Vom Nachwuchstalent aus Murcia zur jüngsten Nummer eins der Tennisgeschichte: Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zur Karriere, den Titeln und Preisgeldern von Carlos Alcaraz.
Vollständiger Name: | Carlos Alcaraz Garfia |
Geburtsdatum: | 5. Mai 2003 |
Geburtsort: | El Palmar, Murcia |
Nationalität: | Spanien |
Größe: | 1,83 Meter |
Profi seit: | 2018 |
Spielhand: | Rechts |
Rückhand: | Beidhändig |
Beste Weltranglistenposition: | Platz 1 |
ATP-Einzeltitel: | 26 |
Grand-Slam-Titel: | 7 |
Karrierepreisgeld: | rund 65 Millionen US-Dollar |
Olympische Medaillen: | Silber im Einzel 2024 |
Carlos Alcaraz steht für eine neue Generation im internationalen Tennis. Der Spanier verbindet die Athletik des modernen Grundlinienspiels mit außergewöhnlicher Kreativität, großer Spielfreude und einer mentalen Stärke, die er schon in jungen Jahren auf den größten Bühnen der Welt unter Beweis stellte.
Innerhalb weniger Jahre entwickelte sich der in El Palmar bei Murcia geborene Alcaraz von einem der interessantesten Nachwuchstalente Spaniens zum jüngsten Weltranglistenersten der ATP-Geschichte. Inzwischen ist er siebenmaliger Grand-Slam-Sieger und der jüngste Mann, der alle vier Grand-Slam-Turniere mindestens einmal gewinnen konnte.
Carlos Alcaraz wurde in eine tennisbegeisterte Familie geboren. Sein Vater Carlos Alcaraz González spielte selbst auf nationaler Ebene und leitete eine Tennisakademie in Murcia. Dadurch kam sein Sohn schon früh mit dem Sport in Berührung.
Alcaraz begann bereits als Kind mit regelmäßigem Training. Sein Talent wurde schnell erkannt. Eine besonders wichtige Rolle bei seiner Entwicklung spielte der frühere Weltranglistenerste und French-Open-Sieger Juan Carlos Ferrero, der Alcaraz ab 2018 trainierte.
Der endgültige Durchbruch folgte 2021. Alcaraz gewann in Umag seinen ersten ATP-Titel und setzte sich am Ende der Saison bei den Next Gen ATP Finals durch. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war klar, dass Spanien nach Rafael Nadal einen weiteren außergewöhnlichen Tennisspieler hervorgebracht hatte.
Bereits 2022 gewann Alcaraz die Masters-Turniere in Miami und Madrid. Bei den US Open holte er anschließend seinen ersten Grand-Slam-Titel. Durch diesen Triumph wurde er mit 19 Jahren zur jüngsten Nummer eins seit Einführung der computergestützten ATP-Weltrangliste im Jahr 1973.
Carlos Alcaraz hat bislang sieben Grand-Slam-Titel gewonnen. Seinen ersten großen Triumph feierte er bei den US Open 2022. Ein Jahr später setzte er sich in einem spektakulären Wimbledon-Finale gegen Novak Djokovic durch.
Insgesamt gewann Carlos Alcaraz bislang 26 Turniere auf der ATP Tour. Seine Titelsammlung umfasst 2 ATP-250-Turniere, 9 ATP-500-Erfolge, 8 Masters-1000-Titel und 7 Grand-Slam-Trophäen.
Kategorie | Turniersiege |
ATP 250 | Umag 2021; Buenos Aires 2023 |
ATP 500 | Rio de Janeiro 2022; Barcelona 2022, 2023; Queen’s 2023, 2025; Peking 2024; Rotterdam 2025; Tokio 2025; Doha 2026 |
ATP Masters 1000 | Miami 2022; Madrid 2022, 2023; Indian Wells 2023, 2024; Monte-Carlo 2025; Rom 2025; Cincinnati 2025 |
Grand Slam | US Open 2022, 2025; Wimbledon 2023, 2024; French Open 2024, 2025; Australian Open 2026 |
ATP Finals | Noch kein Titel |
Olympische Spiele | Silbermedaille 2024 |
Titel insgesamt | 26 |
Alcaraz hat trotz seines jungen Alters bereits mehrere bedeutende Tennisrekorde aufgestellt:
Jüngste Nummer eins seit Einführung der ATP-Weltrangliste
Jüngster Spieler an der Spitze der ATP-Jahresendrangliste
Jüngster Mann mit dem Career Grand Slam
Jüngster männlicher Spieler mit sieben Grand-Slam-Titeln
Erster 2003 geborener Spieler mit einem ATP-Titel
Zweiter spanischer Australian-Open-Sieger nach Rafael Nadal
Carlos Alcaraz hat im Laufe seiner noch jungen Profikarriere bereits rund 65 Millionen US-Dollar an offiziellem Preisgeld gewonnen. Damit gehört er schon jetzt zu den 5 erfolgreichsten Preisgeldgewinnern der Tennisgeschichte.
