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Olympia/Tennis
  1. TENNIS

Altmaier unterliegt in Washington

Ein Doppelbreak im entscheidenden Satz und vier ungenutzte Matchbälle führen zum Aus. Beim ATP 500 in Washington erlebt Daniel Altmaier ein bitteres Deja-vu. Währenddessen kämpfen die Spieler in Kitzbühel gegen ihre Gegner und das Wetter.

Altmaiers Auftakt in die US-Hardcourt-Saison endet mit einer Enttäuschung, die lange nachwirkt. Gegen Matteo Arnaldi, die italienische Nummer 44 der Welt, lieferte sich der deutsche Profi ein hochklassiges Duell, das er nach 2:44 Stunden Spielzeit trotz klarer Vorteile im dritten Satz mit 6:4, 2:6, 6:7 (2) verlor. Besonders schmerzhaft: Altmaier führte im finalen Durchgang bereits mit einem Doppelbreak und hatte vier Matchbälle, verpasste aber dennoch den Einzug in die zweite Runde.

Dabei sah es zu Beginn so aus, als könne der 25-Jährige einen perfekten Start in die Hartplatz-Saison hinlegen. Im ersten Satz ließ er sich weder von Breakbällen noch vom druckvollen Spiel des Italieners beeindrucken, sondern setzte selbst den entscheidenden Nadelstich: Beim Stand von 5:4 nutzte Altmaier seine Chance und holte sich den Satz.

Doch danach wendete sich das Blatt. Arnaldi wurde mutiger, Altmaier zunehmend fehleranfälliger. Zwei verlorene Aufschlagspiele im zweiten Satz sorgten für klare Verhältnisse: 2:6 aus Sicht des Deutschen. Alles sollte also im dritten Satz entschieden werden.

Und wie! Altmaier nutzte eine frühe Schwächephase Arnaldis eiskalt aus und ging mit 3:1 in Führung. Doch dann schien plötzlich seine Hand zu zittern. Anstatt den Vorsprung zu verwalten, ließ der Kempener den Italiener zurück ins Spiel. Vier Matchbälle beim Aufschlag des Gegners blieben ungenutzt. Danach folgte der Aufschlagverlust und der Weg in den Tiebreak war geebnet. Auch dort zeigte Arnaldi die besseren Nerven, zog rasch davon und ließ Altmaier keine Chance mehr.

Ein Rückschlag zur Unzeit, denn mit den US Open in Sichtweite hätte Washington eigentlich der erste Schritt in Richtung Formaufbau sein sollen. Nun bleibt nur der Blick zurück auf ein Match, das Altmaier eigentlich längst gewonnen hatte, sowie der Ausblick auf neue Gelegenheiten. Arnaldi trifft in der zweiten Runde nun auf Lorenzo Sonego, der als Nummer 16 ins Turnier eingestiegen ist.

Das stark besetzte 48er-Hauptfeld wird von US-Star Taylor Fritz angeführt, der als Weltranglisten-Vierter zu den Topfavoriten zählt. Fünf Spieler aus den Top Ten wollen sich in der US-Hauptstadt schon jetzt für die French Open 2025 in Stellung bringen. Für Altmaier bleibt das vorerst ein ferner Traum.

Während Washington in der Sonne glüht, kämpfen die Spieler in Kitzbühel mit einem ganz anderen Gegner: dem Wetter. Beim ATP-250-Turnier in den Tiroler Alpen begann der Auftakt am Montag mit Regen, Unterbrechungen und viel Geduld. Zwei Partien mussten für fast vier Stunden ausgesetzt werden. Betroffen war unter anderem Francisco Comesana, der gegen Tristan Boyer bereits mit 5:2 in Führung lag. Auch Daniel Elahi Galan wurde bei seinem Match gegen Alexander Shevchenko jäh gestoppt beim Stand von 2:1.

Gegen 16:40 Uhr konnten die Spieler dann wieder auf den Platz. Im weiteren Verlauf des Abends rückte besonders ein junger Name in den Fokus: der österreichische NextGen-Star Joel Schwärzler. Der 18-Jährige traf auf den gesetzten Ungarn Márton Fucsovics, was für die Fans eine erste Standortbestimmung war: Wie nah ist der Lokalmatador den Großen des Spiels schon?

Später am Abend griff dann auch Publikumsliebling Hugo Gaston ins Geschehen ein. Sein Gegner war der Qualifikant Norbert Gombos. Auf dem Papier war dieses Duell offen und bot das Potenzial für eine Überraschung.

Im Fokus steht jedoch ein anderer Name: Alexander Bublik. Der topgesetzte Kasache reist mit breiter Brust nach Kitzbühel, nachdem er sich beim EFG Swiss Open in Gstaad erstmals zum Sandplatz-Champion krönte. Als Nummer 30 der Weltrangliste ist er in Österreich der Favorit, doch die Bedingungen in den Alpen und ein hungriges Teilnehmerfeld könnten Bubliks Weg zum nächsten Titel erschweren.

Während sich Washington von Altmaier verabschiedet, begrüßt Kitzbühel die Wetterkapriolen. Die noch junge ATP-Woche liefert schon jetzt das, was Fans lieben: Emotionen, Drama, junge Hoffnungsträger und die eine große Frage: Wer nutzt die Bühne für den nächsten großen Schritt?

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