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Almeida setzt sich gegen Vingegaard durch

Drama am Angliru: Auf der 13. Etappe der Vuelta a Espana triumphierte Joao Almeida im Duell mit Jonas Vingegaard und machte das Rennen um den Gesamtsieg damit spannender denn je.

Die 13. Etappe der Vuelta a Espana 2025 führte über mehr als 200 Kilometer und endete am gefürchteten Alto de l’Angliru. Dieser Anstieg steht seit Jahren synonym für Drama, Heldenmut und zerplatzte Träume. Ähnlich wie die großen Bergmythen der Tour de France. Schon vor dem Start war klar: Hier würden Sekunden, wenn nicht gar Minuten, über Triumph oder Niederlage entscheiden.

Der Tag begann vergleichsweise harmlos mit flachen Kilometern, doch bald formierte sich eine Ausreißergruppe mit über 20 Fahrern. Unter ihnen war der Klassiker-Spezialist Mads Pedersen, der am Zwischensprint wertvolle Punkte für das grüne Trikot sammelte. Der Klassiker-Spezialist Mads Pedersen, der am Zwischensprint wertvolle Punkte für das grüne Trikot sammelte. Im Hintergrund lauerten jedoch bereits die Favoriten-Teams, die das Rennen früh kontrollierten.

Das Team Visma – Lease a Bike übernahm die erste Initiative und ließ den Vorsprung der Ausreißer nie auf über drei Minuten anwachsen. Spätestens am Alto del Cordal war die Spannung im Feld zu spüren: Das UAE Team Emirates drückte aufs Tempo und machte klar, dass Almeida heute seine Chance bekommen sollte. Bob Jungels und Jefferson Cepeda sorgten für Zwischenspurts in den Bergen, während Antonio Tiberi nach einem Sturz den Anschluss verlor.

Alles lief auf ein Finale am Angliru hinaus, und dort präsentierte sich das Team UAE geschlossen und furchteinflößend. Jay Vine und Felix Großschartner sorgten dafür, dass das Feld immer kleiner wurde, bis nur noch die absoluten Top-Kletterer übrig waren.

Sechs Kilometer vor dem Ziel begann die entscheidende Phase. Almeida übernahm selbst die Spitze. Ein selbstbewusstes Statement des Portugiesen. Jonas Vingegaard, sein Dauerschatten und Dauerrivale, klebte am Hinterrad. Mit ihnen hielten noch Sepp Kuss und Jai Hindley Schritt, doch bald mussten beide abreißen lassen.

Auf den brutalsten Rampen mit bis zu 23 Prozent Steigung spitzte sich das Duell zu: Almeida gegen Vingegaard. Doch wer auf einen explosiven Angriff des Tour-de-France-Siegers gehofft hatte, wurde enttäuscht. Vingegaard konnte nicht beschleunigen, er verteidigte nur. Almeida dagegen fuhr wie in Trance, bestimmte das Tempo und wartete geduldig auf seine Chance.

Am Ende entschied ein kurzer, aber klarer Sprint. Almeida setzte sich souverän durch und holte seinen ersten Etappensieg bei der Vuelta. Vingegaard blieb zwar dicht dran, musste sich jedoch geschlagen geben.

Hinter dem Spitzenduo sorgte das Rennen um das Podium für zusätzliche Dramatik. Jai Hindley schob sich auf Rang drei, während Felix Gall wichtige Sekunden auf seinen Konkurrenten Tom Pidcock gutmachte. Für Sepp Kuss hingegen war es ein bitterer Tag: Er verlor Zeit und fiel im Gesamtklassement zurück.

Mit diesem Sieg meldet sich João Almeida endgültig als ernsthafter Anwärter auf den Gesamtsieg. Die Vuelta a España bleibt damit ein offenes Rennen, in dem sich die Favoriten keine Fehler erlauben dürfen. Der Angliru hat gezeigt, dass Vingegaard verwundbar ist, Almeida stärker denn je ist und das Podium enger zusammenrückt.

Für die Fans ist es ein Geschenk: Nach den packenden Duellen am Berg stehen nun die entscheidenden Etappen bevor. Die Vuelta 2025 ist ein Radsport-Spektakel, das den großen Rundfahrten wie der Tour de France in nichts nachsteht.

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