Überspringen zum Inhalt
Aksel Lund Svindal
  1. ANDERE SPORTARTEN

Aksel Lund Svindal - Eine norwegische Ski-Ikone

Aksel Lund Svindal hat im alpinen Skiweltcup mit sagenhaften 36 Siegen in vier von fünf Disziplinen eine eindrucksvolle Spur hinterlassen.

Im Rampenlicht des alpinen Skisports hat Aksel Lund Svindal die Gipfel des Erfolgs erklommen. Der ehemalige norwegische Skirennläufer zählt zweifelsohne zu den prägenden Figuren der jüngeren Geschichte. 

Herkunft und Anfänge

Aksel Lund Svindal wurde am 26. Dezember 1982 im norwegischen Lorenskog geboren. Bereits im Alter von drei Jahren schnupperte Svindal erste Skiluft und verliebte sich in den Sport. Seine Wurzeln lagen zunächst in Fetsund, später in Skedsmo. Mit 15 packte er seine Skier und zog nach Oppdal, wo er die nächsten vier Jahre am dortigen Sportgymnasium verbrachte und erfolgreich abschloss. Seine ersten FIS-Rennen bestritt Svindal im Dezember 1998, ab November 2000 startete er auch im Europacup. Der internationale Durchbruch gelang ihm bei der Junioren-Weltmeisterschaft 2002 in Tarvis. Dort gewann er die Goldmedaille in der Kombination und Silber im Super-G. Bronze gewann er in der Abfahrt und im Slalom. Schon früh wurde er als möglicher Nachfolger der erfolgreichen norwegischen Skirennläufer Kjetil Andre Aamodt und Lasse Kjus gehandelt.

Erste Schritte als Profi

Sein Weltcupdebüt gab Svindal am 28. Oktober 2001 beim Riesenslalom in Sölden. In der Wintersaison 2002/03 etablierte er sich mit beeindruckenden fünf Siegen an der Spitze des Europacups. Damit sicherte er sich nicht nur den Sieg in der Slalomwertung, sondern auch den dritten Platz in der Gesamtwertung. Seine ersten Weltcuppunkte sammelte Svindal am 15. Dezember 2002 als 23. im Riesenslalom von Val-d`Isere. Nur fünf Tage später wurde er mit der hohen Startnummer 56 überraschend Sechster im Super-G von Gröden. Zwei Tage später wurde er mit Startnummer 57 Neunter im Riesenslalom von Alta Badia, und am 26. Januar 2003 stand er mit Platz zwei in der Hahnenkamm-Kombination von Kitzbühel erstmals im Weltcup auf dem Podest. Bei den Weltmeisterschaften 2003 in St. Moritz beeindruckte er erneut mit einem fünften Platz im Riesenslalom.

Der Sprung in die Weltspitze

Svindal etablierte sich in den Saisons 2003/04 und 2004/05 konstant in den Top-Platzierungen aller fünf Disziplinen und sicherte sich regelmäßig Punkte. Ein Höhepunkt war die Weltmeisterschaft 2005 in Bormio, wo er die Silbermedaille in der Kombination holte. Der Durchbruch kam am 27. November 2005 beim Super-G von Lake Louise mit seinem ersten Weltcupsieg. Die Saison 2005/06 krönte er mit einem zweiten Platz im Gesamtweltcup, dazu gewann er die Super-G-Disziplinenwertung knapp vor Hermann Maier. Die Weltmeisterschaften 2007 in Are wurden zu Svindals Triumph, als er Gold in der Abfahrt und im Riesenslalom holte. In der Saison 2006/07 lieferte er sich ein packendes Duell um den Gesamtweltcup mit Benjamin Raich. Die Entscheidung fiel knapp zu Svindals Gunsten beim Weltcupfinale in Lenzerheide. Dort gewann er drei Rennen in Folge und erreichte im abschließenden Slalom gerade noch den notwendigen 15. Platz für den Gesamtsieg mit einem knappen Vorsprung von 13 Punkten. Zusätzlich sicherte er sich die Riesenslalom- und Kombinationsweltcupwertung. Diese beeindruckenden Erfolge brachten ihm die Auszeichnung als Norwegens Sportler des Jahres, die Aftenposten-Goldmedaille und den Skieur d`Or ein.

