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Olympia/Tennis
  1. TENNIS

Auger-Aliassime: Der Marathonmann von Brüssel

In Brüssel kämpfte Felix Auger-Aliassime wie ein Löwe, in Riad servierte sich Lorenzo Musetti eiskalt ins Viertelfinale und Jannik Sinner ließ erneut die Muskeln spielen. Drei Turniere, drei Geschichten, die alle etwas über den Zustand des Männertennis im Herbst 2025 erzählen.

Fast drei Stunden dauerte das Duell zwischen ihm und Damir Dzumhur, eine Begegnung, die alles hatte: Nerven, Drama und die Frage, wer zuerst nachgibt. Am Ende behielt der Kanadier im Tiebreak des dritten Satzes die Oberhand: 7:6 (3), 4:6, 7:6 (5) nach 2 Stunden und 54 Minuten.

„Es war ein harter Tag aus vielen Gründen“, sagte Auger-Aliassime danach erschöpft, aber erleichtert. „Du musst einfach kämpfen und durchkommen. Es waren drei Stunden, aber mit viel Spaß.“

Und wie! Der 25-Jährige, der bereits 2022 in Belgien triumphiert hatte (damals noch in Antwerpen), zeigte erneut, dass er auf belgischem Boden zu den Publikumslieblingen gehört. Nach einem Sommer voller Höhepunkte. Mit dem Halbfinale bei den US Open, dem Viertelfinale in Cincinnati und Shanghai ist der Kanadier zurück in Topform.

Mit seinem Sieg festigte Auger-Aliassime seinen zehnten Platz im „PIF ATP Live Race to Turin“. Er liegt noch 530 Punkte hinter Lorenzo Musetti auf Rang acht, doch das Rennen um die letzten Tickets für die Nitto ATP Finals bleibt spannend. In Brüssel trifft Auger-Aliassime nun auf Botic van de Zandschulp oder den US-amerikanischen Qualifikanten Eliot Spizzirri.

Musetti: Eleganz trifft Effizienz

Apropos Musetti: Der an Position eins gesetzte Italiener ließ am Donnerstag keine Zweifel aufkommen, dass er einen Platz in Turin fest im Visier hat. In einem taktisch sauberen Match besiegte er Yannick Hanfmann mit 7:6 (3), 7:5, ohne auch nur ein Break zu kassieren.

Das einzige Break der Partie? Es kam beim Stand von 5:5 im zweiten Satz und entschied das Match. Mit sechs Assen und einer Quote von 84 Prozent bei den Punkten nach dem ersten Aufschlag zeigte Musetti, warum er von vielen inzwischen als der vielleicht kompletteste italienische Spieler gesehen wird.

Mit diesem Erfolg reiht er sich in eine illustre Liste ein. Nach Andreas Seppi (2016) und Jannik Sinner (2019, 2021) ist er erst der dritte Italiener, der beim Brüsseler ATP-250-Turnier das Viertelfinale erreicht. Sein nächster Gegner ist der junge Franzose Giovanni Mpetshi Perricard, der nach dem verletzungsbedingten Rückzug von Nikoloz Basilashvili weiterkam.

Sinner: Der König von Riad

Während in Brüssel noch um Punkte und Prestige gerungen wird, flimmert aus Riad ein anderes Kapitel der Tennisgeschichte über die Bildschirme: Jannik Sinner schlägt Novak Djokovic, schon wieder.

Mit 6:4 und 6:2 demontierte der Südtiroler den 24-fachen Grand-Slam-Sieger und zog ins Finale des Six Kings Slams 2025 ein. Eine Wiederholung? Ja, und was für eine! Bereits bei den French Open und in Wimbledon hatte Sinner Djokovic im Halbfinale besiegt. Nun also der dritte Streich und vielleicht der deutlichste.

Das Match begann mit einem frühen Break zum 2:1 für Sinner. Von da an lief alles wie aus einem Guss. Kaum ein unnötiger Fehler, dafür präzise Rückhandschläge und ein Aufschlag, der Djokovic kaum eine Chance ließ. Nach dem 4:1 im zweiten Satz war die Sache entschieden. Sinner spielte, als wolle er demonstrieren, dass das Tennisjahr 2025 in italienischer Hand liegt.

Am Samstag trifft er im Finale auf Carlos Alcaraz, der sich souverän gegen Taylor Fritz durchgesetzt hat. Damit kommt es zur Neuauflage des Vorjahresfinales, das Sinner für sich entscheiden konnte. Wird der Spanier diesmal eine Antwort finden?

Djokovics ungewisse Zukunft

Bleibt die Frage: Wo spielt Novak Djokovic in diesem Jahr noch? Sicher scheint nur, dass er in Athen antreten wird, wo sein Bruder als Turnierdirektor fungiert. Ob der Serbe jedoch bei den Paris Indoors oder gar bei den ATP Finals aufschlägt, ist offen.

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