Nach seinem Finaleinzug beim Masters in Monte-Carlo 2026 stieg sein Karrierepreisgeld auf knapp 64,95 Millionen US-Dollar. Durch weitere Einnahmen liegt der Gesamtbetrag mittlerweile bei ungefähr 65 Millionen US-Dollar.
In dieser Summe sind ausschließlich offizielle Turnierpreisgelder enthalten. Einnahmen aus Sponsorenverträgen, Werbepartnerschaften, Startgeldern und Exhibition-Turnieren werden nicht berücksichtigt.
Alcaraz arbeitet unter anderem mit Nike, Babolat, Rolex, BMW, Calvin Klein und Louis Vuitton zusammen. Seine tatsächlichen Gesamteinnahmen liegen deshalb deutlich über dem offiziellen Karrierepreisgeld.
Die aggressive und besonders athletische Spielweise von Carlos Alcaraz verlangt seinem Körper viel ab. Im Laufe seiner Karriere musste er bereits mehrfach aufgrund körperlicher Probleme pausieren. Unter anderem verpasste er die Australian Open 2023 wegen einer Beinverletzung.
Besonders schwerwiegend war seine Handgelenksverletzung im Jahr 2026. Alcaraz zog sich im April bei seinem Auftaktmatch in Barcelona eine Verletzung am rechten Handgelenk zu. In der Folge verpasste er unter anderem die French Open, Wimbledon sowie die Masters-Turniere in Toronto und Cincinnati.
Nach einer rund viermonatigen Pause kündigte er sein Comeback für die US Open 2026 an.
Carlos Alcaraz besitzt keinen klassischen eindimensionalen Spielstil. Seine größte Stärke ist vielmehr die außergewöhnliche Vielseitigkeit. Er kann aus der Defensive spektakuläre Punkte gewinnen, selbst das Tempo bestimmen oder seine Gegner mit überraschenden Netzangriffen und Stoppbällen aus dem Rhythmus bringen.
Seine Vorhand gehört zu den druckvollsten Schlägen auf der ATP Tour. Alcaraz kann sie sowohl mit viel Topspin als auch flach und schnell spielen. Besonders auffällig ist seine Fähigkeit, aus schwierigen Positionen plötzlich einen direkten Gewinnschlag zu produzieren.
Eine weitere große Stärke ist sein Stoppball. Da Alcaraz seine Grundschläge mit enormem Tempo vorbereitet, stehen seine Gegner häufig weit hinter der Grundlinie. Der Spanier erkennt diese Situationen früh und setzt den Stoppball besonders wirkungsvoll ein.
Hinzu kommen seine Schnelligkeit und Explosivität. Alcaraz deckt nahezu den gesamten Platz ab und erreicht Bälle, die für viele andere Spieler unerreichbar erscheinen. Gleichzeitig sucht er häufiger den Weg ans Netz als viele klassische Grundlinienspieler seiner Generation.
Sein Aufschlag war zu Beginn seiner Karriere noch eine Schwachstelle. Inzwischen hat er diesen Bereich deutlich verbessert. Gerade in engen Spielsituationen kann er mit dem ersten Aufschlag freie Punkte erzielen und anschließend seine starke Vorhand einsetzen.
Carlos Alcaraz und Jannik Sinner haben sich zu den beiden prägenden Spielern ihrer Generation entwickelt. Ihre Begegnungen stehen häufig für extremes Tempo, spektakuläre Ballwechsel und enge Entscheidungen.
Beide unterscheiden sich dennoch deutlich in ihrer Spielweise. Sinner setzt vor allem auf Präzision, frühe Ballkontakte und ein konstant hohes Grundlinientempo. Alcaraz spielt variabler, nutzt häufiger Stoppbälle und sucht öfter den direkten Weg ans Netz.
Zwischen den Australian Open 2024 und den Australian Open 2026 gewannen Alcaraz und Sinner gemeinsam 9 Grand-Slam-Turniere in Serie. Alcaraz besitzt mit sieben Major-Titeln derzeit die größere Sammlung. Sinner hat dafür bereits die ATP Finals gewonnen und sich über längere Phasen an der Spitze der Weltrangliste behauptet.
Die Rivalität hat das Potenzial, den Tennissport über viele Jahre zu prägen. Beide Spieler befinden sich noch in einem Alter, in dem weitere Leistungssteigerungen möglich sind. Trotzdem gehören sie bereits zu den erfolgreichsten Profis der modernen Tennisgeschichte.
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