Mit vier Siegen im Rücken reist PSG nach Bilbao, während Athletic dringend Punkte braucht, um im Playoff-Rennen zu bleiben.
Für Athletic Bilbao verlief die UEFA-Champions-League-Saison bislang holprig. Mit nur vier Punkten aus fünf Spielen rangieren die Basken auf Platz 27 des Gesamtklassements. Ein enttäuschender Zwischenstand, der jedoch noch korrigierbar ist. Der Rückstand auf die Playoff-Zone beträgt lediglich zwei Punkte. Zuletzt gelang ein Heimsieg gegen Qarabağ sowie ein Unentschieden gegen Slavia Prag, was zumindest etwas Stabilität brachte.
In La Liga spiegelt sich die durchwachsene Saison ebenfalls wider: 23 Punkte aus 16 Spielen bedeuten derzeit Platz sieben, weit entfernt von den begehrten UEFA-Champions-League-Rängen. Hoffnung macht der 1:0-Erfolg gegen Atlético Madrid am vergangenen Wochenende. Dieser Sieg war moralisch enorm wichtig und zeigt, dass Athletic trotz Verletzungssorgen in der Lage ist, Topteams zu bezwingen.
Nun kommt mit PSG jedoch ein Gegner, der in der Königsklasse wieder seinen Rhythmus gefunden hat. Die Pariser, amtierende UEFA-Champions-League-Sieger, stehen mit 12 Punkten auf Platz zwei des Gesamtfeldes und verfügen mit 19 Treffern über die bislang gefährlichste Offensive des Wettbewerbs. Das 5:3 gegen Tottenham war ein Spektakel, das ihre Angriffskraft, aber auch defensive Schwachstellen offenbarte.
Luis Enriques Team kassierte in fünf Spielen bereits acht Gegentore. Ein Wert, der den Trainer kaum zufriedenstellt. Gleichzeitig ist PSG im letzten Drittel jedoch nach wie vor bärenstark. Trotz der Heimniederlage gegen Bayern München und einer jüngsten Auswärtsniederlage in Monaco bleibt das Leistungsniveau hoch. In der Ligue 1 liegen sie mit 33 Punkten knapp hinter dem Spitzenreiter RC Lens.
Ein Sieg in Bilbao wäre für PSG wichtig, um in Schlagdistanz zu Arsenal zu bleiben und den zweiten Tabellenplatz zu festigen. Für Athletic Bilbao ist es hingegen ein Schlüsselspiel: Ein Erfolg würde die Tür zu den Play-offs weit öffnen, während eine Niederlage den Druck massiv erhöhen könnte.
Athletic muss auf mehrere Stammkräfte verzichten. Paredes ist nach seiner dritten Gelben Karte gesperrt. Yeray Álvarez fehlt aufgrund einer langfristigen Sperre, während Navarro, Prados, Egiluz, Sannidi und Iñaki Williams verletzt ausfallen. Besonders schmerzlich ist der Ausfall von Laporte, der sich im Spiel gegen Atlético verletzt hat. Dafür steht Nico Williams als Offensivoption bereit.
Auch PSG reist nicht in Bestbesetzung an. Hernandez ist nach seiner Roten Karte gegen Tottenham gesperrt. Hakimi und Doué fallen sicher aus, Mendes, Beraldo und Chevalier müssen noch geprüft werden. Dafür feiert Dembélé sein Startelf-Comeback in der UEFA Champions League, während Barcola als falsche Neun erwartet wird.
Athletic Bilbao: Simon – Areso, Vivian, Lekue, Berchiche – Ruiz de Galarreta, Jauregizar – Berenguer, Sancet, N. Williams – Guruzeta
Paris Saint-Germain: Chevalier – Zaire-Emery, Marquinhos, Pacho, Mendes – Neves, Vitinha, Ruiz – Dembélé, Barcola, Kvaratskhelia
Die Partie läuft live auf DAZN.
Ein Athletic mit großen Defensivproblemen trifft auf eine der gefährlichsten Offensivreihen Europas. Ein denkbar ungünstiges Szenario für die Basken. Zwar hilft der Heimvorteil im San Mamés, doch der Qualitätsunterschied, insbesondere im Angriff, spricht deutlich für PSG. Entscheidend dürfte sein, wie gut Bilbao die Flügel kontrollieren kann. Mit Dembélé und Kvaratskhelia auf beiden Seiten droht ständiger Druck.
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