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Abrahamsen holt Ausreißersieg, Pogacar stürzt im Finale

Ein packender Ausreißercoup, ein dramatischer Sturz des Topfavoriten und ein sportlich fairer Moment, der in die Tour-Geschichte eingeht die 11. Etappe hatte alles, was Radsportfans lieben und fürchten zugleich.

Was für ein Tag bei der Tour de France 2024! In der südfranzösischen Metropole Toulouse triumphierte Jonas Abrahamsen nach einem mutigen Ausreißversuch über 211 Kilometer. Der Norweger vom Team Uno-X Mobility setzte sich im Zielsprint haarscharf gegen den Schweizer Meister Mauro Schmid durch, ein Sieg für die Ausdauer, den Mut und den unerschütterlichen Glauben an die eigene Rückkehr.

Denn noch vor wenigen Wochen war ein Start bei der Tour kaum vorstellbar: Ein Schlüsselbeinbruch auf der ersten Etappe der Belgien-Rundfahrt schien Abrahamsens Träume zunichtezumachen. Doch er biss sich zurück, trainierte auf dem Hometrainer, kämpfte und belohnte sich jetzt mit dem größten Erfolg seiner Karriere.

Spannung bis zum letzten Meter: Sprintduell mit Schmid

Die 11. Etappe begann furios. Bereits kurz nach dem Start attackierten Abrahamsen, Schmid und Davide Ballerini. Trotz harter Verfolgung durch das Hauptfeld konnte sich die Spitzengruppe behaupten, die sich im Laufe des Tages mehrfach neu formierte.

Am Ende blieben nur noch Abrahamsen und Schmid an der Spitze. In einem intensiven Zweiersprint bewies der Norweger Nerven aus Stahl und rettete sich mit wenigen Zentimetern Vorsprung ins Ziel. Mathieu van der Poel, der sich an der extrem steilen Cote de Pech David noch aufgemacht hatte, das Duo einzuholen, kam sieben Sekunden zu spät.

Pogacar stürzt und niemand nutzt es aus

Doch nicht nur der Kampf um den Tagessieg sorgte für Schlagzeilen. Sieben Kilometer vor dem Ziel kam Tadej Pogacar, einer der Topfavoriten auf das Gelbe Trikot, zu Fall. Es gab einen kurzen Moment der Panik, doch was folgte, war ein Paradebeispiel für sportliche Größe.

Jonas Vingegaard, Remco Evenepoel und die weiteren Favoriten warteten auf den gestürzten Slowenen. So blieb das Klassement an der Spitze unverändert. Ben Healy verteidigte sein Gelbes Trikot mit 29 Sekunden Vorsprung vor Pogacar. Auch Florian Lipowitz und Primoz Roglic kamen ohne Zeitverlust ins Ziel, ein Achtungserfolg, gerade für das Red-Bull-Duo.

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