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Der DFB-Pokal und seine Geschichte

An diesem Wochenende wird der neue Sieger im DFB-Pokal zwischen RB Leipzig und Eintracht Frankfurt ermittelt. Der Wettbewerb kann auf eine lange und ruhmreiche Geschichte zurückblicken. Angefangen hat alles 1935.

In Deutschland ist der DFB-Pokal nach der Meisterschaft in der Bundesliga der zweitwichtigste Titel, den eine Vereinsmannschaft gewinnen kann. In dieser Saison wird der Wettbewerb schon zum 80. Mal ausgetragen. Der Sieger qualifiziert sich für den DFL Supercup und sichert sich einen Platz in der Europa League für die kommende Saison. 64 Mannschaften kämpfen Jahr für Jahr um den 52 Zentimeter hohen und 5,7 Kilogramm schweren Pokal. In den Anfangsjahren hieß der Wettbewerb noch Tschammerpokal. Von 1943 bis 1952 wurde kein Pokalsieger ausgespielt. Als der Wettbewerb erneut eingeführt war, erhielt er seinen heutigen Namen.

Die Geschichte

Im Jahr 1935 wurde erstmals die Deutsche Vereinspokalmeisterschaft ausgetragen, die im Juni 1936 als Tschammerpokal jährlich abgehalten wurde. Dabei nahm man sich den englischen Pokal als Vorbild, den ältesten Fußball-Wettbewerb der Welt. Bei der ersten Teilnahme war die unglaubliche Anzahl von mehr als 4.000 Vereinen dabei. Nach Vor-, Zwischen- und Hauptrundenspielen blieben 64 Mannschaften für die Schlussrunde übrig. Dabei sei gesagt, dass die Spitzenklubs der damaligen Gauliegen größtenteils erst in der Hauptrunde in den Wettbewerb einstiegen. Das erste Endspiel fand vor 60.000 Zuschauern in Düsseldorf zwischen Vorjahresmeister Schalke 04 und dem damaligen Rekordmeister 1. FC Nürnberg statt. Die Franken holten sich durch ein 2:0 den Gesamtsieg. Einen Favoritenschreck gab es bereits damals mit Berolina Berlin, das als Bezirksligist die Gauligaklubs Victoria Hamburg und Vorwärts-Rasensport Gleiwitz ausschalten konnte. 

Schalke schaffte es in den folgenden beiden Jahren erneut ins Endspiel und krönte sich im dritten Anlauf erstmals zum Champion. Im Jahr 1938 wurden die österreichischen Klubs ins deutsche Fußballsystem eingegliedert, wodurch sich auch Rapid Wien in diesem Jahr in die Siegerliste eintragen konnte. Erster Klub, der den Pokal zweimal gewinnen konnte, war der 1. FC Nürnberg im Jahr 1939. Die erste erfolgreiche Titelverteidigung schaffte der Dresdner SC in den Jahren 1940 und 1941. Die letzten beiden Austragungen des Tschammerpokals gingen an den TSV 1860 München und den First Vienna FC. Es waren die letzten Pokalspiele in Deutschland bis 1952.

Neuanfang als DFB-Pokal

Anschließend wurde der Wettbewerb unter dem Namen DFB-Vereinspokal neu eingeführt. Die Trophäe blieb bis zum Jahr 1964 gleich. Erst dann wurde auf den jetzigen Pokal umgestellt. Erster Sieger der Nachkriegszeit wurde Rot-Weiss Essen, gefolgt von Stuttgart und zweimal dem Karlsruher SC. Bis zur Einführung der Bundesliga im Jahr 1963 gab es neun verschiedene Pokalsieger. Nürnberg war mit drei Titeln zu diesem Zeitpunkt der erfolgreichste Verein. Die Bayern, mittlerweile mit 20 Titeln unangefochtener Rekordsieger, gewannen den Pokal erstmals 1957. Große Bedeutung hatte außerdem die Partie zwischen dem FC St. Pauli und Hamborn 07 am 26. Dezember 1952. Es war das erste Fußballspiel, das live im deutschen Fernsehen ausgetragen wurde. Hamborn gewann die Partie mit 4:3.

