Wie funktioniert die Champions-League-Auslosung? Alle Regeln zu Lostöpfen, Gegnern, Länderbeschränkungen, Heimspielen und der neuen Ligatabelle einfach erklärt.
Teilnehmer: | 36 Mannschaften |
Anzahl der Lostöpfe: | 4 |
Teams pro Lostopf: | 9 |
Spiele pro Verein: | 8 |
Gegner pro Lostopf: | 2 |
Heimspiele: | 4 |
Auswärtsspiele: | 4 |
Tabelle: | Eine gemeinsame Tabelle mit allen 36 Teams |
Direktes Achtelfinale: | Tabellenplätze 1 bis 8 |
K.O. Play-offs: | Tabellenplätze 9 bis 24 |
Ausgeschieden: | Tabellenplätze 25 bis 36 |
Seit der Saison 2024/25 besitzt die UEFA Champions League keine klassische Gruppenphase mehr. Statt acht Gruppen mit jeweils vier Vereinen gibt es eine gemeinsame Ligaphase mit 36 Mannschaften. Jeder Teilnehmer bestreitet darin acht Spiele gegen acht unterschiedliche Gegner.
Die Umstellung hat auch die Auslosung grundlegend verändert. Die Vereine werden weiterhin in Lostöpfe eingeteilt, allerdings kann eine Mannschaft inzwischen auch auf Gegner aus dem eigenen Topf treffen. Jede Mannschaft bekommt jeweils zwei Gegner aus jedem der vier Lostöpfe zugelost.
Weil eine rein manuelle Ziehung fast 1.000 Kugeln und zahlreiche Lostrommeln erfordern würde, wird die Champions-League-Auslosung teilweise manuell und teilweise digital durchgeführt. Die Mannschaften werden weiterhin per Kugel gezogen, während eine geprüfte Software die acht Gegner sowie das jeweilige Heimrecht bestimmt.
Die 36 qualifizierten Mannschaften werden vor der Auslosung auf vier Lostöpfe verteilt. Jeder Topf umfasst genau neun Vereine.
Entscheidend für die Einteilung ist grundsätzlich der UEFA-Klubkoeffizient zu Beginn der jeweiligen Saison. Dieser bewertet die Leistungen eines Vereins in den europäischen Wettbewerben über mehrere Spielzeiten hinweg. Erfolge in der Champions League, Europa League und Conference League bringen entsprechende Koeffizientenpunkte.
Die einzige grundsätzliche Ausnahme bildet der amtierende Champions-League-Sieger. Der Titelverteidiger wird automatisch als gesetztes Team an die erste Position von Lostopf 1 gestellt. Die übrigen Vereine werden nach ihrem Klubkoeffizienten sortiert.
Topf 1: Titelverteidiger und die danach höchstplatzierten Vereine
Topf 2: die folgenden neun Mannschaften der Koeffizientenrangliste
Topf 3: die nächsten neun Mannschaften
Topf 4: die verbleibenden neun Teilnehmer
Die Lostöpfe sollen eine ausgeglichene Gegnerverteilung ermöglichen. Allerdings schützen sie die Topklubs nicht mehr vollständig vor direkten Duellen: Auch ein Team aus Topf 1 erhält einen Gegner aus Topf 1.
Die Auslosung beginnt mit Lostopf 1. Aus der Lostrommel wird zunächst eine Mannschaft mit einer physischen Kugel gezogen. Sobald der Vereinsname feststeht, ermittelt die automatisierte Software die möglichen Gegner.
Dabei werden pro Verein immer gleich zugeteilt:
zwei Gegner aus Topf 1
zwei Gegner aus Topf 2
zwei Gegner aus Topf 3
zwei Gegner aus Topf 4
Bei jedem Lostopf bestimmt die Software gleichzeitig, gegen welchen Gegner die Mannschaft zu Hause und gegen welchen sie auswärts spielt.
Die Mannschaften erfahren während der Veranstaltung ihre 8 Gegner. Die konkreten Spieltage und Anstoßzeiten werden anschließend von der UEFA festgelegt und zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht.
Bei der Champions-League-Auslosung gelten mehrere Beschränkungen. Die wichtigste Regel betrifft Mannschaften aus demselben nationalen Verband.
Keine Duelle zwischen Teams aus demselben Land
Vereine aus derselben Liga dürfen in der Ligaphase grundsätzlich nicht aufeinandertreffen. Bayern München könnte somit beispielsweise nicht gegen Borussia Dortmund, RB Leipzig oder den VfB Stuttgart gelost werden.
Nationale Duelle werden erst in der K.O. Phase möglich.
Maximal zwei Gegner aus demselben ausländischen Verband
Eine Mannschaft darf höchstens gegen zwei Vereine aus demselben anderen Land spielen.
Ein deutscher Klub könnte deshalb beispielsweise gegen 2 englische Mannschaften antreten, aber nicht gegen 3 oder 4 Teams aus der Premier League. Dadurch soll verhindert werden, dass einzelne Vereine einen übermäßig national geprägten Spielplan erhalten.
Zusätzliche Wiederholungsregel für 2026/27
Für die Saison 2026/27 kann außerdem eine besondere Einschränkung bei wiederholt identischen Begegnungen greifen. Kein Duell soll in drei aufeinanderfolgenden Spielzeiten der Ligaphase mit demselben Heimteam stattfinden.
Haben zwei Vereine bereits 2024/25 und 2025/26 jeweils im selben Stadion gegeneinander gespielt, kann genau diese Heimspielkonstellation 2026/27 nicht erneut gezogen werden (Beispiel Liverpool und Real Madrid). Eine Begegnung mit vertauschtem Heimrecht bleibt dagegen möglich.
Ja. Das ist einer der größten Unterschiede zur früheren Gruppenphase. Jeder Klub trifft auf zwei Mannschaften aus jedem Lostopf, ausdrücklich auch auf eine Mannschaft aus dem eigenen Lostopf.
Nein. In der Ligaphase gibt es gegen jeden zugelosten Gegner nur eine Begegnung. Ein klassisches Hin- und Rückspiel wie in der früheren Gruppenphase findet nicht statt.
Ein Klub spielt:
gegen vier unterschiedliche Gegner zu Hause
gegen vier weitere Gegner auswärts
insgesamt gegen acht verschiedene Mannschaften
Erst in den K.O. Phase, im Achtelfinale, Viertelfinale und Halbfinale werden wieder Hin- und Rückspiele ausgetragen.
Alle 36 Teilnehmer werden in einer gemeinsamen Tabelle geführt. Die Mannschaften bestreiten zwar unterschiedliche Begegnungen, sammeln ihre Punkte aber im selben Klassement.
1 bis 8 | Direkter Einzug ins Achtelfinale |
9 bis 16 | Einzug in die K.-o.-Play-offs (Heimrecht) |
17 bis 24 | Einzug in die K.-o.-Play-offs |
25 bis 36 | Aus dem Europapokal ausgeschieden |
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