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Deutsche beim FC Barcelona: Von den Gründervätern bis ter Stegen

Von den Gründungsjahren bis zur Gegenwart haben deutsche Spieler und Funktionäre den FC Barcelona immer wieder geprägt. Wir geben einen Überblick über alle Deutschen, die das Trikot der Blaugrana trugen, und ihre sehr unterschiedlichen Rollen.

Obwohl in den vergangenen 50 Jahren nur wenige deutsche Spieler beim FC Barcelona aktiv waren, reichen die Verbindungen zwischen dem Verein und Deutschland bis zu dessen Ursprüngen zurück. Bereits bei dessen Gründung im Jahr 1899 spielten Deutsche eine zentrale Rolle. Sportlich, organisatorisch und später auch auf höchstem spielerischem Niveau.

Deutsche Wurzeln in der Gründungsphase

Am 29. November 1899 trafen sich Hans Gamper und elf Mitstreiter im Gimnàs Solé zur Gründung des FC Barcelona. Unter ihnen war der Deutsche Otto Maier. Er spielte bis 1902 für den Klub und war von 1900 bis 1904 auch Trainer. Ebenfalls deutscher Herkunft war Eduard Schilling, der als Stürmer im allerersten Spiel der Vereinsgeschichte auflief.

In den frühen Jahrzehnten prägten weitere Deutsche den Klub. So spielte Udo Steinberg von 1901 bis 1910 für die erste Mannschaft und erzielte laut Klubstatistik 57 Tore in 75 Spielen. Emil Walter kam zwischen 1924 und 1930 auf 248 Einsätze, gewann die spanische Meisterschaft und dreimal den Pokal. Auch auf Funktionärsebene waren Deutsche präsent: Pau Haas (1902–1903) und Otto Gmelin (1909–1910) standen dem Klub als Präsidenten vor.

Der erste deutsche Trainer

1975 wurde mit Hennes Weisweiler erstmals ein deutscher Trainer verpflichtet. Der frühere UEFA-Cup-Sieger mit Borussia Mönchengladbach sollte neue Impulse setzen, blieb jedoch nur eine Saison. Sportlich erfüllten sich die Erwartungen nicht, dennoch markierte seine Amtszeit die Wiederbelebung der deutsch-katalanischen Verbindung im modernen Fußball.

Bernd Schuster: Der prägende Star

Den größten sportlichen Einfluss eines deutschen Spielers hatte Bernd Schuster. Der aus Augsburg stammende Mittelfeldspieler wechselte 1980 vom 1. FC Köln nach Barcelona und blieb acht Jahre. In dieser Zeit gewann er einmal die spanische Meisterschaft, dreimal den Pokal und 1982 unter Trainer Udo Lattek den Europapokal der Pokalsieger.

Schuster war Spielgestalter, Führungsspieler und Publikumsliebling, bis sein Wechsel im Jahr 1988 zum Erzrivalen Real Madrid für einen tiefen Bruch sorgte. Dennoch bleibt er einer der prägendsten deutschen Profis in der Geschichte des FC Barcelona.

Robert Enke

2002 kam Torwart Robert Enke nach Barcelona, konnte sich jedoch nicht durchsetzen. Unter Louis van Gaal kam er in einer Saison lediglich auf vier Pflichtspiele. Enkes Zeit bei Barça war kurz, aber Teil seiner bewegten Laufbahn.

Die moderne Ära: ter Stegen und Gündogan

2014 begann mit Marc-André ter Stegen eine neue deutsche Erfolgsgeschichte. Nach einer anfänglichen Rollenverteilung mit Claudio Bravo war er ab 2016 die unumstrittene Nummer eins. In neun Jahren gewann der Torwart fünf Meisterschaften, fünf Pokale und bereits im ersten Jahr die UEFA Champions League. Ter Stegen ist damit der erfolgreichste deutsche Spieler in der Klubgeschichte Barcelonas.

2023 kam mit Ilkay Gündogan ein weiterer deutscher Nationalspieler hinzu. Unter dem neuen Trainer Hansi Flick, der beide aus der Nationalmannschaft kennt, setzt Barça erneut auf deutsche Erfahrung und Führungsqualität.

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