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Deutsche in der Serie A – Diese Spieler haben Italien geprägt

Diese deutschen Stars haben den italienischen Fußball geprägt.

Die italienische Serie A gilt seit Jahrzehnten als eine der prestigeträchtigsten Fußballligen Europas. Während Legenden aus Südamerika und Italien selbst die Schlagzeilen bestimmten, haben sich auch zahlreiche deutsche Fußballer in Italien einen Namen gemacht. Ihr Einfluss auf Taktik, Mentalität und Erfolg ihrer Klubs ist bis heute spürbar.

Bereits in den 1980er-Jahren wagten sich die ersten deutschen Nationalspieler in die Serie A. Sie galten als Garanten für Disziplin und Zuverlässigkeit – Tugenden, die in der defensivgeprägten italienischen Fußballkultur hoch geschätzt wurden. Im Laufe der Jahre entwickelte sich ein reger Austausch, und deutsche Profis prägten mit ihren Erfolgen und ihrer Präsenz das Bild der Liga. Das sind die erfolgreichsten DFB-Stars, die je in der Serie A aufgelaufen sind.

Lothar Matthäus

Nach seiner Zeit bei Bayern München zog es Matthäus 1988 zu Inter Mailand. Dort bildete er mit Landsmann Andreas Brehme das Herzstück einer legendären Mannschaft. Der Gewinn der italienischen Meisterschaft 1989 und des UEFA-Pokals 1991 festigte seinen Status als Weltklassespieler. In Italien wurde Matthäus als kompletter, intelligenter Mittelfeldstratege bewundert.

Andreas Brehme

Brehme kam ebenfalls 1988 von Bayern München zu Inter Mailand. Sein präzises Passspiel und seine Vielseitigkeit machten ihn zum Schlüsselspieler. Der Gewinn des Scudetto 1989 und des UEFA-Pokals 1991 unterstreichen seinen Erfolg. Brehme war bei den Fans wegen seiner Bodenständigkeit sehr beliebt.

Jürgen Klinsmann

Klinsmann wechselte 1989 vom VfB Stuttgart zu Inter Mailand. In Mailand avancierte er zu einem der bekanntesten deutschen Angreifer überhaupt. Mit Inter gewann er 1991 den UEFA-Pokal und wurde für seine Laufstärke und Kaltschnäuzigkeit im Abschluss geschätzt. Klinsmann genoss hohes Ansehen – nicht zuletzt wegen seines professionellen Auftretens abseits des Platzes. Später kehrte er noch einmal nach Italien zurück und schnürte seine Fußballschuhe für Sampdoria Genua.

Rudi Völler

Nach Stationen beim TSV 1860 München und Werder Bremen wurde Völler zu einer Kultfigur in der italienischen Hauptstadt. Er erzielte über 45 Tore für die AS Rom und gewann mit dem Klub 1991 den italienischen Pokal. Völler war für seine Treue und Leidenschaft bekannt und wurde von den Tifosi als „Tedesco mit Herz“ verehrt.

Thomas Häßler

Häßler spielte ab 1990 für Juventus Turin und später für AS Rom. Besonders in Rom überzeugte er mit Technik und Spielwitz. Obwohl große Titel ausblieben, schätzten die Fans seine Kreativität. Häßler galt als Sympathieträger und wurde für seine Spielfreude bewundert.

Oliver Bierhoff

Bierhoff wechselte 1995 zu Udinese Calcio und später zur AC Mailand. Mit Milan gewann er 1999 die Meisterschaft. Sein Kopfballspiel und die Fähigkeit, wichtige Tore zu erzielen, machten ihn in Italien zu einem gefürchteten Angreifer. Bierhoff genoss großen Respekt für seinen professionellen Umgang und seine Führungsqualitäten.

Hans-Peter Briegel

Briegel kam 1984 vom 1. FC Kaiserslautern zu Hellas Verona. Dort gewann er 1985 sensationell den Scudetto – bis heute der einzige Meistertitel des Klubs. Briegels physische Präsenz und Dynamik machten ihn zu einem der beliebtesten ausländischen Spieler in Verona.

Thomas Berthold

Berthold wechselte 1987 aus Frankfurt nach Verona und 1989 weiter zur AS Rom, mit der er 1991 zusammen mit Rudi Völler den italienischen Pokal gewann. In der Serie A festigte er seine Stellung in der Nationalmannschaft, mit der er 1990 in Italien Weltmeister wurde.

Sami Khedira

Khedira wechselte 2015 von Real Madrid zu Juventus Turin. In fünf Jahren gewann er fünf Meisterschaften und dreimal den Pokal. Besonders seine taktische Disziplin und Führungsstärke machten ihn zu einem wichtigen Baustein der Erfolgsjahre von Juve. Bei den Fans hatte er einen exzellenten Ruf als zuverlässiger Teamplayer.

Miroslav Klose

Miroslav Klose, Rekordtorschütze der deutschen Nationalmannschaft, spielte von 2011 bis 2016 für Lazio Rom. In dieser Zeit gewann er 2013 die Coppa Italia und erzielte zahlreiche wichtige Tore. Klose wurde von den Lazio-Fans für seine Fairness, Bescheidenheit und Zuverlässigkeit verehrt und ist noch heute als Botschafter des Vereins aktiv.

Einfluss deutscher Profis auf die Serie A

Die deutschen Spieler brachten neue Impulse in die Serie A: Sie standen für Disziplin, taktisches Verständnis und Teamgeist. Gerade in den 1980er- und 1990er-Jahren, als die Liga weltweite Strahlkraft besaß, waren Spieler wie Matthäus, Klinsmann und Brehme prägende Figuren. Mit Khedira erlebte die Serie A auch im neuen Jahrtausend einen deutschen Erfolgsgaranten. Wenngleich nicht jeder Titel gewann, so trugen alle genannten Spieler maßgeblich zum Ansehen deutscher Fußballkunst in Italien bei.

Deutsche Spieler haben in Italien nicht nur Titel gewonnen, sondern auch das Bild deutscher Profis im Ausland nachhaltig geprägt. Ihr Erfolg ist ein Beleg dafür, wie internationale Einflüsse den italienischen Fußball bereichern – und wie deutsche Tugenden auch fern der Heimat für Furore sorgen.

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