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DFB-Krise: Völler und Nagelsmann appellieren an Spieler

Die deutsche Nationalmannschaft steckt tief in der Krise und die Alarmglocken läuten bereits sechs Monate vor der Europameisterschaft im eigenen Land. Die 0:2-Niederlage gegen Österreich markiert einen neuen Tiefpunkt, der DFB-Sportdirektor Rudi Völler und Bundestrainer Julian Nagelsmann auf den Plan ruft.

Nach der Blamage gegen die Türkei und dem erneuten Fiasko in Wien stellt sich Rudi Völler in gewohnter Manier vor die Mikrofone. Der Sportdirektor, der für seine klaren Worte bekannt ist, erklärt unmissverständlich: Die Schonfrist für die Nationalspieler ist vorbei. Der Weltmeister von 1990 nimmt die DFB-Stars in die Pflicht und vermisst in der Mannschaft „deutsche Tugenden“.

„Es geht vordergründig gar nicht um das nackte Ergebnis, aber die Art und Weise, das ist nicht schön, das können wir uns nicht gefallen lassen, und das muss auch besser werden“, betont Völler nach dem 0:2 gegen Österreich. Er spielt auf die mangelnde Cleverness und Leidenschaft an, die ihm im Team fehlen. Auch der ehemalige U21-Erfolgstrainer Stefan Kuntz äußert unlängst ähnliche Bedenken. Vielleicht liegt es an den Spielertypen, mutmaßt Völler, die sich nach den ersten Erfolgen unter Nagelsmann womöglich „ein bisschen gesonnt und ausgeruht“ haben. Doch für den Sportdirektor steht fest, bis März muss sich etwas ändern, wenn die Mannschaft bei der EM konkurrenzfähig sein will.

Bundestrainer Julian Nagelsmann, der nach der Partie sichtlich schwer optimistisch zu wirken versuchte, betont die Geschlossenheit des Teams abseits des Spielfelds. Dennoch kann er die Sorgen der Fans“ nachvollziehen und vermisst die „Drecksackmentalität“ in der Mannschaft. Trotz glänzender Leistungen bei ihren Vereinen scheinen die DFB-Stars im Nationaldress ihre Qualitäten nicht abrufen zu können.

Das Prestigeduell gegen Österreich offenbarte erneut defensive Schwächen, eine unkreative Offensive und fehlende Impulse aus dem Mittelfeld. Nagelsmann, der während der Partieauf der Bank ziemlich angesäuert wirkte, sieht zu viele „Einzelkämpfer“ in seinem Team.

Leroy Sane, der bei Bayern München in dieser Saison ohne Zweifel zu den besten Spielern zählt, wird zum Sinnbild der Frustration im DFB-Team. Sein Frustfoul in Wien, das zur ersten Roten Karte seiner Profikarriere führte, wird von Völler als Beispiel für die von Nagelsmann angesprochene fehlende „Drecksackmentalität“ angeführt.

„Es wird uns nur gelingen, eine gute EM zu spielen und die Menschen wieder auf unsere Seite zu ziehen, wenn wir das machen, was die Türken und die Österreicher gemacht haben. Die fünf Prozent, die wir in den Klubs weniger machen, hier mehr zu machen“, betont Völler erneut. Die Forderung ist klar. Jeder Einzelne muss eine Schippe drauflegen, um die fünf bis zehn Prozent an Leidenschaft, Energie und Dynamik ins Spiel zu bringen. Andernfalls wird es schwer, die aufgebrachte Fanbasis zu überzeugen und bei der Heim-EM eine überzeugende Leistung abzulieferen.

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