Überspringen zum Inhalt
Darts
  1. DARTS

Das World Matchplay und seine Geschichte

Das World Matchplay zählt zu den bedeutendsten Turnieren im PDC-Kalender. Im Jahr 2024 feierte es sein 30-jähriges Jubiläum.

Das World Matchplay zählt nach der Weltmeisterschaft als zweitwichtigstes Turnier im professionellen Dartssport der PDC-Tour. Jährlich pilgern die besten Spieler der Welt in die Winter Gardens nach Blackpool, um vor einer einzigartigen Kulisse um eine der begehrtesten Trophäen der Szene zu kämpfen. Seine Premiere feierte das Turnier schon im Jahr 1994. Seitdem hat sich einiges verändert.

Ursprünge und Entstehung

Das World Matchplay wurde erstmals 1994 ausgetragen. Es entstand in einer Zeit des Wandels im Dartsport, als sich die Professional Darts Corporation (PDC) – damals noch als World Darts Council (WDC) bekannt – von der BDO (British Darts Organisation) abspaltete, um professionellere Strukturen und bessere Vermarktungschancen für den Sport zu schaffen. Das World Matchplay markierte von Beginn an einen Höhepunkt im neuen Darts-Kalender und war neben der Weltmeisterschaft das zweite große Turnier der PDC. Heute ist es Teil der legendären Triple Crown, welche Siege der wichtigsten Turniere des Jahres, der WM, der Premier League und dem World Matchplay, umfasst.

Austragungsort: Das legendäre Winter Gardens in Blackpool

Seit der ersten Ausgabe findet das World Matchplay in den ehrwürdigen Hallen des Winter Gardens im englischen Küstenort Blackpool statt. Die traditionsreiche Veranstaltungsstätte, die für ihre stimmungsvolle Atmosphäre berühmt ist, ist untrennbar mit dem Turnier verbunden. Die Kombination aus urigem Theatersaal, enthusiastischem Publikum und der sommerlichen Stimmung im Badeort machen das Event sowohl für die Teilnehmer als auch für Zuschauer zu einem besonderen Erlebnis.

Turniermodus und Besonderheiten

Das Turnier findet in der Regel im Juli statt und besteht aus den Top-16 der PDC-Weltrangliste sowie den besten 16 Spielern der PDC Pro Tour. Im Gegensatz zu vielen anderen Major-Turnieren der PDC, die im Set-Modus gespielt werden, wird das World Matchplay seit jeher im Leg-Modus ausgetragen. Dies bedeutet, dass die Spieler eine festgelegte Anzahl von Legs gewinnen müssen, um eine Runde für sich zu entscheiden. Ein weiteres charakteristisches Merkmal ist, dass ein Match zwingend mit mindestens zwei Legs Vorsprung gewonnen werden muss. Sollte dieser Vorsprung nach einer bestimmten Anzahl von Legs nicht erreicht sein, wird das Spiel um maximal sechs zusätzliche Legs verlängert, bevor es im Sudden-Death-Leg entschieden wird. Diese Regel sorgt immer wieder für dramatische und emotionale Highlights. In der ersten Runde müssen zehn Legs gewonnen werden, im Finale sind es bereits deren 18.

Preisgeld und wirtschaftliche Bedeutung

Das Preisgeld des World Matchplay ist über die Jahre kontinuierlich gestiegen. Während bei der Premiere 1994 noch ein Gesamtpreisgeld von 64.000 Pfund ausgeschüttet wurde, lag der Preispool 2024 bereits bei 800.000 Pfund. Der Sieger erhält davon in der Regel 200.000 Pfund. Damit zählt das World Matchplay zu den höchstdotierten Turnieren der Tour, was zusätzlich zur sportlichen Prestige auch große finanzielle Anreize bietet.

Frühere Gewinner und Rekordsieger

Im Laufe seiner Geschichte hat das World Matchplay viele legendäre Champions hervorgebracht. Der unangefochtene Rekordsieger ist Phil „The Power“ Taylor. Der englische Darts-Maestro dominierte das Turnier über zwei Jahrzehnte und gewann zwischen 1995 und 2017 unglaubliche 16 Titel – eine Zahl, die bis heute unerreicht ist und den Status von Taylor als einer der größten Darts-Spieler aller Zeiten unterstreicht. Besonders beeindruckend ist, dass Taylor zwischen 2008 und 2017 seine letzten sieben Teilnahmen in Folge für sich entschied. Der amtierende Champion ist Luke Humphries, der sich 2024 im Finale mit 18:15 gegen Michael van Gerwen durchsetzen konnte. MvG konnte das Turnier dreimal für sich entscheiden und ist damit der erfolgreichste unter den aktiven Spielern.

Rekorde, Meilensteine und besondere Momente

Zu den legendären Momenten des World Matchplay zählen zahlreiche High-Finishes, nervenaufreibende Sudden-Death-Legs sowie sensationelle Comebacks. Der höchste jemals erzielte Average in einem Finale gelang Phil Taylor 2014, als er Adrian Lewis mit einem phänomenalen Schnitt von 111,23 Punkten bezwang. Im Jahr 2010 stelle The Power auch den höchsten Average überhaupt auf, als er in der ersten Runde mit 10:6 gegen den Waliser Barrie Bates gewann und dabei im Schnitt 114,99 Punkte erzielte. Taylor hält damit gleich die vier besten Durchschnitte in der Turniergeschichte. Die 16 Titel des Engländers werden wohl für immer ein unerreichbarer Rekord bleiben. Ebenso, wie seine sieben Triumphe in Serie zwischen 2008 und 2014.

Taylor war es auch, dem der erste Neundarter in der Turniergeschichte gelang. Im Viertelfinale 2002 checkte er gegen Chris Mason mit 3xT20, 3xT20, T20, T19 und D12 aus. The Power ist zudem der einzige Spieler, dem zwei Neundarter bei diesem Turnier gelangen. Einen weiteren holte er sich 2014 im Viertelfinale gegen Michael Smith. Weitere Spieler mit dem perfekten Finish beim World Matchplay sind Raymond van Barneveld (2010), John Part (12011), Michael van Gerwen (2012), Wes Newton (2012), Gary Anderson (2018), Gerwyn Price (2022) und Dimitri van den Bergh (2024).

Weiterführende Artikel

bet365 verwendet Cookies

Wir verwenden Cookies, um einen besseren und individuelleren Service bereitstellen zu können. Nähere Informationen finden Sie in den Richtlinien zu Cookies

Neu bei bet365? Erhalten Sie bis zu €100 in Wett-Credits Jetzt anmelden

Wett-Credits nach Abrechnung von Wetten im Wert der qualifizierenden Einzahlung zur Nutzung verfügbar. Gewinne schließen den Einsatz von Wett-Credits aus. Es gelten die AGB, Zeitlimits und Ausnahmen.