Dortmund führt, Schalke überrascht: Das Dauerkarten-Ranking der Bundesliga 2026/27 mit Kapazität und Dauerkarten aller 18 Klubs im Überblick.
Die Bundesliga-Saison 2026/27 lässt sich auch an den Dauerkarten messen. Vor dem Saisonstart haben die 18 Klubs mehr als 450.000 Dauerkarten verkauft. An der Spitze steht erneut Borussia Dortmund mit 55.000.
Dahinter folgen Schalke 04 mit 40.000 und der FC Bayern München mit 38.000. Der VfB Stuttgart und Eintracht Frankfurt komplettieren mit jeweils 36.000 die Top 5. Das Ranking berücksichtigt ausschließlich Dauerkarten, die zum Besuch aller Heimspiele berechtigen. Die Zahlen geben die verkauften Karten an, nicht die Gesamtzahl der Fans oder Mitglieder eines Klubs.
Borussia Dortmund hat 55.000 Dauerkarten verkauft und damit die Obergrenze seiner Kampagne erreicht. Im Signal Iduna Park, mit 81.365 Plätzen das größte Stadion Deutschlands, bleibt trotzdem noch viel Platz. Der Vorsprung auf den Zweitplatzierten beträgt 15.000 Karten.
Bemerkenswert ist die Zahl auch mit Blick auf den Preis. Medienberichten zufolge kostet die günstigste Dauerkarte des BVB, ein Stehplatz, 265,20 Euro. Damit ist Dortmund bei den Einstiegspreisen der zweitteuerste Klub der Liga. Die Nachfrage lässt trotzdem nicht nach.
Schalke 04 trumpft nach der Rückkehr in die Bundesliga groß auf. Der Klub aus Gelsenkirchen ist nach drei Spielzeiten im Unterhaus wieder erstklassig und hat 40.000 Dauerkarten verkauft. Das ist der zweithöchste Wert der Liga, vor dem FC Bayern (38.000) und allen anderen Klubs, die schon in der vergangenen Saison in der Bundesliga spielten.
Die Veltins-Arena fasst 62.271 Zuschauer. Dabei sind die Preise vergleichsweise moderat: Die günstigste Dauerkarte für Nichtmitglieder kostet 219 Euro und liegt damit unter dem Niveau der meisten Konkurrenten.
Der FC Bayern München hat 38.000 Dauerkarten abgesetzt, genauso viele wie in der Vorsaison, und belegt Rang drei. Die Allianz Arena bietet Platz für 75.024 Zuschauer. Nur etwas mehr als die Hälfte der Plätze ist also von Dauerkarteninhabern belegt. Auch preislich gehört der Rekordmeister zu den günstigeren Klubs der Liga: Die billigste Dauerkarte gibt es ab 180 Euro.
Der VfB Stuttgart und Eintracht Frankfurt teilen sich mit je 36.000 Karten Rang vier. Auf Platz sechs folgt Borussia Mönchengladbach (30.000), dahinter Werder Bremen (27.000), Köln (25.500) sowie RB Leipzig und der SC Freiburg mit jeweils 25.000.
Platz | Verein | Kapazität | Dauerkarten |
|---|---|---|---|
1 | Borussia Dortmund | 81.365 | 55.000 |
2 | Schalke 04 | 62.271 | 40.000 |
3 | FC Bayern München | 75.024 | 38.000 |
4 | VfB Stuttgart | 60.058 | 36.000 |
4 | Eintracht Frankfurt | 59.500 | 36.000 |
6 | Borussia Mönchengladbach | 54.909 | 30.000 |
7 | Werder Bremen | 42.100 | 27.000 |
8 | 1. FC Köln | 50.000 | 25.500 |
9 | RB Leipzig | 47.800 | 25.000 |
9 | SC Freiburg | 34.700 | 25.000 |
11 | Hamburger SV | 57.000 | 21.500 |
12 | Bayer Leverkusen | 30.210 | 21.400 |
13 | Mainz 05 | 33.305 | 20.500 |
14 | FC Augsburg | 30.660 | 17.800 |
15 | TSG Hoffenheim | 30.150 | 12.800 |
16 | Union Berlin | 22.012 | 11.500 |
17 | SC Paderborn | 15.000 | 9.000 |
18 | SV Elversberg | 10.000 | 7.400 |
Quelle: Kicker/Transfermarkt. Daten zur Saison 2026/27. Einige Angaben sind Näherungswerte und können leicht abweichen.
Das Ranking ist keine Liste der größten Fanlager Deutschlands. Die Zahl der Dauerkarten hängt von der Stadionkapazität ab, vom Kontingent, das ein Klub für den Einzelkartenverkauf zurückhält, von den Preisen und von der Strategie der jeweiligen Vereine.
Der FC Bayern etwa verkauft 38.000 Dauerkarten, spielt aber in einer Arena mit mehr als 75.000 Plätzen. Ein Großteil der Tickets geht an Mitglieder, Hospitality-Pakete und den Einzelkartenverkauf. In kleineren Stadien wie in Freiburg und Leverkusen füllt eine ähnliche Zahl an Dauerkarten dagegen einen deutlich größeren Teil der Arena. Fairer ist deshalb der Blick auf die absolute Zahl in Verbindung mit der Stadionauslastung.
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