In einem richtungsweisenden UEFA-Champions-League-Duell treffen Chelsea und Barcelona aufeinander. Beide Teams stehen punktgleich da und benötigen dringend einen Sieg, um sich im Rennen um das Achtelfinale vorzuschieben.
Mit sieben Punkten starten Chelsea und Barcelona im Gleichschritt in den fünften Spieltag der UEFA Champions League. Beide Klubs stehen außerhalb der automatischen K.-o.-Runden-Plätze und wissen, dass jeder Ausrutscher jetzt schmerzt. Chelsea reist mit einem 2:2 aus Baku im Gepäck an. Das Spiel wurde unnötig kompliziert, bevor Garnacho spät den Ausgleich erzielte. Auswärts läuft es in Europa wenig rund, doch im eigenen Stadion strahlen die Blues Stabilität aus. Benfica und Ajax wurden souverän bezwungen und seit 2019 hat Chelsea kein Heimspiel in einer europäischen Gruppenphase verloren.
Auch national befindet sich die Mannschaft von Enzo Maresca im Aufschwung. Drei Premier-League-Siege ohne Gegentor, der Sprung auf Tabellenplatz zwei und eine erstaunlich spielfreudige junge Truppe geben Rückenwind. Selbst ohne Spieler über 30 in der Startelf bringt Chelsea momentan Tempo, Energie und Variabilität auf den Platz.
Barcelona reist auf einer emotionalen Welle an. Endlich gab es wieder einen Sieg im renovierten Camp Nou und was für einer: ein klares 4:0 gegen Athletic Bilbao mit Toren von Ferran Torres, Robert Lewandowski und Fermin Lopez. Hansi Flicks Team zeigte erstmals seit Wochen wieder defensive Stabilität. Zuvor hatten elf Spiele ohne Zu-Null-Leistung eine große Achillesferse offenbart.
Europa ist allerdings weiterhin eine Achterbahnfahrt. Das 3:3 gegen Club Brügge war das jüngste Beispiel dafür, dass Barcelona zwar fast immer trifft, aber defensiv selten komplett durchkommt. In der UEFA Champions League kassierten sie in jedem Spiel mindestens ein Gegentor. Und auch historisch gesehen tut sich Barca in London schwer: Nur ein Sieg aus sieben Besuchen an der Stamford Bridge.
Nach dem Burnley-Spiel gab es Erleichterung: Die Auswechslung von Reece James zur Halbzeit war geplant und er hat sich nicht neu verletzt. Fofana fehlte vorsichtshalber, dürfte aber wieder im Kader stehen. Tosin Adarabioyo hat nach seiner starken Leistung beste Chancen auf einen Platz in der Startelf. Dagegen fallen mehrere Spieler langfristig aus: Lavia, Palmer, Essugo, Colwill und Mykhaylo Mudryk, der weiterhin gesperrt ist.
Maresca setzt in der Offensive erneut auf Dynamik: Mit Neto, Pedro und Garnacho stehen die schnellen, dribbelstarken Außen im Mittelpunkt, während Delap als Zielspieler vorne eingesetzt wird.
Auch bei Barca gab es vorübergehende Schreckmomente. Balde wurde gegen Bilbao wegen eines Kopftreffers vorsorglich ausgewechselt, dürfte aber gegen Chelsea wieder einsatzfähig sein. Fraglich ist Marcus Rashford, der wegen einer Erkrankung möglicherweise nicht nach England reisen kann. Positive Nachrichten gibt es hingegen von Raphinha, der nach seiner Muskelverletzung zurück ist. Zudem ist Frenkie de Jong nach seiner Sperre wieder einsatzfähig.
Nicht zur Verfügung stehen Pedri, Gavi und Torwart Marc-Andre ter Stegen. Torres hat sich mit zwei Treffern zuletzt empfohlen und dürfte neben Yamal und Lewandowski erneut beginnen.
Chelsea: Sanchez – James, Adarabioyo, Chalobah, Cucurella – Caicedo, Fernandez – Neto, Pedro, Garnacho, Delap
Barcelona: J. Garcia – Kounde, E. Garcia, Cubarsi, Balde – Casado, De Jong – Yamal, Lopez, Torres – Lewandowski
Die Begegnung wird live auf DAZN übertragen.
Tore sind bei Barcelona derzeit fast garantiert: 30 Treffer in den letzten sechs Spielen, ein Schnitt von fast fünf pro Partie in der UEFA Champions League. Chelsea bringt seinerseits genug Geschwindigkeit mit, um die hohe Barca-Abwehrlinie in Schwierigkeiten zu bringen, besonders über die Flügel.
Gleichzeitig verfügt der FC Barcelona trotz personeller Ausfälle über mehr individuelle Durchschlagskraft im letzten Drittel. Während sich Chelsea oft auf kollektives Tempo statt Einzelgenialität stützt, können Lewandowski, Torres und Yamal Spiele im Alleingang öffnen.
Da beide Teams offensiv stark, aber nicht fehlerfrei sind, scheint die Partie offen. Doch die Formkurve und die offensive Variabilität geben Barca einen leichten Vorteil.
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