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Andriy Shevchenko
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Andriy Shevchenko - Einer der Besten seiner Generation

Andriy Shevchenko, Weltfußballer des Jahres 2004, ist eine Legende unter den großen Stürmern der jüngeren Fußballgeschichte. In Erinnerung bleiben vor allem seine grandiosen Auftritte im Trikot des AC Mailand in der Champions League. Tauchen wir ein in die faszinierende Karriere des ukrainischen Fußballgenies.

Die Anfänge

Andriy Shevchenko, geboren am 29. September 1979 in einem beschaulichen Dorf in der Nähe von Kiew, schnupperte schon früh Fußballluft. Im zarten Alter von sieben Jahren schloss er sich 1986 dem renommierten Klub Dynamo Kiew an, der damals seine zwölfte sowjetische Meisterschaft feierte. Obwohl sich die politische Landschaft änderte und die Ukraine ihre Unabhängigkeit erklärte, blieb Dynamo Kiew auf höchstem Niveau vertreten. Shevchenko debütierte 1994/95 im Profifußball, doch der internationale Durchbruch ließ noch etwas auf sich warten.

Dynamo Kiew

Die Saison 1997/98 markierte endgültig den Durchbruch Shevchenkos im Profibereich. Mit fünf Toren in acht Spielen führte er Dynamo Kiew ins Viertelfinale der Champions League, wo sie auf Juventus Turin trafen und unterlagen. Doch im kommenden Jahr sollte es noch besser werden. Der Höhepunkt dieser Reise war das Viertelfinalduell gegen den Vorjahressieger Real Madrid, das Kiew mit Shevchenkos drei Toren sensationell überstand. Trotz des Ausscheidens im Halbfinale gegen den FC Bayern München prägte Shevchenko die beste Kiewer Champions League-Performance, mit acht Toren in zehn Spielen. Seine Sternstunde veranlasste im Sommer 1999 seinen Wechsel zum AC Mailand für knapp 24 Millionen Euro, wo er die goldene Ära seiner Karriere einläutete.

AC Mailand

Beim großen AC Mailand entfaltete Andriy Shevchenko 1999 sein ganzes Talent. Der 23-jährige Ukrainer wurde auf Anhieb Torschützenkönig der Serie A, erzielte 24 Treffer in der Liga und ließ damit Größen wie Gabriel Batista und Hernan Crespo hinter sich. Trotz Shevchenkos individueller Brillanz belegte die Mannschaft nur den dritten Platz. Im Jahr darauf wurde Milan nur Sechster. Das lag aber sicher nicht an Shevchenko, der erneut 24 Tore erzielte. Mit Neuzugängen wie Andrea Pirlo und Rui Costa gelang in Shevchenkos dritter Saison schließlich der Sprung auf Platz vier. Shevchenko, mit 14 Ligatoren immer noch der treffsicherste Spieler, wurde jedoch inkonstanter. Die Wende kam mit der Verpflichtung von Carlo Ancelotti als Trainer. Die glorreichen Zeiten sollten beginnen. Mit weiteren Verstärkungen wie Alessandro Nesta und Clarence Seedorf gewann Milan auch die Champions League. Shevchenko, der in der Liga nur fünf Tore erzielte, wurde zum Architekten des Erfolgs. Seine entscheidenden Tore im Viertelfinale und Halbfinale sowie der entscheidende Elfmeter im Finale führten Milan zum begehrten Titel. Der Triumph beflügelte die Mannschaft, und in der folgenden Saison holte Milan den lang ersehnten 17. Scudetto. Shevchenko, mit 24 Treffern erneut Torschützenkönig der Serie A, wurde zum Weltfußballer des Jahres gewählt. Doch die Champions-League-Reise endete spektakulär gegen Deportivo La Coruna. Shevchenkos Zeit beim AC Mailand war zweifellos von Höhen und Tiefen geprägt.

Wechsel nach England und Karriereausklang

Nach der Weltmeisterschaft 2006 wagte Shevchenko einen teuren Wechsel zum FC Chelsea für die stolze Ablösesumme von 46 Millionen Euro. Doch in England kam der Stürmer nie richtig an. In seiner ersten Saison erzielte er in 30 Ligaspielen nur vier Tore. In der darauffolgenden Spielzeit verlor er seinen Stammplatz und kämpfte mit Verletzungen, die zu nur fünf Toren in 17 Einsätzen führten. Im Jahr 2008 kehrte Shevchenko auf Leihbasis zum AC Mailand zurück, konnte aber nicht mehr an seine alte Form anknüpfen. Mit je einem Tor im UEFA-Pokal und in der Coppa Italia war seine Rückkehr nach Mailand nur von begrenztem Erfolg gekrönt. Im Sommer 2009 kehrte er zunächst zum FC Chelsea zurück, wechselte aber zwei Monate später ablösefrei zu seiner ersten Profistation Dynamo Kiew, wo er 2012 seine aktive Karriere beendete.

EM im eigenen Land

Einen letzten Karrierehöhepunkt erlebte Shevchenko bei der Europameisterschaft 2012 im eigenen Land. Obwohl die Ukraine in der Vorrunde ausschied, erzielte er beim 2:1-Sieg gegen Schweden beide Tore. Sein Abschied aus der Nationalmannschaft war kein Märchen, aber ein würdiges Ende. Mit 111 Spielen und 48 Toren ist er bis heute Rekordtorschütze der Ukraine.

Nach der aktiven Karriere

Nach dem Ende seiner aktiven Fußballkarriere versuchte sich Shevchenko zunächst in der Politik, scheiterte jedoch am Einzug ins ukrainische Parlament. Im Februar 2016 wurde er Co-Trainer der ukrainischen Nationalmannschaft und übernahm nach dem Rücktritt von Mychajlo Fomenko nach der Europameisterschaft 2016 den Posten des Cheftrainers. Bei der Europameisterschaft 2021 führte er die Ukraine ins Viertelfinale, trat aber nach dem Turnier zurück. Im November 2021 wurde er Cheftrainer des CFC Genua, wurde aber nach drei Unentschieden in neun Spielen der Serie A und dem Ausscheiden im Pokal im Januar 2022 entlassen.

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