Nach dem überraschenden Aus von Carlos Alcaraz ist Alexander Zverev der große Favorit auf den US-Open-Titel. Alle Informationen zum Viertelfinal-Krimi und zu Zverevs Titel Chancen.
Carlos Alcaraz ist bei den US Open 2026 ausgeschieden. Der spanische Titelverteidiger verlor sein Viertelfinale gegen Ben Shelton nach einem dramatischen Fünfsatz-Krimi. Die Entscheidung fiel erst im abschließenden Match-Tiebreak, den der US-Amerikaner mit 10:7 gewann.
Alcaraz erwischte zunächst den besseren Start und entschied einen hart umkämpften ersten Satz mit 7:6 für sich. Anschließend verlor der Spanier jedoch völlig den Rhythmus. Shelton gewann die nächsten beiden Durchgänge deutlich mit 6:1 und 6:3.
Zu diesem Zeitpunkt wirkte Alcaraz körperlich und spielerisch überfordert. Der zweimalige US-Open-Sieger fand gegen Sheltons druckvolles Spiel kaum noch Antworten. Doch im vierten Satz drehte sich die Partie erneut: Alcaraz steigerte sich, übernahm wieder die Kontrolle und gewann den Durchgang klar mit 6:1.
Der fünfte Satz entwickelte sich schließlich zu einem offenen Schlagabtausch. Keiner der beiden Spieler konnte sich entscheidend absetzen, sodass das Viertelfinale im Match-Tiebreak bis 10 Punkte entschieden werden musste. Dort behielt Shelton die Nerven und setzte sich mit 10:7 durch.
Statistik | Ben Shelton | Carlos Alcaraz |
|---|---|---|
Asse | 7 | 3 |
Doppelfehler | 2 | 7 |
Quote 1. Aufschlag | 66% | 64% |
Punkte nach 1. Aufschlag | 70% (73/105) | 69% (77/112) |
Punkte nach 2. Aufschlag | 57% (30/53) | 51% (32/63) |
Abgewehrte Breakbälle | 8/11 | 11/16 |
Durchschnittsgeschwindigkeit 1. Aufschlag | 198 km/h | 187 km/h |
Durchschnittsgeschwindigkeit 2. Aufschlag | 167 km/h | 155 km/h |
Bei Alcarazs Ausscheidens muss berücksichtigt werden, dass Carlos Alcaraz nach einer rund vier- bis fünfmonatigen Verletzungspause zu den US Open zurückgekehrt war. Vor dem Grand-Slam-Turnier in New York hatte der Spanier keine echte Wettkampfpraxis gesammelt.
In den ersten Runden konnte Alcaraz seine fehlende Matchhärte noch mit seiner enormen individuellen Klasse ausgleichen. Im späteren Verlauf eines Grand-Slam-Turniers werden jedoch Ausdauer, Regeneration und körperliche Stabilität immer wichtiger.
Gegen Shelton machte sich bemerkbar, dass Alcaraz sein höchstes Niveau noch nicht über mehrere Stunden halten konnte. Auf starke Phasen folgten deutliche Leistungseinbrüche. Besonders der zweite und dritte Satz waren für einen Spieler seiner Qualität ungewöhnlich schwach.
Seine Rückkehr bis ins Viertelfinale bleibt dennoch beachtlich. Nach einer so langen Pause direkt wieder 5 Matches bei einem Grand Slam zu bestreiten, ist eine enorme Belastung. Für den Titel reichten Fitness, Spielpraxis und Konstanz dieses Mal allerdings noch nicht aus.
JA. Das Ausscheiden von Carlos Alcaraz verändert die Ausgangslage bei den US Open grundlegend. Alexander Zverev ist nun der mit Abstand höchstplatzierte verbliebene Spieler und gilt auf dem Papier als haushoher Favorit auf den Titel.
Auf Zverevs Hälfte des Turnierbaums befindet sich kein weiterer Top-10-Spieler. Der Deutsche trifft im Viertelfinale zunächst auf Botic van de Zandschulp. Im möglichen Halbfinale würde anschließend der Sieger der Begegnung zwischen Karen Khachanov und Alexander Blockx warten.
Der einzige verbliebene Top-10-Spieler neben Zverev ist Ben Shelton. Da sich beide Spieler auf unterschiedlichen Seiten des Tableaus befinden, könnten sie erst im Finale der US Open aufeinandertreffen.
Möglicher Weg von Alexander Zverev | Gegner |
Viertelfinale: | Botic van de Zandschulp |
Halbfinale: | Karen Khachanov oder Alexander Blockx |
Mögliches Finale: | Ben Shelton oder Frances Tiafoe |
Damit ist der Weg zu Zverevs zweitem Grand-Slam-Titel so offen wie selten zuvor. Nach seinem ersten großen Triumph bei den French Open könnte er nun direkt den nächsten Major-Titel gewinnen.
Zverev muss seine Aufgaben dennoch konzentriert erledigen. Gerade die US Open haben mit dem Ausscheiden von Alcaraz erneut gezeigt, dass bei einem Grand-Slam-Turnier keine Begegnung im Voraus entschieden ist.
Nach der Niederlage des Titelverteidigers gibt es aber keinen Zweifel: Alexander Zverev ist der neue Top-Favorit auf den US-Open-Titel 2026.
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