Wie funktioniert die Bundesliga? Alle wichtigen Termine, Regeln, historischen Rekorde und Topspiele der Saison 2026/27 im Überblick.
Die Bundesliga startet am Freitag, dem 28. August 2026, in ihre 64. Saison. Das offizielle Eröffnungsspiel bestreiten der amtierende Meister FC Bayern München und der VfB Stuttgart um 20:30 Uhr in der Allianz Arena. Aufgrund der erst am 19. Juli beendeten FIFA-Weltmeisterschaft beginnt die neue Bundesligasaison eine Woche später als ursprünglich bei einer gewöhnlichen Spielzeit üblich.
Insgesamt treten erneut 18 Mannschaften an. Jeder Verein spielt einmal zu Hause und einmal auswärts gegen jeden Konkurrenten, sodass sich 34 Spieltage, 306 Begegnungen und für jede Mannschaft 34 Saisonspiele ergeben.
Der FC Bayern München geht erneut als Titelverteidiger und Favorit in die Spielzeit. Zu den wichtigsten Herausforderern zählen Borussia Dortmund, RB Leipzig, Bayer 04 Leverkusen, der VfB Stuttgart und weitere Vereine, die sich in den vergangenen Jahren im oberen Tabellendrittel etabliert haben. Mit dem FC Schalke 04 kehrt zudem das Revierderby gegen Dortmund in die Bundesliga zurück.
Die Bundesliga wurde am 28. Juli 1962 auf dem DFB-Bundestag in Dortmund beschlossen und nahm zur Saison 1963/64 ihren Spielbetrieb auf. Zuvor wurde der deutsche Meister über regionale Oberligen und eine anschließende Endrunde ermittelt. Mit der Einführung einer landesweiten Spielklasse sollte der deutsche Vereinsfußball professioneller und international konkurrenzfähiger werden.
In der Premierensaison nahmen 16 Vereine teil. Der erste Bundesligameister war der 1. FC Köln, der sich 1964 unter Trainer Georg Knöpfle den Titel sicherte.
Bereits zur Saison 1965/66 wurde das Teilnehmerfeld auf 18 Mannschaften erweitert. Dieses Format blieb mit einer einzigen Ausnahme bestehen: In der Saison 1991/92 spielten nach der deutschen Wiedervereinigung einmalig 20 Vereine in der Bundesliga. Anschließend kehrte die Liga wieder zum bis heute gültigen Modell mit 18 Mannschaften zurück.
Eine weitere bedeutende Änderung erfolgte zur Saison 1995/96. Seitdem erhalten Mannschaften für einen Sieg 3 Punkte statt zuvor 2 Punkte. Ziel war es, offensiveres Spiel und ein größeres Risiko auf einen Sieg zu belohnen.
In den ersten Jahren war die Bundesliga von wechselnden Meistern geprägt. Neben dem 1. FC Köln gewannen unter anderem Werder Bremen, Eintracht Braunschweig, TSV 1860 München und der 1. FC Nürnberg die Meisterschaft.
In den 1970er-Jahren entwickelte sich das Duell zwischen dem FC Bayern München und Borussia Mönchengladbach zur ersten großen Rivalität der Bundesliga. Gladbach gewann unter Trainer Hennes Weisweiler und später Udo Lattek zwischen 1970 und 1977 fünf Meistertitel. Spieler wie Jupp Heynckes, Günter Netzer, Berti Vogts, Herbert Wimmer und Allan Simonsen prägten diese Ära.
Bayern München baute zur gleichen Zeit rund um Franz Beckenbauer, Gerd Müller und Sepp Maier eine Mannschaft auf, die nicht nur national, sondern auch international dominierte. Die Münchner gewannen von 1974 bis 1976 dreimal hintereinander den Europapokal der Landesmeister.
Später prägten auch der Hamburger SV, Werder Bremen, der VfB Stuttgart, Borussia Dortmund und der 1. FC Kaiserslautern einzelne Epochen.
Der FC Bayern entwickelte sich mit deutlichem Abstand zum erfolgreichsten Verein der Bundesligageschichte. Besonders dominant war die Serie von 11 Meisterschaften in Folge zwischen 2013 und 2023.
Verein | Bundesligatitel |
FC Bayern München | 34 |
Borussia Dortmund | 5 |
Borussia Mönchengladbach | 5 |
Werder Bremen | 4 |
Hamburger SV | 3 |
VfB Stuttgart | 3 |
Hier werden ausschließlich Titel seit der Gründung der Bundesliga 1963 berücksichtigt. Frühere deutsche Meisterschaften vor Einführung der Liga sind nicht enthalten.
Die Bundesliga besteht aus 18 Vereinen. Jede Mannschaft trifft zweimal auf jeden Gegner:
einmal im eigenen Stadion,
einmal auswärts.
Jeder Klub absolviert deshalb 34 Spiele. Insgesamt werden in der Saison 306 Bundesligapartien ausgetragen.
