Jimmy Connors war zweifelsohne einer der größten Tennisspieler aller Zeiten. Der Linkshänder war bekannt für seine beidhändige Rückhand und seinen kraftvollen Aufschlag, wodurch er sich unter anderem satte acht Grand-Slam-Titel sichern konnte.
Connors holte fünfmal den Title bei den US Open und ist der einzige Spieler, der dieses Turnier auf Rasen, Sand und Hartplatz gewinnen konnte. Ja, die US Open wurden auch auf anderen Belägen ausgetragen. Connors hat mit 109 Titel mehr Titel als jeder andere Spieler auf der Tour gewonnen. Roger Federer folgt mit 103 Titeln auf Platz zwei. Außerdem war er von 1974 bis 1977 rekordverdächtige 160 Wochen lang die Nummer eins der Weltrangliste, nur Roger Feder war länger auf der eins.
Bekannt war Connors aber vor allem auch für seine Emotionalität auf dem Platz. Der US-Amerikaner selbst unterstrich immer den Unterhaltungswert seiner Ausbrüche, doch seien Kritiker hielten sein Verhalten für unangemessen. Egal, ob er von den Fans oder den Medien geliebt oder gehasst wurde, Connors Leidenschaft für den Sport brachte Fans, Presse und Sponsoren zum Tennis. Er spielte professionell Tennis bis er 40 war und gründete im Anschluss die Champions Tour für Spieler, die älter als fünfunddreißig waren.
Geboren wurde James Scott Connors Jr. am 2. September 1952 in East St, Louis, Illinois. Zum Tennissport kam er über seine Mutter, die selbst als Tennislehrerin arbeitete. Er und sein älterer Bruder Johnny lernten von klein auf mit dem Schläger umzugehen. Seine Mutter war fest entschlossen, den älteren, also Johnny, zum Champion zu machen. Dieser hatte aber längst nicht die gleiche Leidenschaft für den Sport wie sein jüngerer Bruder. Zwar wurde auch Johnny später Tennislehrer, doch Jiimmy sollte es zum absoluten Weltklassespieler bringen.
Seine Mutter begleitete Jimmy während seiner gesamten Karriere. Nach dem Umzug der Familie nach Kalifornien fing er allerdings auch an gelegentlich mit Pancho Gonzales und Pancho Segura zu arbeiten. Mit 18 startete Connors schließlich seine Profikarriere und erreichte 1970 das Finale der US Open im Doppel. 1972 brach er sein Studium ab, um sich fortan voll auf Tennis zu konzentrieren. Er beendete das Jahr als Weltranglisten-83.
Infolge wurde Connors ein Tennis-Superstar auch, wenn er im Vergleich zu seinen höflicheren Kollegen wie Björn Borg und Arthur Ashe als Bad Boy galt. Aber er war eben ein ungemein erfolgreicher Anti-Held und stellte so viele Rekorde auf, dass die Großen von heute immer noch darum kämpfen, diese zu egalisieren.
Jede Sportart hat interessante Persönlichkeiten. Im Fußball gibt es Spieler wie Joey Barton, Zlatan Ibrahimovic oder Mario Balotteli. Solche Persönlichkeiten sind wichtig für den Sport, denn sie magnetisieren die Massen. Auch wenn Tennis nicht so populär ist wie König Fußball, so hat es doch seinen Anteil an großen Persönlichkeiten. Eine davon ist und war Jimmy Connors.
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