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Cristiano Ronaldo
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CR7 reist plötzlich ab: endet seine Portugal-Karriere jetzt?

Cristiano Ronaldo verlässt Portugals Team nach dem Streit mit Jorge Jesus. Was hinter dem CR7-Eklat steckt und ob jetzt das Karriereende droht.

Der Ronaldo-Eklat im Überblick:

Zeitpunkt:

Ereignis:


27. September 2026

Gegen Norwegen bleibt CR7 trotz Aufwärmprogramm 90 Minuten auf der Bank

Nach dem Norwegen-Spiel

Ronaldo geht direkt in die Kabine und verpasst das gemeinsame Bedanken bei den Fans

28. bis 30. September

Ronaldo trainiert 2 Tage nicht mit der Mannschaft

29. September

Verbandspräsident Pedro Proença reist vorzeitig zur Mannschaft

30. September, Nachmittag

Jorge Jesus erklärt auf der Pressekonferenz, es gebe keinen Konflikt

30. September, kurz danach

Ronaldo nimmt erneut nicht am Mannschaftstraining teil und verlässt das Stadion

30. September, Abend

CR7 bestätigt offiziell seine Abreise aus dem Nationalmannschaftslager

30. September, spätabends

Ronaldos Privatjet startet von Kopenhagen in Richtung Madrid

Seitdem

Spekulationen über Ronaldos endgültigen Rücktritt aus der Nationalmannschaft

Cristiano Ronaldo hat das Trainingslager der portugiesischen Nationalmannschaft überraschend verlassen. Weniger als 24 Stunden vor dem Nations-League-Spiel in Dänemark reiste der 41-Jährige mit einem Privatflugzeug aus Kopenhagen ab.

Was zunächst wie eine Diskussion über Ronaldos Einsatzzeiten aussah, hat sich innerhalb weniger Tage zu einer schweren Krise zwischen der größten portugiesischen Fußballlegende, Nationaltrainer Jorge Jesus und dem Verband entwickelt.

Ronaldo kündigte an, zu einem späteren Zeitpunkt die „Wahrheit“ über die Gründe seiner Abreise mitzuteilen. Portugiesische Medien berichten bereits, dass seine Entscheidung endgültig und nicht mehr umkehrbar sein soll. Von Ronaldo selbst oder dem portugiesischen Verband wurde ein Rücktritt bislang jedoch nicht offiziell bestätigt. 

So begann der Eklat: Ronaldo bleibt gegen Norwegen auf der Bank

Beim Auftakt gegen Wales stand Ronaldo noch in der Startaufstellung. Portugal gewann die Begegnung mit 1:0, der Kapitän wurde in der 67. Minute ausgewechselt.

Drei Tage später folgte die überraschende Entscheidung von Jorge Jesus. Ronaldo saß gegen Norwegen zunächst auf der Bank und wurde in der zweiten Halbzeit zum Aufwärmen geschickt. Obwohl er sich ungefähr 20 bis 30 Minuten vorbereitete, wechselte Jesus ihn nicht ein.

Es war das erste Mal seit 2008, dass Ronaldo in einem Pflichtspiel Portugals als einsatzbereiter Ersatzspieler über die komplette Spielzeit auf der Bank blieb. Nach dem 2:1-Sieg ging der sichtlich enttäuschte Stürmer direkt in die Kabine. 

Warum wechselte Jorge Jesus Ronaldo nicht ein?

Nach dem Spiel erklärte Jorge Jesus, dass er Ronaldo ursprünglich für die letzte halbe Stunde eingeplant habe. Weil Gonçalo Ramos gut gespielt, ein Tor erzielt, wollte der Nationaltrainer seinen Mittelstürmer anschließend nicht mehr auswechseln.

Nach Angaben von Jesus habe der Verlauf der Begegnung den Ronaldo-Wechsel nicht mehr verlangt. Der Trainer räumte später allerdings ein, dass es ein Fehler gewesen sei, CR7 so lange aufwärmen zu lassen, obwohl er ihn letztlich nicht einsetzte.

Jesus erklärte dazu sinngemäß, dass kein Spieler glücklich sei, wenn er sich 20 oder 30 Minuten aufwärmen müsse und anschließend nicht eingewechselt werde, erst recht kein Spieler mit dem Status von Ronaldo.

Warum trainierte Ronaldo anschließend nicht mit Portugal?

Nach dem Spiel in Norwegen nahm Ronaldo mehrfach nicht am Mannschaftstraining teil. Der Verband erklärte zunächst, der Angreifer habe ein individuelles Programm im Fitnessraum absolviert, weil im Stadion nicht alle benötigten Trainingsgeräte vorhanden gewesen seien.

Am Mittwoch spitzte sich die Situation weiter zu. Jorge Jesus hatte auf der Pressekonferenz ausdrücklich angekündigt, dass Ronaldo wieder mit seinen Mitspielern trainieren werde. Wenige Minuten später verließ der Kapitän das Parken-Stadion jedoch in einem Fahrzeug des Verbandes, ohne am Mannschaftstraining teilgenommen zu haben.

