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Bayer Leverkusen – der abgestürzte Rekordmeister

Bayer Leverkusen ist in erster Linie aufgrund seiner Fußballmannschaft bekannt. Die größten Erfolge aber feierte der Klub im Basketball. Bis heute sind die Leverkusener Rekordmeister der BBL. In der Saison 2022/23 mussten sie einmal mehr in die ProB absteigen.

Basketball hat in Leverkusen große Tradition. Einen ersten Zusammenschluss gab es bereits im Jahr 1958, als am Carl-Duisberg-Gymnasium eine Arbeitsgemeinschaft Basketball ins Leben gerufen wurde. Nur drei Jahre später wurde die Basketballabteilung des TuS 04 Leverkusen gegründet. Diese nahm eine Basketballschulmannschaft des Carl-Duisberg-Gymnasiums in den Verein auf und spielte von nun an unter diesem Namen. Es dauerte nur sieben Jahre, bis Leverkusen in die Basketball-Bundesliga aufsteigen konnte. Gleich in ihrer ersten Saison belegten die Rheinländer in der Nordstaffel den starken zweiten Platz. Trainer zu dieser Zeit war Günter Hagedorn. Dieser legte in der Vorbereitung für die kommende Spielzeit großen Wert auf die konditionelle Fitness seiner Spieler, die unter anderem, für Basketballer unüblich, auch Krafttraining aufgebrummt bekamen. Mit Erfolg: Im Jahr 1970 wurden die Leverkusener nicht nur Meister, sondern auch Deutscher Pokalsieger. Es sollte der Beginn einer Ära sein.

Die ersten Erfolge

Die Leverkusener konnten den Meistertitel in den kommenden beiden Jahren erfolgreich verteidigen. 1971 gelang wie im Vorjahr das Double. Bis Anfang der 80er-Jahre sollten zwei weitere Meisterschaften und zwei Pokalsiege folgen. Spieler wie John Ecker, Rudi Kleen, Dieter Kuprella, Norbert Thimm oder Rainer Frontzek waren einige der Leistungsträger von damals. Richtig starke Konkurrenz bekamen die Leverkusen in den 80er-Jahren in erster Linie vom ASC Göttingen und BSC Saturn Köln, die von 1980 bis 1984 die Meisterschaft unter sich ausmachten. In Leverkusen hingegen stand ein großer Umbruch bevor. Kuprella, Thimm, Kleen und Ecker waren über ihrem Zenit oder beendeten ihre Karrieren. In diesem Zeitraum folgte auch die Umbenennung des Vereins in TSV Bayer 04 Leverkusen. 

Ein Jahr später, im Jahr 1985 wurde der US-Amerikaner Jim Kelly als neuer Trainer geholt. Unter ihm ging es wieder in die richtige Richtung. Nachdem sich Bayer gegen Göttingen und den DTV Charlottenburg, aus dem später Alba Berlin hervorging, durchsetzen konnte, krönten sich die Rheinländer im gleichen Jahr zum sechsten Mal zum deutschen Meister. Ein Jahr später konnte man den Titel erfolgreich verteidigen und einmal mehr den BBL-Pokal gewinnen. Manager Otto Reintjes verfolge in dieser Zeit das Ziel, „mittelfristig in den nächsten vier Jahren in der europäischen Spitze“ mitzuspielen. Mit dem US-Amerikaner John Johnson als Star des Teams zog Bayer in der Saison 1987/88 sogar ins Halbfinale des Europapokals der Pokalsieger ein, wo man sich denkbar knapp Joventut de Badalona aus Spanien geschlagen geben musste. Es sollte der Beginn der erfolgreichsten Zeit der Vereinsgeschichte sein.

Totale Dominanz unter Bauermann

Im Jahr 1989 machte man Dirk Bauermann vom Assistenz- zum Cheftrainer, was eine bislang nie dagewesene Dominanz in der Bundesliga einläuten sollte. Als „Riesen vom Rhein“ holten die Leverkusener zwischen 1990 und 1996 sieben Meisterschaften in Folge sowie viermal den Pokal. Spieler wie Henning Harnisch, Michael Koch, Christian Welp, Clinton Wheeler oder Kannard Johnson waren die prägenden Akteure zu dieser Zeit. 

Mitte der 90er Jahre entwickelte sich parallel auch in Berlin eine starke Mannschaft. Alba wurde der größte Herausforderer der Rheinländer, der jedoch erst im Jahr 1997 die Leverkusener als Nummer eins der Liga ablösen konnte. Ausschlaggebend für den Niedergang der Leverkusener war das Bosman-Urteil im Jahr 1996 sowie die Tatsache, dass die Bayer AG weniger Geld in den Verein investierte. Da nun jeder Klub beliebig viele EU-Ausländer aufnehmen und aufstellen konnte, wurden auch die deutschen Profis immer begehrter und Bayer verlor einige Leistungsträger. Nur zwei Jahre nach dem letzten Titelgewinn hatte die Mannschaft ein völlig neues Gesicht. Auch auf der Trainerbank, denn Bauermann zog es 1998 nach Belgien zu Sunair Osstende.

Langsamer Niedergang

Nach der Ära Bauermann musste sich Bayer in den 2000er Jahren neu aufstellen. Mit jungen Talenten erreichte man 2000 zwar noch einmal das BBL-Finale, dort war man gegen Alba jedoch chancenlos und verlor mit 0:3. Kurz darauf verließ auch Manager Reintjes den Klub und wechselte zur BBL. Die kommenden Jahre, mittlerweile unter dem Namen Bayer Giants Leverkusen, waren weniger erfolgreich. Den Anschluss an die Spitze schafften die Rheinländer nicht mehr. Eher das Gegenteil war der Fall. In der Saison 2007/08 erreichte man zwar noch den ordentlichen dritten Platz, doch zu diesem Zeitpunkt war der endgültige Rückzug der Bayer AG als Hauptsponsor längst beschlossen. Da man keinen neuen Geldgeber finden konnte und auch eine Faninitiative mit fast 11.000 Unterschriften nicht den erhofften Erfolg und Bayer zum Umdenken brachte, erfolgte schließlich der Umzug nach Düsseldorf. Dort übernahmen die Düsseldorf Giants die Lizenz der Leverkusener und Leverkusen musste von nun an in der Regionalliga spielen.

Dort holte Leverkusen gleich im ersten Jahr den Meistertitel und durfte von nun an in der ProB auflaufen. In dieser holte man 2012/13 die Meisterschaft und schaffte damit den Aufstieg in die ProA. Drei Jahre lang konnte man sich in dieser Klasse halten, bis es wieder eine Etage tiefer ging. Den erneuten Aufstieg schafften die Leverkusener erst wieder zur Saison 2019/20. 2021 konnte man sich in den Playoffs sogar das Aufstiegsrecht in die Bundesliga erspielen, aufgrund der finanziellen Perspektive machte man davon jedoch keinen Gebrauch. So spielte man 2022/23 die vierte Saison in Folge in der ProA. Der Kader wurde mit neun Zu- und ebenso vielen Abgängen einmal mehr von Grund auf erneuert. In einer Saison mit wenigen Höhen und vielen Tiefen gelangen lediglich neun Siege. Dem standen 25 Niederlagen gegenüber und so mussten die Giants erneut den Gang in die ProB antreten. Dort startet man in der kommenden Saison einen neuen Anlauf. Die glorreichen Zeiten als bestes Team der Republik gehören längst der Vergangenheit an. Trotzdem denkt man beim Rekordmeister natürlich gerne an diese Zeit zurück.

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