Überspringen zum Inhalt
GEHE ZU bet365 Sport
BayArena/Bayer 04 Leverkusen
  1. Fußball
  2. Europa League

1988 – Leverkusens großer Coup

Bayer Leverkusen hat im Jahr 1988 zum ersten und bislang einzigen Mal den UEFA Cup gewonnen. Im Finale gelang der Werkself eine nicht mehr für möglich geglaubte Aufholjagd.

Der UEFA Cup war der Vorläufer der Europa League und hatte in den 80er-Jahren einen hohen Stellenwert. Da zu dieser Zeit nur die Titelträger eines Landes im Europapokal der Landesmeister antreten durften, tummelten sich im UEFA Cup zahlreiche Spitzenklubs. Die Saison 1987/88 sollte dabei in die Geschichte von Bayer Leverkusen eingehen. Im Finale holten sie sich den Titel gegen den spanischen Vertreter Espanyol Barcelona. Der 18. Mai 1988 im Ulrich-Haberland-Stadion ging in die Geschichte ein.

So wurde damals gespielt

Der UEFA Cup 1987/88 war die 17. Auflage dieses Wettbewerbs. 64 Mannschaften, jedoch keine Klubs aus England, nahmen teil. Aus Deutschland waren neben Bayer Leverkusen Borussia Mönchengladbach, Borussia Dortmund und Werder Bremen mit dabei. Zudem die beiden DDR-Vertreter Dynamo Dresden und Wismut Aue. Gespielt wurde in sechs Runden mit Hin- und Rückspiel.

Der Weg bis ins Viertelfinale

Los gings für die Leverkusener gegen den FK Austria Wien. Das Hinspiel in Österreich endete mit einem torlosen Unentschieden. Im Rückspiel hatten die Rheinländer wenig Probleme und zogen ungefährdet mit 5:1 eine Runde weiter. Auch Dortmund, Werder und Aue schafften den Sprung in Runde zwei. Dynamo Dresden scheiterte an Spartak Moskau und Mönchengladbach war gegen Espanyol Barcelona chancenlos. Die Fohlen unterlagen daheim mit 0:1 und später in Barcelona sogar mit 1.4.

In der zweiten Runde traf Leverkusen auf den FC Toulouse. Es sollte ein ganz enges Duell werden. Im Hinspiel in Frankreich holte Bayer ein 1:1. Nachdem Christian Schreier die Werkself in der 34. Minute in Führung brachte, glich Alberto Tarantini in der 69. Minute per Strafstoß zum 1:1 für die Gastgeber aus. Das Rückspiel war wieder recht eng. Leverkusen gelang erst in der 80. Minute der 1:0-Siegtreffer durch Schreier. Außerdem zog der BVB gegen Velez Mostar und Bremen gegen Spartak Moskau weiter. Dabei drehte Werder ein 1:4 aus dem Hinspiel doch noch um und gewann das Rückspiel an der Weser mit 6:2 nach Verlängerung. Aue musste sich gegen KS Flamurtari Vlora aus Albanien verabschieden.

In der zweiten Runde traf Leverkusen auf den FC Toulouse. Es sollte ein ganz enges Duell werden. Im Hinspiel in Frankreich holte Bayer ein 1:1. Nachdem Christian Schreier die Werkself in der 34. Minute in Führung brachte, glich Alberto Tarantini in der 69. Minute per Strafstoß zum 1:1 für die Gastgeber aus. Das Rückspiel war wieder recht eng. Leverkusen gelang erst in der 80. Minute der 1:0-Siegtreffer durch Schreier. Außerdem zog der BVB gegen Velez Mostar und Bremen gegen Spartak Moskau weiter. Dabei drehte Werder ein 1:4 aus dem Hinspiel doch noch um und gewann das Rückspiel an der Weser mit 6:2 nach Verlängerung. Aue musste sich gegen KS Flamurtari Vlora aus Albanien verabschieden.

Über Barca und Bremen ins Finale

Im Viertelfinale erwischte Leverkusen das schwere Los FC Barcelona, doch auch diese Hürde wurde souverän gemeistert. Nach einem torlosen Remis im eigenen Stadion erkämpfte sich Bayer ein 1:0 im Camp Nou. Der Brasilianer Tita ließ den Bundesligisten nach 59 Minuten jubeln. Werder Bremen zog gegen Hellas Verona ebenfalls eine Runde weiter und so kam es im Halbfinale zum deutschen Duell. Der FC Brügge und Espanyol spielten den zweiten Finalisten aus.

