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Bernal triumphiert in verkürzter 16. Etappe, Vingegaard bleibt in Rot

Die 16. Etappe der Vuelta a Espana sorgte für Aufsehen: Aufgrund von Protesten wurde die Strecke verkürzt, doch Egan Bernal setzte sich dennoch souverän durch.

Was als klassischer Kampf auf den letzten Kilometern angekündigt war, wurde durch Proteste abrupt unterbrochen. Die Straße auf den finalen vier Kilometern war blockiert, sodass die Organisatoren den Schlussanstieg von Mos Castro de Herville streichen und das Ziel auf den achten Kilometer vorverlegen mussten. Innerhalb der letzten 20 Kilometer informierte das Rennradio die Fahrer über die Änderung. Ein ungewöhnlicher, aber notwendiger Eingriff in die Etappe.

Das Drama der Ausreißer

Bereits nach 50 Kilometern hatten sich 17 Fahrer abgesetzt, darunter Bernal und Mikel Landa vom Team Soudal-QuickStep. Beide formten eine kleinere Spitzengruppe, die schließlich auf die beiden Favoriten zusammenschrumpfte. Trotz der kurzfristigen Änderung der Ziellinie behielten sie die Nerven. Im Zweikampf um den verkürzten Etappensieg zog Bernal den Kürzeren, für Landa keine Minute. Er erwies sich als der stärkere Sprinter auf der improvisierten Zielgeraden. Bernal feierte seinen Sieg nicht übermäßig ausgelassen, doch der Triumph war für ihn von enormer Bedeutung.

Brieuc Rolland (Groupama-FDJ) komplettierte das Podium, während das Hauptfeld fast sieben Minuten später ins Ziel rollte.

Der GC-Kampf bleibt spannend 

Auch im Gesamtklassement gab es Bewegung. Tom Pidcock (Q36.5 Pro Cycling) versuchte auf der finalen Abfahrt noch einmal anzugreifen, wohl wissend, dass der finale Anstieg nicht mehr gefahren wurde. Doch das große Feld kam geschlossen ins Ziel und Jonas Vingegaard (Visma-Lease a Bike) behielt die Führung. Ein kleiner Schreckmoment, als er auf der vorletzten Steigung einen Platten hatte, änderte nichts daran: Der Däne bleibt mit 48 Sekunden Vorsprung vor Joao Almeida (UAE Team Emirates-XRG) in der roten Trikotführung.

Ein Meilenstein für Bernal

Dieser Sieg markiert für Egan Bernal einen Wendepunkt: Es ist sein erster Etappensieg bei einer Grand Tour seit vier Jahren und der erste außerhalb der nationalen Meisterschaften seit seinem schweren Sturz im Jahr 2022.

Trotz der ungewöhnlichen Umstände hat Bernal gezeigt, dass er immer noch zu den Top-Fahrern im Profi-Radsport gehört.

Spannung trotz Chaos

Die 16. Etappe der Vuelta a Espana bewies einmal mehr, dass Radrennen unberechenbar sind. Proteste, verkürzte Etappen und taktische Manöver prägten den Verlauf ebenso wie reine Fahrstärke. Für die Fans war es ein packender Tag, der die Spannung im Gesamtklassement noch einmal erhöhte und mit Bernal einen würdigen Sieger hervorbrachte. Während Vingegaard weiter in Rot fährt, bleibt abzuwarten, wie sich die kommenden Bergetappen entwickeln.

Die Vuelta zeigt eindrucksvoll, dass selbst unter ungewöhnlichen Umständen Spitzensport auf höchstem Niveau möglich ist und die Fahrer flexibel reagieren müssen, um ihre Chancen zu wahren.

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