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Der Transfersommer der Premier League

Ein neuer Rekordsommer: Mit über 2,6 Milliarden Pfund haben die Klubs der Premier League so viel Geld wie nie zuvor in ein Transferfenster investiert. Doch welche Teams haben clever investiert und wo klaffen Lücken?

Rekordausgaben mit Fokus auf die Offensive

Die Premier League hat im Sommer 2024 ein historisches Ausgabenhoch erreicht. Über 2,6 Milliarden Pfund flossen in neue Spieler, davon fast die Hälfte in Angreifer. Rund 1,4 Milliarden Pfund gaben die Vereine für Stürmer und Flügelspieler aus, während Defensivverstärkungen mit 547 Millionen Pfund deutlich weniger ins Gewicht fielen.

Das zeigt: Der Marktwert von Torjägern bleibt ungebrochen hoch. Namen wie Florian Wirtz, Benjamin Sesko, Hugo Ekitike oder Viktor Gyökeres verdeutlichen, dass viele Topklubs zusätzliche Durchschlagskraft suchten. Die Aufmerksamkeit lag auf spektakulären Angriffen, deren Erfolg allerdings noch ungewiss ist.

Manchester United und Arsenal setzen auf Tore

Manchester United führt die Rangliste der Ausgaben an. Mit Bryan Mbeumo, Matheus Cunha und Sesko investierten die „Red Devils” mehr als 200 Millionen Pfund in neues Offensivpersonal. Zwar wurde Marcus Rashford an den FC Barcelona verliehen, doch Verkäufe zur Kostendeckung blieben bislang aus.

Arsenal folgt knapp dahinter. Eberechi Eze wechselte von Crystal Palace, dazu kamen Noni Madueke und Gyökeres, zusammen 180,5 Millionen Pfund schwer. Mikel Arteta stellt seinem Sturm damit gleich mehrere neue Waffen zur Seite.

Chelsea wiederum bleibt seiner aggressiven Transferstrategie treu. Verkäufe wie die von Noni Madueke oder João Félix drückten das Netto-Minus jedoch auf nur 55 Millionen Pfund. Für Crystal Palace bedeutet Ezes Abgang dagegen einen herben Qualitätsverlust im Angriff.

Licht und Schatten im Mittelfeld

Nicht nur im Sturm, sondern auch im Zentrum wurde investiert. Arsenal legte mit Martin Zubimendi und Christian Nörgaard noch einmal nach und verzeichnete ein Plus von 66 Millionen Pfund bei den Nettosummen für Mittelfeldakteure. Everton und Aufsteiger Sunderland nutzten die Gelegenheit, um ihre Zentrale zu verstärken.

Weniger rosig sieht es in Birmingham aus. Aston Villa verkaufte Jacob Ramsey an Newcastle, ohne einen Ersatz zu verpflichten. Dadurch wirkt das Mittelfeld dünner als in der Vorsaison, eine Hypothek für Unai Emery.

Defensive Sorgenkinder und Gewinner

Besonders auffällig ist Bournemouth: Gleich drei Stammverteidiger verließen den Klub für 144,5 Millionen Pfund. Zwar wurden mit Bafodé Diakité und Adrien Truffert Nachfolger präsentiert, doch die Defensive wirkt noch immer lückenhaft. Trainer Andoni Iraola wird wohl weitere Verstärkungen fordern.

West Ham United investierte hingegen kräftig und holte Jean-Clair Todibo sowie El Hadji Malick Diouf. Auch Liverpool verstärkte sich mit Kerkez, Jeremie Frimpong und Giovanni Leoni, allerdings unter dem Strich mit einem Minus, da Trent Alexander-Arnold und Jarell Quansah den Verein verließen.

Torhüter im Fokus bei Manchester City

Ein Sonderfall spielte sich zwischen den Pfosten ab. Manchester City gab 31 Millionen Pfund aus, um James Trafford zurückzuholen. Gleichzeitig gibt es Spekulationen um Ederson und mögliche Verbindungen zu Gianluigi Donnarumma. Burnley profitierte kurzfristig von Traffords Abgang, blieb im Torhüterbereich aber eher geschwächt zurück.

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