Das Hinspiel fand in der Leverkusener Arena statt und Bayer konnte gegen den späteren deutschen Meister knapp mit 1:0 gewinnen. Das entscheidende Tor erzielte Alois Reinhardt in der 61. Spielminute. Im Rückspiel in Bremen entwickelte sich eine wahre Abwehrschlacht, doch das Bayer-Bollwerk hielt und durch ein torloses Unentschieden zog Leverkusen erstmals in ein Europapokalfinale ein.

Das Debakel in Barcelona

Die Leverkusener trafen im Endspiel auf Espanyol Barcelona. Nachdem man keines der bislang 14 Europapokalspiele der Vereinsgeschichte verloren hat, war die Brust entsprechend breit. Man hat sich einiges vorgenommen und wollte schon im Hinspiel in Barcelona für klare Verhältnisse sorgen. Das ging jedoch gründlich daneben. Espanyol erzielte kurz vor der Halbzeit das 1:0 und legte nur vier Minuten nach Wiederanpfiff das 2:0 nach. Nachdem Espanyol in der 57. Minute zum 3:0 erhöhte, schien der Leverkusener Traum schon ausgeträumt zu sein.

„Wir haben den Schönheitspreis gewonnen, während Espanyol aus fünf Chancen drei Tore gemacht hat“, sagte der damalige Trainer Erich Ribbeck über die Partie. Die Hoffnung für das Rückspiel war zwar noch vorhanden, dennoch musste dafür ein Wunder herhalten. Das sah auch der verletzte Christian Schreier so: „Wenn wir das Ding noch umbiegen wollen, müssten Ostern, Weihnachten und Neujahr auf einen Tag fallen.“

Das Wunder in Leverkusen

Am 18. Mai 1988 fand das Rückspiel im Ulrich-Haberland-Stadion statt. Die Leverkusener taten sich zunächst schwer, das auf Kontrolle und Zeitspiel bedachte Espanyol in Bedrängnis zu bringen und so ging es mit einem 0:0-Unentschieden in die Pause. „In der Halbzeit war unsere anfängliche Euphorie einer deutlichen Niedergeschlagenheit gewichen. Es war sehr still in der Kabine“, sagte Keeper Rüdiger Vollborn rückblickend. Aufgeben war jedoch keine Option und nachdem Tita in der 57. Minute zur 1:0-Führung traf, keimte erstmals wieder so etwas wie Hoffnung auf. Als Falko Götz nur sechs Minuten später das 2:0 markierte, gab es endgültig kein Halten mehr. Die Spanier wurden immer verunsicherter und Leverkusen drängte auf das 3:0. In der 91. Minute war es dann endlich soweit, als Bum-kun Cha einen Freistoß von Buncol per Kopf in die Maschen drückte. Nach einer torlosen Verlängerung musste die Entscheidung schließlich im Elfmeterschießen fallen.

Dieses begann für Bayer nicht gerade gut. Nachdem zwei Spanier trafen und Ralf Falkenmayer verschoss, lag man schnell mit 0:2 zurück. Wolfgang Rolff konnte für Bayer auf 1:2 verkürzen. Dann kam Santi Urkiaga für Espanyol und ihm versagten die Nerven. Kurz darauf traf Herbert Waas und die Partie war wieder völlig offen. Als dann auch noch Manule Zuniga vergab, ging Leverkusen durch Klaus Täuber erstmals in Führung. Jetzt lag die Verantwortung bei Sebastian Losada, der im Hinspiel einen Doppelpack schnürte, doch auch er war dem Druck nicht gewachsen und drosch das Leder in den Leverkusener Nachthimmel. Bayer war am Ziel. UEFA-Cup-Sieger 1988 nach einer nicht mehr für möglich geglaubten Aufholjagd.

bet365 verwendet Cookies

Wir verwenden Cookies, um einen besseren und individuelleren Service bereitstellen zu können. Nähere Informationen finden Sie in den Richtlinien zu Cookies

Neu bei bet365? Erhalten Sie bis zu €100 in Wett-Credits Jetzt anmelden

Wett-Credits nach Abrechnung von Wetten im Wert der qualifizierenden Einzahlung zur Nutzung verfügbar. Gewinne schließen den Einsatz von Wett-Credits aus. Es gelten die AGB, Zeitlimits und Ausnahmen.