Das sagte Jorge Jesus auf der Pressekonferenz

Der Nationaltrainer versuchte zunächst, die öffentliche Diskussion zu beruhigen. Einen grundsätzlichen Konflikt mit Ronaldo bestritt er:

„Es gab kein Problem.“

Gleichzeitig betonte Jesus seine Entscheidungsgewalt:

„Ich bin derjenige, der die Entscheidungen trifft.“

Nach Darstellung des Trainers war bereits vor der Länderspielpause besprochen worden, dass Ronaldo weder gegen Norwegen noch gegen Dänemark beginnen beziehungsweise eingesetzt werden sollte. Der Plan sei aufgrund der körperlichen Belastungssteuerung des inzwischen 41 Jahre alten Angreifers entstanden.

Jesus sagte außerdem, Ronaldo habe sich nicht grundsätzlich gegen seine neue Rolle gewehrt. CR7 habe ihm signalisiert, dass er spielen, auf der Bank sitzen oder sogar auf der Tribüne Platz nehmen werde, wenn der Trainer dies verlange. 

Die Worte konnten die Situation allerdings nicht beruhigen. Vor allem Jesus’ Aussage, dass kein Spieler seine sportlichen Entscheidungen beeinflussen werde, soll bei Ronaldo schlecht angekommen sein.

Verbandspräsident Pedro Proença schaltet sich persönlich ein

Wegen der zunehmenden Spannungen änderte FPF-Präsident Pedro Proença kurzfristig seine Reiseplanung. Anstatt ein Spiel der portugiesischen U21-Nationalmannschaft zu besuchen, reiste er vorzeitig nach Kopenhagen, um mit Ronaldo und Jorge Jesus zu sprechen.

Am Mittwochnachmittag fand ein gemeinsames Gespräch zwischen dem Spieler, dem Trainer und dem Verbandspräsidenten statt. Die Beteiligten wollten die Meinungsverschiedenheiten ausräumen und eine gemeinsame Lösung finden. Das Treffen brachte jedoch offenbar nicht den erhofften Durchbruch. 

In sozialen Medien kursieren Berichte, Jesus und Proença hätten Ronaldo anschließend noch direkt am Flughafen von der Abreise überzeugen wollen. Ronaldo wurde weniger als 30 Minuten vor dem Abflug am Flughafen gesehen und trug dabei noch die Kleidung der Nationalmannschaft.

Das sagte Cristiano Ronaldo in seinem Statement

Kurz nach seiner Abreise meldete sich Ronaldo über seine sozialen Netzwerke zu Wort. Der Kapitän bestätigte, dass seine Entscheidung nach der Pressekonferenz von Jorge Jesus und einem Gespräch mit Pedro Proença gefallen sei.

Die wichtigste Passage seines Statements lautete:

„Zu gegebener Zeit werde ich allen Portugiesen die Wahrheit erzählen.“

Ronaldo erklärte außerdem, dass er sich der Nationalmannschaft immer vollständig gewidmet habe. Abschließend wünschte er Portugal und seinen Mitspielern ausdrücklich viel Glück „ohne Ausnahme“. 

Die Formulierung lässt erheblichen Interpretationsspielraum. Ronaldo sprach nicht nur vom Verlassen des aktuellen Trainingslagers, sondern auch von den Gründen für seinen Abschied aus der „Nationalmannschaft“. Ein offizielles Rücktrittswort verwendete er allerdings nicht.

Wie reagierte der portugiesische Fußballverband?

Die Federação Portuguesa de Futebol bestätigte, dass Ronaldo die Mannschaft verlassen hat. Eine ausführliche Erklärung zu den Gründen veröffentlichte der Verband nicht.

Portugal werde die Vorbereitung mit den verbleibenden 24 nominierten Spielern fortsetzen. Die gesamte Delegation konzentriere sich weiterhin auf die anstehenden Nations-League-Spiele und die sportlichen Ziele.

Pedro Proença äußerte sich öffentlich nicht zu den Inhalten seiner Gespräche mit Cristiano Ronaldo und Jorge Jesus.

Ist es das Karriereende von CR7 mit Portugal?

Offiziell ist Cristiano Ronaldo noch nicht aus der portugiesischen Nationalmannschaft zurückgetreten. Bestätigt ist ausschließlich seine vorzeitige Abreise aus dem aktuellen Trainingslager.

Die portugiesische Zeitung O Jogo berichtet allerdings, Ronaldos Entscheidung sei bereits gefallen und „unumkehrbar“. Demnach werde der Rekordspieler “niemals mehr” für Portugal auflaufen. Sollte diese Darstellung stimmen, wäre das 1:0 gegen Wales am 24. September 2026 sein letztes Länderspiel gewesen.

Krisensitzung nach der Länderspielpause erscheint unvermeidlich

Portugal muss die laufende Länderspielpause zunächst ohne seinen Kapitän beenden. Danach dürfte die Verbandsführung versuchen, die Situation endgültig zu klären.

Eine weitere Krisensitzung zwischen Cristiano Ronaldo, Jorge Jesus und Pedro Proença erscheint sehr wahrscheinlich. Offiziell angekündigt wurde ein solches Treffen bislang jedoch nicht.

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