Der DFB-Pokal und die Bundesliga

Eine grundlegende Änderung brachte die Einführung der Bundesliga im Jahr 1963 mit sich. Zu diesem Zeitpunkt wurde der Pokal parallel während der Saison ausgetragen, wobei das Finale wie heute den Saisonabschluss darstellt. Von nun an waren alle Bundesligisten automatisch für den Pokal qualifiziert. Erster Titelträger war der TSV 1860 München. Der FC Bayern stieg erst 1965 in die Bundesliga auf und holte sich gleich in seinem ersten Jahr im Oberhaus den Pokal. Dabei besiegten sie unter anderem Titelverteidiger Borussia Dortmund, das sich gerade erst zum ersten deutschen Europapokalsieger überhaupt gemacht hat. Im Jahr 1969 holten die Bayern ihren Titel Nummer vier. Seitdem sind sie Rekordmeister des Wettbewerbs. Mit Einführung der zweigleisigen 2. Bundesliga 1974/75 wurde die Teilnehmerzahl bis 1982/83 auf 128 Mannschaften erhöht. 

Wissenswertes zum Pokal

Den ersten Titel als Zweitligist holten sich die Offenbacher Kickers 1970 den Pokalsieg durch ein 2:1 im Finale über den 1. FC Köln. Das erste Finale, das im Elfmeterschießen entschieden wurde, war im Jahr 1984 zwischen Bayern München und Borussia Mönchengladbach. Legendär war der verschossene Elfmeter von Lothar Matthäus, dessen Wechsel von den Fohlen zu den Bayern schon vorher feststand und die Münchner dadurch den Titel gewannen. Ein Jahr zuvor kam es ebenfalls zu einer Premiere. Mit dem 1. FC Köln und Fortuna Köln standen sich erstmals zwei Vereine aus einer Stadt gegenüber. Der Effzeh gewann mit 1:0. Seit 1985 wird das Endspiel traditionell im Olympiastadion von Berlin ausgetragen. Erster Sieger in der Hauptstadt wurde Bayer Uerdingen. Seit der Saison 1991/92 spielen auch die Mannschaften aus der ehemaligen DDR im DFB-Pokal mit.

Mit 24 Finalteilnahmen und 20 Titeln sind die Bayern das mit Abstand erfolgreichste Team des Wettbewerbs. Werder Bremen hält mit sechs Titeln und zehn Finalteilnahmen den zweiten Platz. Rang drei teilen sich mit Schalke, Dortmund und Frankfurt (je 5 Titel) drei Vereine. Insgesamt haben 26 Klubs den Pokal mindestens einmal gewinnen können. Fünf Vereine schafften das Double aus Meisterschaft und Pokalsieg. Der erste davon war der FC Schalke im Jahr 1937. Die Münchner holten 13 Mal das nationale Double und schafften als einziger Klub dreimal die Double-Titelverteidigung. Auch Köln (1978), Werder Bremen (2004) und Borussia Dortmund (2012) holten je einmal beide Titel. Fortuna Düsseldorf schaffte es erst nach fünf verlorenen Endspielen im sechsten Anlauf. Die meisten Niederlagen im Finale gehen mit sieben auf das Konto des FC Schalke 04. Der MSV Duisburg ist mit vier Finalpleiten der Klub mit den meistern Endspielniederlagen, ohne je die Trophäe gewonnen zu haben. 

Die Rekorde

Den höchsten Pokalsieg aller Zeiten fuhren die Stuttgarter Kickers im Jahr 1941 durch ein 17:0 gegen den VfB 05 Knielingen ein. Die längste Siegesserie hält Fortuna Düsseldorf, das zwischen 1978 und 1981 18 Spiele in Folge gewinnen konnte. Der SV Werder hält mit 37 Siegen den Rekord für die meisten Heimsiege in Folge. Die Bayern kommen auswärts auf 36 Siege in Folge, ohne Endspiele auf neutralem Platz und Niederlagen im Elfmeterschießen. 

Rekordspieler des Pokals ist Mirko Votava, der für Dortmund und Bremen 79 Spiele bestritt. Gerd Müller hält mit 78 Treffern in 62 Spielen für die Bayern den Torrekord. Bastian Schweinsteiger ist mit sieben Titeln alleiniger Rekordpokalsieger. Kurt Sommerlatt hat es dagegen als einziger Profi geschafft, in drei Jahren in Folge den Pokal zu gewinnen. Zweimal mit dem KSC (1955, 1956), einmal mit den Bayern (1957). Klaus Allofs, Thomas Kroth, Thorsten Legat und Ivan Perisic sind außerdem die einzigen Spieler, die den Pokal mit drei verschiedenen Klubs gewinnen konnten.

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