Der Super-Samstag der HBL ist an Spannung nicht zu überbieten. Erst trifft der Meister aus Berlin auf den Tabellendritten aus Kiel. Im Anschluss stehen sich Spitzenreiter Flensburg und Champions-League-Sieger Magdeburg gegenüber.
In der Handball-Bundesliga steigen am Samstag gleich zwei Spitzenspiele. Erst empfängt der Tabellenvierte aus Berlin den Tabellendritten aus Kiel. Anschließend stehen sich Tabellenführer Flensburg und der erste Verfolger aus Magdeburg gegenüber. Die Tabellenkonstellation ist klar. Flensburg kann den ersten Platz nur mit einem Sieg verteidigen, da Magdeburg zwar einen Zähler weniger, aber auch noch ein Nachholspiel in der Hinterhand hat. Kiel rangiert zwei Punkte hinter der Spitze und zwei Zähler vor dem Titelverteidiger aus Berlin. Den Druck haben daher in erster Linie die Füchse, die Rang eins bei einem weiteren Patzer bereits aus den Augen verlieren könnten. Schließlich geht es auch um einen Qualifikationsplatz zur Champions League. Nur die besten beiden Teams werden im kommenden Jahr in der Königsklasse vertreten sein.
Die Partie zwischen den Füchsen Berlin und dem THW Kiel findet am Samstag, den 15. November 2025 um 18:00 Uhr statt. Gezeigt wird das Spiel beim Streaminganbieter „Dyn“ und im Free-TV in der „ARD“.
Ausgetragen wird die Begegnung des 12. Spieltags der Bundesliga im Fuchsbau von Berlin. Genauer gesagt in der Max-Schmeling-Halle, der Heimspielstätte des amtierenden Meisters. Die Mehrzweckhalle befindet sich im Ortsteil Prenzlauer Berg. Mit 11.900 Plätzen ist sie die drittgrößte Veranstaltungshalle der Bundeshauptstadt. Errichtet wurde sie als Boxsporthalle im Rahmen der Bewerbung Berlins für die Olympischen Sommerspiele 2020. Neben den Füchsen Berlin dient sie auch als Heimspielstätte der Berlin Recycling Volleys. Bei Sportveranstaltungen bietet sie Platz für 8.553 Besucher.
Die Füchse haben während der Woche ihre makellose Bilanz in der Champions League mit dem 38:37-Erfolg bei Sporting Lissabon auf sieben Siege ausgebaut. Zuletzt kam man auch im Pokal durch ein klares 38:22 gegen Eisenach eine Runde weiter. Einzig in der HBL hat der Titelverteidiger schon den einen oder anderen Punkt liegengelassen. Drei der bisherigen elf Spiele wurden verloren. Darunter sogar zwei in der eigenen Halle gegen Magdeburg und zuletzt gegen Hamburg. Kiel hat auswärts zuletzt ebenfalls nicht überzeugt. Nach drei Siegen zum Auftakt unterlag man mit 34:36 in Flensburg und kam anschließend nicht über ein 25:25 in Gummersbach hinaus. Auch die letzten vier Gastspiele in Berlin konnte Kiel nicht gewinnen. Hinzu kommt die schmerzliche Niederlage zu Saisonbeginn im Supercup, als man im Siebenmeterwerfen gegen die Füchse den Kürzeren zog. Umso motivierter sollte der Rekordmeister am Samstag sein, den Vorsprung auf den Titelverteidiger weiter auszubauen.
Anschließend an die Partie der Füchse gegen Kiel steigt die Partie zwischen Flensburg und Magdeburg. Anwurf ist um 20:00 Uhr und die Übertragung findet ebenfalls bei „Dyn“ statt.
Das Spitzenspiel zwischen dem Ersten und den Zweiten wird in der GP JOULE Arena in Flensburg ausgetragen. Die 2001 eröffnete Halle befindet sich auf dem Hochschulcampus der Universität Flensburg und der Hochschule Flensburg. Sie bietet Platz für 6.300 Zuschauer. Neben Handballspielen wird die Arena auch für Konzerte genutzt.
Die Flensburger sind in dieser Saison einfach nicht aufzuhalten. In elf Spielen gab es noch nicht eine Niederlage, dafür aber neun Siege und lediglich zwei Unentschieden. Eine davon in der eigenen Halle beim 29:29 gegen den TVB Stuttgart. Es folgten Siege über Hannover, Göppingen, Kiel, Erlangen, Hamburg und in der European League über den französischen Vertreter St. Raphael. In insgesamt 16 Pflichtspielen gab es 14 Siege und nur zwei Remis, wobei man die letzten 14 Spiele allesamt gewinnen konnte. Es wäre demnach ein guter Zeitpunkt, die Negativserie gegen Magdeburg endlich zu beenden und Platz eins zu festigen. In den vergangenen fünf Duellen siegten jeweils die Sachsen-Anhalter.
Magdeburg hat noch ein Spiel weniger absolviert und lediglich einen Punkt Rückstand. Heißt also, bei einem Sieg könnte der SCM bald auf drei Zähler davonziehen. Über die Serie der Flensburger kann man in Magdeburg ebenfalls nur schmunzeln. Der SCM hat von den letzten 43 Pflichtspielen nur eines verloren und 40 gewonnen. Das 27:22 während der Woche gegen Zagreb war in der Champions League der siebte Sieg im siebten Spiel. In der HBL hat es lediglich der HC Erlangen am 20. September geschafft, daheim beim 31:31 einen Punkt gegen Magdeburg zu entführen. Der amtierende Champions-League-Sieger hat den Sprung auf Platz eins fest eingeplant.
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