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Alcaraz eröffnet, Djokovic tanzt vielleicht zum letzten Mal

Carlos Alcaraz startet am Montag auf dem Centre Court, Djokovic und Sinner folgen am Dienstag. Wimbledon verspricht ein Grand-Slam-Festival der Generationen zu werden.

Wenn sich am Montag die Tore zum All England Club öffnen, beginnt mehr als nur ein weiteres Tennisturnier. Wimbledon 2025 wird zur Bühne für drei zentrale Fragen im Herrentennis. Kann Carlos Alcaraz seinen Titel verteidigen und seine Siegesserie ausbauen? Wie lange tanzt Novak Đoković noch auf dem „heiligen Rasen”? Und gelingt Jannik Sinner der nächste Coup nach Paris?

Alcaraz eröffnet, Djokovic und Sinner folgen

Der zweifache Titelträger und amtierende Champion Carlos Alcaraz hat die Ehre, das Turnier auf dem Centre Court zu eröffnen. Eine Wimbledon-Tradition, die dem Titelverteidiger zusteht. Gegen Fabio Fognini, der einst zu den Top Ten gehörte, will der Spanier seine beeindruckende Siegesserie von 18 Matches ausbauen.

Am Dienstag greifen dann auch die beiden weiteren Topfavoriten ins Geschehen ein. Jannik Sinner, die aktuelle Nummer eins der Welt, trifft in einem rein italienischen Duell auf Luca Nardi. Es ist das erste Aufeinandertreffen der beiden auf ATP-Ebene. Ebenfalls am Dienstag startet Novak Đoković ins Turnier, vielleicht in sein letztes Wimbledon. Der siebenfache Champion trifft auf den Franzosen Alexander Muller.

Djokovic: Letzter Tanz für Titel Nummer 25?

„Das kann das letzte Match gewesen sein, das ich jemals hier gespielt habe”, sagte Djokovic nach seinem Halbfinal-Aus bei den French Open. Eine Aussage, die hängen bleibt. Denn mit 38 Jahren und einer langen Verletzungshistorie wird klar: Für Djokovic tickt die Uhr.

Doch nirgendwo sieht der Serbe seine Chancen auf den 25. Grand-Slam-Titel größer als in Wimbledon. Der Rasen in London ist sein Wohnzimmer: Sieben Mal triumphierte er hier, nur Roger Federer (acht Titel) steht noch vor ihm. Djokovic kennt die Eigenheiten des millimetergenau getrimmten Grüns wie kein Zweiter und weiß, wie man sich zwischen Tradition, Präzision und Druck behauptet.

Der Rekord, den er mit Margaret Court (24 Grand Slams) teilt, lockt. Anders als seine einstigen Rivalen Federer und Nadal, die mittlerweile im Ruhestand sind, kämpft Djokovic weiter: gegen die Zeit, gegen den Körper und gegen die junge Elite.

Sinner und Alcaraz: Generation Aufbruch

Doch diese Elite schläft nicht. Jannik Sinner, der frisch gekürte Champion von Paris, hat sich in Windeseile vom hochtalentierten Youngster zur Nummer eins der Welt entwickelt. Der Italiener spielt nicht nur schneller und konstanter als je zuvor, er gewinnt auch. Und das regelmäßig. Drei der letzten sechs Grand Slams gingen an ihn, drei weitere an Carlos Alcaraz.

Letzterer hat sich mit einer Mischung aus Spielwitz, Kraft und Cleverness an die Spitze gespielt. Nach seinem Triumph gegen Djokovic im Wimbledon-Finale 2024 scheint er mehr als bereit zu sein, seine Regentschaft auf Rasen zu verlängern. Die Rollen sind klar verteilt: Sinner und Alcaraz sind die Jäger von gestern und die Gejagten von heute.

Zverev ist der Außenseiter mit Ambitionen

Und Alexander Zverev? Der Deutsche ist in der Weltrangliste nach wie vor die Nummer drei, doch auf Rasen verlief seine Karriere bislang holprig. Noch nie ist er in Wimbledon über das Achtelfinale hinausgekommen. Dennoch zeigt sich Zverev vor Turnierbeginn selbstbewusst: „Ich glaube, ich kann hier gut spielen.”

Mit der Finalteilnahme in Stuttgart und dem Erreichen des Halbfinales in Halle hat er seine gute Rasenform bewiesen, doch der Weg nach London ist steinig. Bereits in der dritten Runde könnte er auf Matteo Berrettini treffen, später warten möglicherweise Medvedev oder Fritz. Zverevs Grand-Slam-Traum lebt, aber er ist erneut Außenseiter.

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