Für einen Sieg gibt es 3 Punkte, für ein Unentschieden einen Punkt und für eine Niederlage keinen Punkt.
Bei Punktgleichheit entscheidet zunächst die Tordifferenz. Danach folgen die Zahl der erzielten Tore, der direkte Vergleich und bei Bedarf weitere Kriterien.
Der Tabellenführer nach dem 34. Spieltag wird Deutscher Meister und erhält die Meisterschale.
FC Bayern München
Borussia Dortmund
RB Leipzig
VfB Stuttgart
TSG Hoffenheim
Bayer 04 Leverkusen
SC Freiburg
Eintracht Frankfurt
FC Augsburg
Mainz 05
Borussia Mönchengladbach
Hamburger SV
Union Berlin
1.FC Köln
Werder Bremen
FC Schalke 04
SC Paderborn 07
SV Elversberg
1. bis 4. Platz | Ligaphase der UEFA Champions League |
5. Platz | Ligaphase der UEFA Europa League |
DFB-Pokalsieger | Ligaphase der UEFA Europa League |
6. Platz | Qualifikation zur UEFA Conference League |
Gewinnt der DFB-Pokalsieger bereits über seine Bundesligaplatzierung einen Platz in der UEFA Champions League oder UEFA Europa League, wird der Europa-League-Platz über die Bundesliga weitergereicht. Dadurch kann sich auch der Conference-League-Platz entsprechend nach hinten verschieben.
Zusätzliche Startplätze können entstehen, wenn ein deutscher Verein die UEFA Champions League, UEFA Europa League oder UEFA Conference League gewinnt und sich nicht bereits über die Bundesliga qualifiziert hat.
Die Mannschaften auf den Plätzen 17 und 18 steigen direkt in die 2. Bundesliga ab.
Der Tabellen-16. muss in die Relegation und trifft dort auf den Drittplatzierten der 2. Bundesliga. Die Entscheidung fällt in einem Hin- und Rückspiel.
Die Relegation wurde bereits zwischen 1982 und 1991 ausgetragen und zur Saison 2008/09 wiedereingeführt.
Für die Saison 2026/27 stehen die Termine bereits fest:
Die Bundesliga beginnt am Freitag, dem 28. August 2026, um 20:30 Uhr mit dem Spiel zwischen dem FC Bayern München und dem VfB Stuttgart.
Der 34. und letzte Spieltag wird am Samstag, dem 22. Mai 2027, ausgetragen. Wie üblich finden am letzten Spieltag alle Begegnungen zeitgleich statt.
1/ Der Klassiker: Bayern München gegen Borussia Dortmund
Das Hinspiel zwischen Bayern und Dortmund findet am 8. Spieltag statt. Bayern empfängt den BVB am Wochenende rund um den 31. Oktober 2026 in München.
Das Rückspiel wird am 25. Spieltag in Dortmund ausgetragen.
2/ Revierderby: Schalke 04 gegen Borussia Dortmund
Durch Schalkes Rückkehr ist das Revierderby erstmals seit 3 Jahren wieder Teil des Bundesligaspielplans.
Das Hinspiel findet am 12. Spieltag in Gelsenkirchen statt. Der Spieltag ist für Anfang Dezember 2026 vorgesehen. Es handelt sich um das 101. Revierderby in der Bundesliga.
3/ Nordduell: Werder Bremen gegen Hamburger SV
Mit dem Hamburger SV und Werder Bremen treffen zwei der größten Traditionsvereine Norddeutschlands aufeinander. Das Duell zählt zu den historisch bedeutendsten Rivalitäten der Bundesliga.
4/ Rheinderby: Borussia Mönchengladbach gegen 1. FC Köln
Das Rheinderby gehört zu den emotionalsten Begegnungen der Saison. Borussia Mönchengladbach und der 1. FC Köln verbindet eine jahrzehntelange sportliche und regionale Rivalität.
Die nationalen Medienrechte gelten von der Saison 2025/26 bis 2028/29.
Sky überträgt:
alle Einzelspiele am Freitag,
alle Einzelspiele am Samstag,
das Topspiel am Samstagabend,
die Spiele der 2. Bundesliga.
DAZN zeigt die Bundesliga-Konferenz am Samstagnachmittag und die Sonntagsspiele. Einzelne Partien können abhängig vom Rechtepaket auch parallel bei Sky und DAZN verfügbar sein.
Sat.1 besitzt Free-TV-Rechte an ausgewählten Livepartien. Dazu gehören unter anderem das Eröffnungsspiel, weitere ausgewählte Begegnungen und die Relegation. Die Zusammenfassungen werden weiterhin unter anderem in der ARD, im ZDF und bei Sport1 gezeigt.
Wett-Credits nach Abrechnung von Wetten im Wert der qualifizierenden Einzahlung zur Nutzung verfügbar. Gewinne schließen den Einsatz von Wett-Credits aus. Es gelten die AGB, Zeitlimits und Ausnahmen.