Der Deutsche Fußball-Bund treibt seine mediale Neuausrichtung weiter voran und bringt mit DFB.TV einen eigenen linearen Pay-TV-Sender an den Start.
Der offizielle Sendestart ist für den 22. Mai 2026, also am Vorabend des DFB-Pokalfinales der Männer, geplant. Bereits einen Tag später, am 23. Mai, sollen die ersten Live-Übertragungen auf dem neuen Kanal gezeigt werden. Ein zentrales Sommer-Highlight wird anschließend die Begleitung der deutschen Männer-Nationalmannschaft bei der WM 2026 sein, unter anderem mit Berichten aus dem Team Camp und Insider aus den USA.
Mit dem neuen Sender will der DFB laut eigenen Angaben “den deutschen Fußball in seiner ganzen Breite sichtbarer machen”. DFB.TV soll künftig rund um die Uhr über Pay-TV-Plattformen empfangbar sein und Inhalte bündeln, die bislang entweder gar nicht oder nur verstreut auf verschiedenen Plattformen zu sehen waren.
Gezeigt werden sollen unter anderem Live-Übertragungen der Junioren-Nationalteams, der 2. Frauen-Bundesliga, dazu Futsal, Beachsoccer und sogar eFootball. Auch Themen wie Talentförderung, Trainingsmethoden und das Schiedsrichterwesen sollen auf dem neuen Kanal eine größere Bühne erhalten.
Darüber hinaus plant der Sender ein breites redaktionelles Angebot rund um die Deutsche Nationalmannschaft. Im Fokus stehen dabei exklusive Einblicke, Hintergrundberichte, Pressekonferenzen, Analysen und weitere Formate aus dem Umfeld der DFB-Teams.
Hinzu kommen Rückblicke auf große Turniermomente, legendäre DFB-Pokalspiele sowie Zusammenfassungen aus dem DFB-Pokal der Männer und Frauen, der 3. Liga, der Frauen-Bundesliga und von Länderspielen.
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Mit weiteren Plattformen laufen laut Verband derzeit noch Verhandlungen. Zusätzlich wird der Sender direkt über die neue DFB.TV+-App angeboten, die laut DFB 5,99 Euro pro Monat kosten soll. Damit schafft der Verband neben den klassischen Streaming Plattformen auch einen direkten Zugang für Fans, die den Sender unabhängig von einem TV-Paket nutzen möchten.
DFB-Generalsekretär und Geschäftsführer Dr. Holger Blask beschreibt den neuen Kanal als wichtigen Schritt in der Weiterentwicklung des Verbands und des deutschen Fussballs. Mit DFB.TV wolle man “den Fußball in seiner ganzen Breite noch näher an die Menschen” bringen.
Inhalte, die bisher kaum sichtbar oder nur vereinzelt auf verschiedene Plattformen gewesen seien, würden nun gebündelt. Mit DFB.TV verfolgt der Verband also ein klares Ziel: mehr Reichweite für verhältnismäßig kleinere Wettbewerbe und Themen abseits der ganz großen TV-Bühnen. Zum Start im Mai will der Verband damit ein neues mediales Kapitel im deutschen Fußball aufschlagen.
Wichtig ist dem DFB die Abgrenzung zu den bestehenden TV-Partnern. DFB.TV soll nicht in Konkurrenz zu den klassischen Sendern und Plattformen treten, die weiterhin die großen Premiumrechte des deutschen Fußballs halten. Vielmehr versteht der Verband den neuen Kanal als ergänzendes Schaufenster für Wettbewerbe, Formate und Themen, die bislang im Schatten der großen TV-Rechte standen.
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