genießt er in Istanbul bis heute Kultstatus.

Andreas Beck – Verlässlichkeit auf dem Weg zu zwei Meisterschaften

Rechtsverteidiger Andreas Beck war einer der Schlüsselspieler im erfolgreichen Beşiktaş-Team der Mitte der 2010er Jahre. Über 60 Pflichtspiele und zwei Meistertitel sprechen für seine Konstanz. Besonders in der Saison 2015/16 bildete er zusammen mit Mario Gomez eine erfolgreiche deutsche Achse.

Kerem Demirbay – der Meistermacher im Mittelfeld

Kerem Demirbay ist seit zwei Jahren Teil von Galatasarays Erfolgsmannschaft und bereits zweifacher Meister. Seine spielerische Stabilität und taktische Intelligenz machen ihn zu einem festen Bestandteil im Zentrum. In der kommenden Saison wird er gemeinsam mit Leroy Sané das Galatasaray-Mittelfeld prägen.

Max Kruse – ein kurzer, aber effektiver Aufenthalt

Max Kruse brachte seine kreative Unberechenbarkeit auch in die Süper Lig ein. In 23 Spielen für Fenerbahçe erzielte er sieben Tore und bereitete acht Treffer vor. Trotz dieser ordentlichen Bilanz entschied er sich nach nur einer Saison für eine Rückkehr in die Bundesliga.

Kevin Großkreutz – Eine Episode, die nie begann

Kevin Großkreutz erlebte in der Türkei ein vergessenes Kapitel: Sein Wechsel zu Galatasaray wurde 48 Sekunden zu spät angemeldet, wodurch er keine Spielberechtigung erhielt. Ohne einen einzigen Einsatz kehrte er im Winter nach Deutschland zurück.

Loris Karius – vom UEFA-Champions-League-Finale zum Neustart

Nach seinem bitteren Abend im UEFA-Champions-League-Finale 2018 fand Loris Karius bei Beşiktaş vorübergehend Halt. Dort war er zwei Jahre lang Stammtorwart. Nach seiner Zeit in Istanbul verlor er jedoch erneut an Boden. Inzwischen hütet er als neue Nummer eins das Tor des FC Schalke 04.

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