Vom Krankenhause zum Olympiasieger

Nach zwei Siegen zu Beginn der Saison 2007/08 stürzte Svindal am 27. November 2007 in Beaver Creek schwer und erlitt einen Jochbein- und Nasenbeinbruch sowie eine tiefe Schnittwunde am Gesäß. Mit einem künstlichen Darmausgang verbrachte er Wochen im Krankenhaus und konnte in dieser Saison kein Rennen bestreiten. Im Folgewinter 2008/09 feierte er in Beaver Creek mit Siegen in Abfahrt und Super-G ein beeindruckendes Comeback. Bei der WM 2009 gewann er Gold in der Super-Kombination und Bronze im Super-G. Das Duell um den Gesamtweltcup 2009 entschied er knapp vor Benjamin Raich für sich. Bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver holte Svindal Silber in der Abfahrt, wurde Olympiasieger im Super-G und gewann Bronze im Riesenslalom. In der Saison 2010/11 verteidigte er seinen Weltmeistertitel in der Super-Kombination. Im Winter 2011/12 gewann er einen Super-G in Lake Louise und eine Abfahrt in Schladming. In der Saison 2012/13 siegte er dreimal im Super-G und gewann die Abfahrt bei den Weltmeisterschaften in Schladming. Svindal gewann zum vierten Mal die Disziplinenwertung im Super-G. In der Saison 2013/14 gewann er erneut den Abfahrts- und Super-G-Weltcup. Trotz starker Leistungen bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi blieb er ohne Medaille, es war nach St. Moritz und Turin erst sein drittes Großereignis ohne Podestplatz.

Erneute Verletzung, Comeback und Karriereende

Kurz vor Beginn der Saison 2014/15 zog sich Svindal beim Fußballspielen einen Achillessehnenriss zu. An Wettkämpfe war zunächst nicht zu denken. Doch der Heilungsprozess verlief überraschend schnell und mit einem speziell angepassten Skischuh konnte er trotz geschwollener Sehne wieder auf die Piste zurückkehren. Ohne vorheriges Renncomeback nahm er an den Weltmeisterschaften 2015 teil und zeigte mit dem sechsten Platz im Super-G und in der Abfahrt eine beeindruckende Leistung. Der Start in die Saison 2015/16 verlief mit Siegen in sieben der ersten neun Speed-Rennen vielversprechend. Im Gesamtweltcup zeichnete sich erneut ein Zweikampf mit Marcel Hirscher ab. Vor der Abfahrt in Kitzbühel führte Svindal mit 107 Punkten vor Hirscher, doch ein schwerer Sturz beendete die Saison vorzeitig. Die Untersuchung in Innsbruck ergab einen Riss des vorderen Kreuzbandes und des Meniskus im rechten Knie, was eine mehrmonatige Pause zur Folge hatte. Nach seinem Comeback am 2. Dezember 2016 beim Super-G in Val-d`Isere wurde Svindal Zweiter und einen Tag später Dritter in der Abfahrt. Aufgrund von Knieproblemen musste er die Saison 2016/17 jedoch vorzeitig beenden. In der Saison 2018/19 erreichte Svindal drei Podestplätze, darunter einen Sieg im Super-G in Gröden. Knieprobleme verhinderten jedoch seinen Start in Kitzbühel. Bei den Olympischen Winterspielen 2018 gewann er Gold in der Abfahrt. Am 26. Januar 2019 gab er sein Karriereende nach der Ski-Weltmeisterschaft 2019 in Are bekannt. Trotz eines enttäuschenden 16. Platzes im WM-Super-G gewann er am 9. Februar 2019 die Silbermedaille in der Abfahrt, nur zwei Hundertstelsekunden hinter seinem Landsmann Kjetil Jansrud.

Weiterführende Artikel

bet365 verwendet Cookies

Wir verwenden Cookies, um einen besseren und individuelleren Service bereitstellen zu können. Nähere Informationen finden Sie in den Richtlinien zu Cookies

Neu bei bet365? Erhalten Sie bis zu €100 in Wett-Credits Jetzt anmelden

Wett-Credits nach Abrechnung von Wetten im Wert der qualifizierenden Einzahlung zur Nutzung verfügbar. Gewinne schließen den Einsatz von Wett-Credits aus. Es gelten die AGB, Zeitlimits und Ausnahmen.