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Tennis
  1. TENNIS

Anisimova komplettiert Viertelfinale

Wer spielt sich in New York ins Rampenlicht, und wer muss die Segel streichen? Am Labor Day wurden bei den US Open die Karten neu gemischt.

Amanda Anisimova setzte den wohl deutlichsten Fingerzeig des Turniers. Mit 6:0 und 6:3 überrollte sie Beatriz Haddad Maia und sicherte sich als letzte Spielerin das Ticket fürs Viertelfinale. Es war ein Auftritt voller Wucht, Tempo und Selbstvertrauen. Genau das, was man in New York sehen will. Nun steht für die Amerikanerin ein Duell an, das Tennisfans elektrisiert: die Revanche gegen Iga Swiatek.

Die Erinnerung ans Wimbledon-Finale ist noch präsent. Damals spielte Swiatek Anisimova förmlich an die Wand und ließ ihr keinen einzigen Spielgewinn zu. Doch diesmal scheint die Ausgangslage eine andere zu sein. Anisimova wirkt in Flushing Meadows entschlossener und konstanter. Zudem könnte ihr die Stimmung auf heimischem Boden zusätzlichen Schub geben. Schlechter als in London kann es ohnehin nicht laufen.

Osaka zurück auf der großen Bühne

Parallel dazu meldet sich Naomi Osaka mit einem Statement zurück. Gegen Coco Gauff, immerhin Lokalmatadorin und Hoffnungsträgerin des US-Tennis, ließ Osaka nichts anbrennen. 6:3, 6:2 hieß es am Ende. Ein Ergebnis, das so deutlich ist, wie es klingt. Sechs Doppelfehler von Gauff, dazu eine Osaka, die beim eigenen Aufschlag fast unantastbar blieb: Das war die Grundlage für eine Lehrstunde.

Es ist ein Sieg mit Symbolkraft. Osaka, die nach ihrer Babypause lange um den Anschluss kämpfen musste, wirkt im Sommer 2025 gereift und gleichzeitig wieder hungrig. Dass sie ihre Rückkehr auf die große Bühne ausgerechnet gegen Gauff untermauert, verleiht der Geschichte eine besondere Würze.

Im Viertelfinale wartet nun Karolina Muchová. Die Tschechin musste gegen Marta Kostyuk über drei Sätze gehen, zog am Ende aber mit 6:3, 6:7 (0) und 6:3 durch. Eine Begegnung, die für Spannung sorgt: Kann Osaka ihre Dominanz fortsetzen oder kontert Muchová mit Variabilität und Cleverness?

Swiatek und Anisimova im Showdown mit Geschichte

Währenddessen hatte Iga Swiatek am Labor Day leichtes Spiel und gewann mit 6:3 und 6:1 gegen Ekaterina Alexandrova. Ein Ergebnis, das ihre aktuelle Formstärke unterstreicht. Die Polin zeigt einmal mehr, dass sie auf Hartplatz genauso gefährlich ist wie auf Sand. Doch mit Anisimova wartet nun eine Gegnerin, die noch eine Rechnung offen hat.

Es ist genau diese Art von Geschichte, die die US Open so besonders macht: Rivalitäten, Revanchegelüste, Emotionen. Kann Anisimova ihre traumatische Erfahrung in Wimbledon in positive Energie verwandeln? Oder zieht Swiatek erneut gnadenlos durch?

In der oberen Hälfte des Tableaus treffen Sabalenka und Vondrousova sowie Pegula und Krejcikova aufeinander.

Und dann wäre da noch die obere Hälfte des Tableaus. Aryna Sabalenka trifft auf Marketa Vondrousova, während Jessica Pegula gegen Barbora Krejcikova antritt. Zwei Duelle, die nicht nur spielerisch, sondern auch atmosphärisch große Versprechen halten.

Sabalenka, die Powerfrau mit der Vorliebe für offensive Feuerwerke, trifft auf Vondrousova, die Meisterin der Variation. Das klingt nach einem Clash of Styles. Und Pegula, die amerikanische Nummer eins, trägt die Hoffnungen des Publikums, wenn sie auf die trickreiche Krejcikova trifft.

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