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Alles, was du über das gepunktete Trikot der Tour de France wissen musst

Wer bei der Tour de France die Berge dominiert, darf das berühmte gepunktete Trikot tragen. Doch woher kommt es, wer darf es tragen und warum ist es so begehrt? Hier erfährst du alles rund um das Kulttrikot der „Könige der Berge“.

Das Bergtrikot: Symbol für Kletterlegenden

Bei der Tour de France steht oft das gelbe Trikot im Rampenlicht. Für Kletterkünstler auf zwei Rädern gibt es jedoch eine eigene, nicht weniger prestigeträchtige Auszeichnung: das gepunktete Trikot, auch „maillot a pois rouges“ genannt. Seit Jahrzehnten gilt es als Symbol für den besten Bergfahrer im berühmtesten Radrennen der Welt.

Das auffällige weiße Trikot mit den roten Punkten wird an den Fahrer vergeben, der die meisten Punkte in der sogenannten Bergwertung sammelt. Diese Punkte werden auf den Anstiegen der Tour de France verteilt, wobei jede Steigung zuvor von den Veranstaltern in eine Kategorie eingestuft wird. Dabei spielen Länge, Steigung und Schwierigkeit eine Rolle.

Die Klassifizierungen reichen von „Hors Categorie“ (außerhalb der Kategorie) für die extremsten Anstiege bis zur vierten Kategorie für die eher kurzen, weniger steilen Berge. Wer bei den Bergwertungen vorne liegt, sammelt Punkte und sichert sich das begehrte Trikot mit den roten Punkten.

Von der Idee zum Kulttrikot: Eine Reise durch die Geschichte

Die Wurzeln der Bergwertung reichen weit zurück: Bereits 1933 wurde die Kategorie „König der Berge” offiziell bei der Tour de France eingeführt, ganze 30 Jahre nach der Premiere der Rundfahrt. Ein spezielles Trikot für die besten Kletterer gab es damals jedoch noch nicht.

Der Startschuss für das heute weltberühmte gepunktete Trikot fiel erst 1975, als der Niederländer Joop Zoetemelk als erster Fahrer in das maillot a pois rouges schlüpfte. Sieger der Bergwertung in jenem Jahr war jedoch der Belgier Lucien Van Impe, während Radlegende Eddy Merckx die Gesamtwertung der Tour gewann.

Noch vor 1933 wählte die Zeitung „L’Auto“, die die Tour de France organisierte, den „besten Kletterer“ aus, allerdings eher willkürlich und ohne offizielle Wertung.

Die größten Kletterlegenden der Tour de France

Ein Name ist untrennbar mit der Geschichte des Bergtrikots verbunden: Richard Virenque. Der Franzose gewann zwischen 1994 und 2004 ganze sieben Mal die Bergwertung, Rekord! Damit übertraf er die bisherigen Spitzenreiter Lucien Van Impe und Federico Bahamontes, die das Trikot jeweils sechsmal holten.

Weitere Klettergrößen mit mehrfachen Siegen sind der Spanier Julio Jimenez sowie Fahrer wie Fausto Coppi, Eddy Merckx, Charly Gaul und Tadej Pogacar, die den Titel „König der Berge“ je zweimal errangen. Pogacar war 2020 und 2021 siegreich und zählt zu den modernsten Kletterstars der Tour.

Aktuelle Träger des gepunkteten Trikots

Auch in den letzten Jahren war das Trikot heiß umkämpft. 2024 schrieb Richard Carapaz Geschichte, als er sich als erster Ecuadorianer den Titel sicherte. 2023 triumphierte Giulio Ciccone, während Jonas Vingegaard 2022 das Trikot gewann.

Bemerkenswert ist, dass es sowohl Vingegaard als auch Pogacar gelang, sowohl die Bergwertung als auch die Gesamtwertung in einem Jahr zu gewinnen. Dieses Kunststück gelang auch Chris Froome im Jahr 2015.

Insgesamt ist es bisher acht Fahrern elf Mal gelungen, ein klarer Beweis für die enorme Bedeutung starker Kletterleistungen bei der Tour.

Warum das Bergtrikot so begehrt ist?

Das gepunktete Trikot ist weit mehr als nur ein modisches Accessoire im Peloton. Es symbolisiert pure Kletterkunst, taktische Finesse und absolute Leidensfähigkeit. Wer es trägt, gehört zur Elite der Tour de France und genießt weltweit Respekt.

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