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Bundesliga - Borussia Dortmund
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Das Champions League-Wunderkind, das heute den BVB steuert

Ein Dortmunder Junge, der mit 20 Jahren Juventus im Champions League-Finale schockt, seine gesamte Karriere beim BVB bleibt und heute als Geschäftsführer Sport den Klub lenkt.

Kindheit in Dortmund und Aufstieg beim BVB

Ricken wurde 1976 in Dortmund geboren, wuchs im Norden der Stadt auf und spielte zunächst für TuS Eving-Lindenhorst und Eintracht Dortmund. Mit 14 entdeckte ihn Borussia Dortmund, er ging durch alle Jugendteams und debütierte 1993 als 17-Jähriger in der Bundesliga, aus dem Fan auf der Südtribüne wird plötzlich der Spieler auf dem Rasen.

Vereine, Titel und das legendäre Finale 1997

Seine gesamte Profikarriere verbrachte Ricken bei Borussia Dortmund: Zwischen 1993 und 2007 bestritt er 301 Bundesligaspiele, erzielte 49 Tore und blieb dem Klub trotz Verletzungen und Rückschlägen treu. Er gewann drei Deutsche Meisterschaften (1995, 1996, 2002), die Champions League 1997 sowie den Weltpokal. Sein Lupfer 16 Sekunden nach Einwechslung im Finale gegen Juventus Turin zum 3:1 machte ihn über Nacht zur Legende.

Nationalmannschaft und Vize-Weltmeister

Für die deutsche Nationalmannschaft lief Ricken 16-mal auf und traf einmal beim 7:1 gegen Israel 2002. Er gehört zum Kader der WM 2002 in Japan und Südkorea, kommt dort zwar nur zu Kurzeinsätzen, ist aber Teil der Mannschaft, die überraschend Vizeweltmeister wurde.

Das Ende der Karriere

Wiederkehrende Verletzungen und Formschwankungen verhindern, dass Ricken dauerhaft an seine früheren Glanzzeiten anknüpfen kann. 2007 wurde er in die zweite Mannschaft versetzt, spielte dort noch als Kapitän in der Regionalliga, bevor er im Februar 2009 mit 32 Jahren offiziell seine aktive Karriere beendete und den Fokus komplett auf seine Aufgaben im Verein legte.

Was Lars Ricken heute macht

Direkt nach dem Karriereende steigt Ricken beim BVB als Mitarbeiter in der Geschäftsstelle ein, wird Jugendkoordinator und später Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, wo er an der Ausbildung einer neuen Dortmunder Generation mitarbeitet. Seit dem 1. Mai 2024 ist er Geschäftsführer Sport von Borussia Dortmund und sitzt damit offiziell in der Chefetage, der frühere Finalheld gestaltet nun Transfers, strategische Entscheidungen und die sportliche Ausrichtung des Klubs, für den er einst diesen unvergesslichen Lupfer erzielte.

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