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Kickers offenbach
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125 Jahre Kickers Offenbach: Große Geschichte, große Gefühle und ein besonderer Besuch von Rudi Völler

Der OFC wird 125 Jahre alt und erinnert in seinem Jubiläumsjahr an große Erfolge, bewegte Jahrzehnte und die tiefe Verbindung von Rudi Völler zum Bieberer Berg.

Kickers Offenbach feiert in diesem Jahr seinen 125. Geburtstag, der OFC wurde am 27. Mai 1901 gegründet. Rund um den offiziellen Vereinsgeburtstag hat der Klub ein eigenes Veranstaltungsprogramm aufgesetzt, darunter eine akademische Feier am 27. Mai und ein großes Fanfest am 6. Juni 2026.  

Dass dieses Jubiläum für den Verein mehr ist als nur ein runder Geburtstag, liegt an der besonderen Geschichte des OFC. Kickers Offenbach gehört zu den traditionsreichsten Namen im deutschen Fußball, hat große Zeiten erlebt, bittere Abstürze verkraftet und trotz aller Rückschläge eine bemerkenswerte Strahlkraft in Deustchland behalten. Selbst in der Regionalliga blieb der Klub in den vergangenen Jahren ein Zuschauermagnet, mit einem Heimspiel-Zuschauerschnitt von weit über 6000 Fans. 

Die größten Erfolge in 125 Jahren Kickers Offenbach

Die erfolgreichsten Kapitel der Vereinsgeschichte liegen vor allem in der Mitte des 20. Jahrhunderts und in den frühen Bundesligajahren. Die größten sportlichen Erfolge des OFC sind der Rekord DFB-Pokalsieg 1970 als damaliger Zweitligist sowie die deutschen Vizemeisterschaften 1950 und 1959. Dazu kommen insgesamt 7 Bundesliga-Spielzeiten. Der Pokalsieg 1970 bleibt bis heute der größte Titel der Klubgeschichte. Im Finale gewann Offenbach mit 2:1 gegen den 1. FC Köln und schrieb damit als erster Zweitligist, der den DFB-Pokal holte, deutsche Fußballgeschichte. 

Große Tradition, schwierige Gegenwart

Die jüngere Entwicklung des Vereins ist deutlich schwieriger verlaufen. 2013 meldete die OFC GmbH Insolvenz an, wenig später rutschte der Verein sportlich in die Regionalliga ab. Seitdem versucht Offenbach, die Rückkehr in den Profifußball zu schaffen, spielt aber bis heute viertklassig. 

Gerade darin liegt ein großer Teil der Besonderheit von Kickers Offenbach. Andere Traditionsklubs verlieren in langen Viertliga-Jahren oft sichtbar an Wirkung. Der OFC hat zwar sportlich gelitten, aber nie seine Wucht als Traditionsverein eingebüßt. Die Heimspiele am Bieberer Berg, die Choreografien der Fans und die emotionale Bindung in der Region zeigen immer noch, dass der Verein weit größer ist als seine aktuelle Ligazugehörigkeit. 

Rudi Völler als besonderer Ehrengast bei den 125-Jahr-Feierlichkeiten

Dass Rudi Völler bei den Jubiläumsfeierlichkeiten eine besondere Rolle spielt, passt deshalb perfekt. Wenige Tage vor dem Abflug zur WM in die USA machte der DFB-Sportdirektor noch einen Abstecher auf den Bieberer Berg, um bei der akademischen Feier des OFC dabei zu sein. Er nannte den Termin selbst eine „Herzensangelegenheit“.

Rudi Völlers Karriere

Rudi Völler wechselte als 15-Jähriger vom TSV 1860 Hanau zu Kickers Offenbach. Auf dem Bieberer Berg begann 1977 seine Profikarriere. Für den OFC erzielte er sein erstes Tor im Profifußball am 28. Januar 1978 in Karlsruhe. Insgesamt kam Völler für Kickers Offenbach auf 73 Spiele und 18 Tore, bevor er 1980 zu 1860 München wechselte. Von dort führte ihn sein Weg später über Werder Bremen, die AS Rom, Olympique Marseille und Bayer Leverkusen zu einer der größten deutschen Spielerkarrieren überhaupt.  

Dass er beim 125-jährigen Jubiläum vorbeischaut und sich offen zu seinen Wurzeln bekennt, ist für viele Fans deshalb ein starkes Symbol. 

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