Aus einem langen Projekt mit schwieriger Anfangsphase ist unter Arteta ein Titelteam geworden, das nun sogar vom ersten UEFA-Champions-League-Sieg der Vereinsgeschichte träumt.
Mikel Arteta ist das Gegenmodell zur schnellen Trainerlösung. Als Arsenal ihn im Dezember 2019 verpflichtete, war er jung, unerfahren als Cheftrainer und übernahm einen Klub, der sportlich und strukturell seit dem abgang von Arsene Wenger aus dem Takt geraten war.
Die ersten Monate und auch die ersten Jahre waren alles andere als leicht. Es gab schwierige Ligaphasen, Kritik von überall, Zweifel an seiner Unerfahrenheit und einen Kader, der in vielen Bereichen nicht zu seiner Idee passte. Trotzdem hielt Arsenal an ihm fest. Genau dieses Vertrauen zahlt sich inzwischen aus: 2026 führte Arteta den Klub zur ersten englischen Meisterschaft seit 22 Jahren und sogar ins UEFA-Champions-League-Finale.
Saison: | Status: | Tabellenplatz PL: | Besondere Erfolge: | Einordnung: |
2019/20 | Übernahme im Dezember 2019 | 8. | FA Cup 2020 | schwieriger Start, aber erster Titel |
2020/21 | erste volle Saison | 8. | – | harte Aufbauphase |
2021/22 | zweite volle Saison | 5. | Rückkehr in den Europacup | klarer Fortschritt |
2022/23 | dritter Entwicklungsschritt | 2. | Rückkehr in die UEFA-Champions League | Arsenal wieder echter Titelkandidat |
2023/24 | erneuter Titelangriff | 2. | Community Shield, UEFA-Champions-League-K.o.-Runde | Stabilisierung auf Topniveau |
2024/25 | weiteres Spitzenteam-Jahr | 2. | UEFA-CL-Halbfinale | nahe dran, aber noch ohne Liga-Titel |
2025/26 | Durchbruch | 1. | Premier-League-Titel, UEFA-Champions-League-Finale | erstes Meisterteam seit 2004 |
Diese Tabelle zeigt den langen und harten Weg von Arteta, der Arsenal nach und nach zu einer Topmannschaft auf nationalem und internationalem Niveau geformt hat. Ein jahrelanges Projekt, das 2026 endlich Früchte getragen und die harte Arbeit aller Beteiligten belohnt hat.
Ein so großer Umbau funktioniert nur mit den richtigen Spielern. Arsenal hat unter Arteta den Kader fast komplett neu geformt. Besonders wichtig waren Verpflichtungen wie Martin Ødegaard, der 2021 fest verpflichtet und später Kapitän wurde, Declan Rice als neues Zentrum und Leader der Mannschaft, David Raya als moderne Nummer 1 und Viktor Gyökeres als neuer Fixpunkt im Sturm. Davor kamen bereits Spieler wie Ben White, Kai Havertz, Leandro Trossard oder Bukayo Saka (aus der Jugend), die den Kader Schritt für Schritt in Artetas Richtung verbesserten
Dabei geht es nicht nur um Namen, sondern um Profil. Arteta wollte spielstarke, taktisch flexible, robuste und lernbereite Spieler, die seine Idee mittragen.
Rice brachte Wucht und Führung, Ødegaard Struktur und Rhythmus, Raya Ruhe im Aufbau und Gyökeres schließlich die Torquote und die Aggressivität gegen den Ball, die im letzten Schritt zum Titel entscheidend wurden.
Artetas Arsenal steht grundsätzlich für Kontrolle. Seine Mannschaften wollen den Ball, strukturieren Angriffe sehr sauber und versuchen, Spiele über eine starke und solide defensive, sauberes Passspiel und hohe Pressingintensität zu dominieren.
Arteta war lange vor allem für sein Positionsspiel bekannt. In der Meistersaison kam aber mehr Härte, mehr Geduld, mehr Spielkontrolle in schwierigen Phasen hinzu. Arsenal war nicht schön anzusehen, sondern äußerst effizient geworden. In dieser Saison haben sie es geschafft, mit starken Standardsituationen und einer soliden Abwehr auch zähe Spiele und mit nur wenigen Schüssen auf das gegnerische Tor zu gewinnen und die wichtigen Punkte zu holen, die am Ende für den Titel entscheidend sind. Nicht immer gewinnt die beste oder sehenswerteste Mannschaft, sondern oft die effizienteste
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